Die Zukunft der Pferdewelt mit Dr. Christina Münch
Shownotes
Was braucht die Pferdewelt, um auch morgen noch relevant, verantwortungsvoll und anschlussfähig zu sein?
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Christina Münch vom HorseFuturePanel. Sie beschäftigt sich mit den großen Entwicklungslinien der Pferdebranche: mit gesellschaftlichem Wandel, mit neuen Erwartungen an den Umgang mit Pferden und mit der Frage, wie eine zukunftsfähige Pferdewelt aussehen kann. Das HorseFuturePanel beschreibt sich selbst als Team, das Impulse für die Branche setzt; Dr. Christina Münch ist dort Teil des Teams und wird im Impressum als Geschäftsführerin geführt.
In unserem Gespräch geht es nicht darum, Angst vor Veränderung zu machen. Im Gegenteil. Es geht darum, die Chancen zu sehen, die genau in diesem Wandel liegen.
Wir sprechen darüber:
- warum sich die Pferdewelt gerade verändert,
- was gesellschaftliche Akzeptanz heute eigentlich bedeutet,
- weshalb Kommunikation und Verantwortung immer wichtiger werden, und wie wir diese Entwicklung nicht als Bedrohung, sondern als Einladung verstehen können, Pferdehaltung und Pferdetraining bewusster, klarer und tragfähiger zu gestalten.
Für mich ist das eine wichtige Perspektive, weil sie den Blick weitet: weg von einzelnen Methoden, hin zu der größeren Frage, wie wir eine Pferdewelt mitgestalten, die fachlich fundiert, ethisch tragfähig und auch für kommende Generationen lebendig bleibt.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Und dann sage ich herzlich willkommen zurück zu Equidemia Insights.
00:00:03: Normalerweise geht es hier um alles, was mit Pferdetraining und Evidenz zu tun hat.
00:00:09: Mein Name ist Celina Skoghan, ich bin die Gründerin von Equidemia.
00:00:12: Und ich beschäftige mich hier im Podcast normalerweise mehr mit der Frage was im Pferd passiert?
00:00:18: Heute drehen wir die Perspektive ein kleines Stückchen weiter denn wir sprechen nicht nur darüber wie Verhalten entsteht, wie Bewegung funktioniert oder wie Training wirkt oder eben auch nicht sondern darüber in welchem System das alles überhaupt stattfindet.
00:00:31: und genau dafür habe ich heute eine Gesprächspartnerin eingeladen, die eine Perspektiv mitbringt meiner Meinung nach viel zu selten gehört wird.
00:00:40: Ich freue mich heute sehr darauf, Dr.
00:00:43: Kristina Mühnig begrüßen zu dürfen!
00:00:45: Sie ist der Graavissenschaftlerin und Zukunftsforscherin Zukunftstrategien und beschäftigt sich ganz intensiv mit der Frage wie sich der Pferdesektor unter gesellschaftlichen ethischen und strukturellen Veränderungen weiterentwickelt?
00:00:58: Als Teil des House Future Panels bringt sie Themen auf den Tisch die wir Ja, oft vielleicht auch lieber nicht so gerne angucken.
00:01:05: Zum Beispiel die Frage nach der gesellschaftlichen Akzeptanz des Pferdesports und danach wie sich unser Verhältnis zum Pferd gerade ja wirklich grundlegend auch verändert.
00:01:16: Während wir also oft fragen, wie wir besser trainieren können stellt sie andere Fragen uns zwar die Frage ob und welcher Bedingungen das in Zukunft überhaupt auch noch akzeptiert wird was wir tun.
00:01:26: Ich freue mich heute sehr auf das Gespräch und darauf, dass es geklappt hat.
00:01:30: Herzlich willkommen, Frau Dr.
00:01:32: München-Podcast!
00:01:33: Vielen Dank, Frau Skogan.
00:01:35: Ich freu mich sehr, dass ich dabei sein kann und freue mich auch sehr auf dieses Gespräch.
00:01:39: Denn dass wir uns direkt reingehen, ich finde das nämlich ein unglaublich spannendes Feld und sie beschäftigen sich da viel länger mit als ich das getan habe.
00:01:49: Ich merke es so in meiner kleinen Bubble, dass gerade im Pferdebereich unglaublich viel im Umbruch ist und ich bin mir ziemlich sicher Sie haben da Datenzahlen Fakten zu.
00:01:58: was hat sich verändert?
00:02:00: Tatsächlich ist das so und ich glaube diesen Wechsel des Blickwinkels, den habe ich natürlich auch durchlebt.
00:02:06: Und versuche auch die verschiedenen Seiten immer wieder in den Fokus zu nehmen.
00:02:11: Ich selbst bin ja auch eigentlich gelernte Berufsfeiterin, dann Agrarwissenschaften studiert immer mit dem Fokus auf die klassische Pferdezucht, den Pferdesport und bin dann eigentlich durch Umwege an die Marktforschung gekommen, weil wir im Rahmen unserer vielen Bachelor-Arbeiten, Masterarbeiten in der Uni Götting immer wieder auf die EPSOS Zahlen gestoßen sind.
00:02:29: von das Jahr zwei Tausend Eins.
00:02:30: Das war das Jahr zweitausend zehn als ich den Studiengang Pferde-Wissenschaften in der Öffentlichkeitsarbeit im Götting betreut habe.
00:02:38: Na ja, eigentlich brauchen wir auch mal aktuelle Marktdaten strategisch anzugehen und dadurch ist die Gründung des Voskutschoffhennens entstanden und es war total abstrakt zu der Zeit mit Marktdagen sich zu beschäftigen.
00:02:51: Unternehmen tun das natürlich immer vor allem eigentlich in der richtigen Welt wenn man das so sagen kann.
00:02:56: in der Pferdenbranche waren das zu dem Zeitpunkt noch wenige Und innerhalb der letzten ja mittlerweile sechzehn Jahre, wo wir Marktdaten erheben.
00:03:05: Pferdespornler, pferdebegeisterte Menschen aus der richtigen Welt also aus dem gesellschaftlichen Leben befragen sind einfach viele unterschiedliche Blickwinkel und verschiedene Facetten des Pferdensports der Pferdewelt letztendlich zusammengetragen worden.
00:03:19: Da hat sich natürlich in den vergangenen Jahren sehr viel verändert.
00:03:23: durch Digitalisierung werden einfach Dinge offensichtlicher und auch intensiver auch diskutiert und besprochen, wodurch sich letztendlich das Bewusstsein innerhalb einer ganzen Branche verändert hat.
00:03:34: Und innerhalb der Gesellschaft mit dem Blickwinkel auf das Pferd den Pferde stortet.
00:03:39: Das setzt natürlich insbesondere die klassischen Institutionen unter Druck, sich selbst zu hinterfragen und von außen zu betrachten.
00:03:48: Das ist ein Stück weit das, was wir mit dem Hoss-Hüter-Panel tun.
00:03:54: Sie sagen, sie waren früher Berufsreiterin?
00:03:58: und haben damit natürlich auch gute Einblicke in die Praxis.
00:04:01: Würden Sie sagen, in der Praxis hat sich auch viel geändert dadurch?
00:04:05: Durch dieses Spotlight was wir quasi ständig darauf haben...
00:04:10: Ja, also insgesamt hat sich natürlich die Soziologie auch der Pferdesportler und auch der Berufspferdesfortler verändert.
00:04:17: Auch letztendlich durch die zunehmende Akademisierung des Ferdes in der Wissenschaft.
00:04:23: Und das hat natürlich viel Gutes auch gebracht, wenn gleich ist – und das ist ja ihr Schwerpunktthema in der normalen Arbeit, wenn man so möchte – am Ende des Fährtes immer noch an der Praxis stattfindet nur durch praktische Erfahrungen auch eine Weiterentwicklung stattfinden kann.
00:04:38: Nichtsdestotrotz ist es natürlich wichtig, sich auch intellektuell mit dem Pferd auseinanderzusetzen und auch von den neuen Erkenntnissen aus der Forschung zu profitieren und die in Trainingsphysiologie beispielsweise einzubringen und das nicht nur auf dem Spitzensportniveau sondern letztendlich auch für den normalen Menschen, der seine Zeit mit dem Fert verbringen wird und sich einfach immer weiter verbessern möchte.
00:05:01: was ich tatsächlich sehr wohl verändert hat die Sensibilisierung auch der klassischen Pferdesport und Pferdezuchtinstitution, dass es kein Selbstverständnis mehr ist, das wir das Pferd nutzen dürfen.
00:05:13: Und das meine ich im positiven Sinn weil einfach die Tiere zunehmend mehr vermenschlicht werden.
00:05:19: Haustiere und das Pfärb zählt ja... in der Gesellschaft auch zunehmend mehr zu den Haustieren.
00:05:26: Und da hat sich natürlich schon auch das Bewusstsein sehr stark verändert und die Sorge davor, dass man möglicherweise fährt, irgendwann gar nicht mehr reiten darf, sondern eigentlich ja... Was
00:05:37: Schade wäre?
00:05:38: Ja, es wäre schade und wir reinen
00:05:40: Rost
00:05:40: für das Pferd und für den Mensch.
00:05:44: Da kommen wir eigentlich direkt zu meiner nächsten Frage, denn Sie sprechen ziemlich viel über strukturelle Entwicklungen und darüber dass sich der Zugang zum Pferd natürlich verändert hat.
00:05:55: Woran liegt das?
00:05:57: Was sind die Ursachen für diese Entwicklung?
00:06:02: Schauen wir einfach mal, sagen wir mal, siebzig bis achtzig Jahre zurück.
00:06:06: Und da war es eigentlich so, dass das Pferde noch sehr stark als landwirtschaftliches Nutztier in der Gesellschaft verankert war.
00:06:13: Selbst wenn man ein Städter war, auch schon vor der Zeit Lerner oder Hamburger war hatte man eigentlich immer als Menschen noch einen Zugang zu Menschen die mal mit dem Pferd gearbeitet haben.
00:06:23: Die das Pferde als landwirtschaftliches Nutztier hatten, die auch häufig noch Armutsbedingungen kannten, schwere Rahmenbedingung.
00:06:31: aber da war das Pherd selbstverständlich Arbeitstiere, Nutztiere Teil der Gesellschaft und hatte essenzielle Bedeutung für das Hohl- und Vorankommen einer ganzen Gesellschaft.
00:06:43: Das ist heute natürlich nicht mehr so und wir schauen eigentlich auf Familien, die schon seit mindestens drei Generationen gar keinen Zugang mehr zum Pferd haben.
00:06:51: Die keinen Zug an mehr zur Tierzucht auch haben und zu der großen Betreutung der Tierzug für den Wohlstand eigentlich unserer ganzen europäischen Gesellschaften und für das Vorankommen.
00:07:02: Und häufig sind einfach auch Sehnsüchte mit dem Pferden nach Entschleunigung, nach Natur Ja, nach Schönheit eigentlich auch verbunden und gar nicht mehr so dieser doch eigentlich gelebte intuitive Kontakt zum Pferd den wir aus der Vergangenheit kennen.
00:07:19: Wo eigentlich noch vor hundert Jahren war das Pferde ja Teil der normalen Lebenswelten.
00:07:25: Das Pferden hat man auf dem Feld gesehen im Straßenverkehr.
00:07:29: und natürlich auch im Militär.
00:07:30: Und das ist heute natürlich nicht mehr so, die Menschen haben sich einfach sehr stark verändert.
00:07:34: und beschleunigt werden diese Veränderungsprozesse sehr stark durch Digitalisierung und Internetnutzung und natürlich noch durch den Megatrend der Urbanisierung weil einfach mittlerweile achtzig Prozent der Menschen in Deutschland und bald auch schon in der ganzen Welt im stark nahen Raum zumindest leben und dadurch einfach die natürlichen Lebenswelten in der Natur gar nicht mehr kennen.
00:07:56: oder wenn es gut läuft, auch aus den Dokumentationen im Fernsehen.
00:08:00: Die aber heute ja auch immer weniger geschaut werden?
00:08:03: Wir haben als wir den Hof gekauft haben in Norwegen, haben wir tatsächlich altes Arbeitswerkzeug gefunden was noch unter der Scheune lagert bei uns gar nicht so lange her.
00:08:13: und dann haben wir von meinen Schwiegereltern das Jahrbuch ihres Hofs bekommen und da ist tatsächlich Das letzte Arbeitspferd in den Fünfzigern gekauft worden, als Fohlen, es hatten Jahresgehalt gekostet und ist dann Mitte der Siebziger.
00:08:34: Es ist dann in Rente gegangen, als die erste Trecker kamen.
00:08:40: Fand ich mega spannend?
00:08:41: Ist in Deutschland teilweise schon ein bisschen länger her?
00:08:43: Ich habe keine landwirtschaftliche Verwandtschaft aber wie nahe das da noch irgendwie... dran war, obwohl das für mich in meiner Realität schon soweit weg ist.
00:08:54: Und wenn ich jetzt jemanden suche der mir zeigen kann wie ich mit diesem Werkzeug umgehe?
00:08:58: Ich würde so unglaublich gerne einen unserer Kaltblüte einfahren und dass einfach mal so viel Spaß die Tradition erhalten da habe ich wirklich Probleme jemandem zu finden der es noch kann.
00:09:07: Ja und das ist tatsächlich natürlich auch schade weil wir dadurch sehr viele Erfahrungen und Kulturverlust auch allein oder entlitten haben.
00:09:18: Verklarifizieren.
00:09:19: Das war einfach eine körperliche Arbeit, wir haben heute noch am Frühstückstisch mit den Kindern brauchen wie viele Kilometer meine Großeltern auch oder meinen Großvater mit Kaltblüte auf dem Feld unterwegs waren um den Boden zu flügen.
00:09:33: und dass man heute darüber diskutiert ob ein Kind jetzt im Stadtlauf oder Ortslauf über einen Kilometer lausen darf und das im Grunde genommen ja schon gesetzlich eigentlich verboten ist.
00:09:44: Und da sieht man sicherlich auch das, was eigentlich das Spannungsfeld auch unten das Thema Pferdaus macht.
00:09:49: Meine Oma ist morgens zwölf Kilometer zur Schule gelaufen jeden Tag und mittags oder nachmittag wieder zurückgelaufen.
00:09:56: Wenn es gut lief dann hat mein Urgroßvater die Kinder aus dem Dorf mit der Kutsche zur Schule genommen.
00:10:02: heute dürfen Kindern keine tausend Meter mehr joggen wenn sie noch nicht zwölfe Jahre alt sind weil wir einfach sehr viel regulieren Und am Ende ist der ja ehrlicherweise gar nichts bei.
00:10:17: Das sind einfach Dinge, die immer wieder hinterfragen werden.
00:10:19: Man versucht zu schützen, vielleicht auch den Menschen die Verantwortung für ihr eigenes Handeln abzunehmen und das ist aber sicherlich nicht immer zum Wohl.
00:10:28: Das ist bei den Menschen so... Das ist in der Tierhaltung beim Pferd so und das sind einfach sicherlich die Herausforderungen unserer Zeit heute.
00:10:37: Das ein oder andere würde sicherlich sowohl dem Pferden zugutekommen, wenn man es wieder etwas mehr in seinen natürlichen Lebenskontext zurückordnen würde und bei den Kindern.
00:10:48: Das ist glaube ich gar nicht so viel anders als Bewegung schadet mich.
00:10:52: Nee, Bewegung tut nicht weh das erst mal eine gute Sache.
00:10:58: Sie kommen da ziemlich an den Kern der Sache, der mich so brennt interessiert.
00:11:01: denn die Frage ist ja eigentlich habe im Moment das Gefühl dass sie Pferdebranche hauptsächlich reagiert und versucht irgendwie zu spraime von allen Seiten.
00:11:10: Was wären denn Möglichkeiten?
00:11:11: Wie kommen wir wieder ins Agieren, wie kommen wir da drauf.
00:11:15: Wie kommen die wieder in eine Position, in der wir den Prozess auch mitbestimmen können?
00:11:22: Ja, das Auto wird nicht vergeben.
00:11:23: Das ist
00:11:23: nichts, was man von heute auf morgen direkt ändern kann.
00:11:27: Wir sind ja einen ganz klassischen, wenn man das so sagen kann, Transformationsprozess.
00:11:32: Der Sendungs-, Lebens- und Wirtschaftsbereich, Gesellschaftsbereiche endlich berührt.
00:11:39: Es ist in allen Bereichen so, dass niemand gerne transformiert werden möchte.
00:11:44: Also quasi das man die Transformation überstülpt sondern dass man es aus sich heraus letztendlich entwickelt.
00:11:49: und dafür brauchen wir natürlich gewisse Fähigkeiten oder auch Menschen den man vertraut, denen man auch folgen kann und die eine Vision haben, Ziele haben wenn die Reise gehen kann.
00:12:01: Tatsächlich passiert ja schon sehr viel im Bereich der Transformation und wichtig ist aus meiner Sicht für das Thema Pferd- und Akteure aus der Pferdebranche, dass man sich wieder stärker öffnet.
00:12:13: Der Gesellschaft entgegen sozusagen.
00:12:16: Einfach aus dem Erkennen heraus, dass das Pferden unglaublich viele positive Eigenschaften mit sich bringen die der Gesellschaft dienlich sind Und dass wir in der Pärdebranche sicherlich schon ein Problem Sie haben selber ihre Bubble angesprochen Man versucht, trainingsphysiologische Prozesse zu optimieren.
00:12:33: Man versucht die Fütterung und das Equipment zu verbessern.
00:12:38: Da sind wir auf einem Ohn-Niveau, was es wahrscheinlich so in der Form noch selten gegeben hat.
00:12:43: Auf der Ebene der Berufsstände waren wir sicherlich auch vor hundert Jahren vielleicht weiter in der Breite, weil einer sagt, dass Wertbürgern Stellenwert hatte.
00:12:54: Aber ich bin tatsächlich davon überzeugt, dass das Pferd als sozial lebendes Herdentier uns Menschen sehr viel vormachen kann.
00:13:02: und was das Thema Gemeinschaft und Achtsamkeit angeht.
00:13:04: Also Dinge die gefühlt in der Gesellschaft eine untergeordnete Rolle spielen bzw von denen man auch nicht mehr weiß wie man sie hier.
00:13:12: überhaupt vermitteln kann und vorleben kann, weil wir einfach so pluralistisch aufgestellt sind als Gesellschaft.
00:13:18: Und dafür brauchen wir letztendlich alle Menschen die sich mit dem Pferd beschäftigen indem sie auch ihre eigene Rolle und Aufgabe für die Gesellschaft und das Pferdd auch wahrnehmen und versuchen Wege zu finden wie man das Pferd zum Wohlauf der Menschen in dem eigenen Umfeld wieder einsetzen kann.
00:13:36: Das ist ja teilweise muss man da gar nicht so große Schritte machen, es reicht einfach wenn man ausreitet mal, wenn man einen Spaziergänger trifft stehen zu bleiben, mal ins Gespräch zu gehen gegenüber die Möglichkeit zu geben, mal das Pherd zu streicheln.
00:13:50: Ja das weiß ja glaube ich jeder von uns was das Phrt mit den Menschen macht gerade mit Menschen die noch gar keinen Zugang hatten.
00:13:59: Und da gibt es natürlich einen sehr großen Unterschied zwischen der Wahrnehmung des Pferdes in der Gesellschaft und der Wahrnehmbung des pferdes Sports.
00:14:07: Ja, das ist wirklich wie kein anderes Tier in unserer Gesellschaft positiv verankert.
00:14:12: Das belegen viele, viele Studien von uns.
00:14:14: also es gibt eigentlich Pferdehasser, gibt es so gut wie gar nicht Katzenhasser.
00:14:18: Spannend!
00:14:20: Finden sie natürlich überall aber das Pferd ist insgesamt total positiv besetzt Also das Pferd mit seinem Lebensraum, seiner Schönheit und seiner Ästhetik.
00:14:30: Interessanterweise findet es auch wieder mehr Zugang in der Werbung.
00:14:35: Wir haben jetzt in den letzten Jahren immer mehr eigentlich Anfragen von klassischen Werbeagenturen bekommen rund um das Thema Pferdsstrategiepositionierung Werte weil es wäre einfacher im Menschen und das ist wahrscheinlich verhalten geologisch verankert.
00:14:53: Und schauen wir auch durch die Digitalisierung gar nicht so schnell weg zu züchten, wenn man so möchte?
00:14:59: Das ist einfach der Mensch durch das Pferd fasziniert es immer in irgendeiner Form.
00:15:06: eine Reaktion stattfindet bei den Menschen im Kontakt mit dem Pferd.
00:15:10: Das kann sicherlich auch die Angst, die Furcht sein vor der Größe, vor der Dynamik aber auch die Liebe und die Zuwendung des Auge.
00:15:19: also das habe ich bei mir persönlich gemerkt je weiter man in so einer Branche Oder je tiefer man in einer Branche letztendlich vordringt, die mehr Erfahrung man sammelt, desto weiter entfernt man sich manchmal auch von dem eigentlichen, worum sich alles dreht.
00:15:37: Und wenn man sich einfach mal einen Pferd anschaut auf der Weide oder neben ihm steht und es schaut an die Pferde, damit sieht das Auge der Herzschlag des Pferdes die Wärme dann merkt man eigentlich was man da tolles gegenüber hat.
00:15:48: Das ist sicherlich etwas, was wir uns als Professionelle Gestalter auch der Branche immer wieder vor Augen führen müssen, dass es worum sich alles dreht.
00:15:59: Das Pferd und das Niveau was die Strukturen angeht und um die Pferderhaltung.
00:16:05: Das wächst ja immer weiter aber manchmal müssen wir uns einfach auf das Pferde konzentrieren und sagen darum gehts und das müssen wir wieder in die Breite bringen.
00:16:16: Um die weichen Nüstern dir eine anschnubbern und genau das Fell und das gemeinsame Atmen.
00:16:25: Wir haben bei uns das große Glück, dass wir... In Deutschland nennt man es, glaube ich, allem Auftrieb.
00:16:30: Also, dass die Pferde draußen im Sommer frei in den Bergen leben dürfen.
00:16:34: Das hat noch mal eine ganz andere Lebensqualität gebracht.
00:16:36: also auch so dieses Miteinander ist wieder viel mehr in dem Vordergrund gerückt weil das jetzt nochmal mehr wert ist wenn sie gehen könnten, wenn sie nicht gehen Wenn sie einfach morgens nach Hause kommen und sagen, Mensch bist du auch da trinken wir Kaffee zusammen?
00:16:52: Und dann ziehen Sie irgendwie wieder los.
00:16:54: Das ist das finde ich ganz schön.
00:16:56: dass ihr das auch so in den Mittelpunkt stellen nenn es genau Mein mein persönliches erleben einfach auch immer mehr geworden Dass ich die Pia vielleicht gar nicht mehr so dringend brauche aber das braucht Ich wirklich dringt das anschnubbern das miteinander sein.
00:17:16: Ich wollte Sie noch mal ein bisschen dazu befragen, dass ich vor gar nicht so lange ... Na ja vielleicht von einem Jahr habe ich einen Vortrag von Ihnen gehört den ich ganz spannend fand.
00:17:25: Denn da haben sie darüber gesprochen das innerhalb der Pferdewelt gerade sehr viel passiert.
00:17:32: auf der einen Seite haben wir mehr Wissen und mehr Angebote gleichzeitig sehen wir aber auch eine Verschiebung und wir sehen auch einen Rückgang an der Menge von Pferden.
00:17:43: Die Branche in sich verändert sich da also auch noch mal, wie passt das zusammen?
00:17:52: Bei jeder der ein Pferd hat weiß wir viel Zeit auf wann damit verbunden ist und die emotionale Verbindung zum Pferddwächst auf wenn man hat ja einen Pferde nicht ein Jahr oder zwei Jahre sondern die Pferdes sind ja gut begleiter.
00:18:05: häufig wissen wir auch dass die pferdebesitzer nicht nur einpferd haben so dann über drei.
00:18:11: Und letztendlich ist die große Herausforderung, wie schafft man es?
00:18:16: Die Zeit vor allen Dingen für das Pferd aufzubringen so dass man ihm auch gerecht wird weil man ja einen gewissen Anspruch hat.
00:18:22: Es reicht ja häufig nicht dann zu sagen man fährt mal einmal hin und guckt ob's dem Pferde gut geht sondern will sie putzen holt von der Beide rein und Druckzuck sind jetzt zwei bis drei Stunden verloren oder geworden wie auch immer benennen möchte.
00:18:36: und dieser Zeitdruck, den wir ja heute als im Arbeitsleben, Berufsleben, Familien leben haben.
00:18:43: Der ist natürlich dann schon auch irgendwie ein Spannungsfeld in dem man sich bewegt dass man all den Dingen auch gerecht wird.
00:18:49: dazu kommen natürlich auch die steigenden Kosten, die uns in der Wirtschaft wirklich massiv treffen weil die Pferderhaltung oder der Pferdebesitz einfach extrem teuer ist.
00:19:01: mit allem was dazugehört Braut man jetzt glaube ich gar nicht so sehr auf Tierarztkosten beispielsweise einzugehen, die natürlich nochmal ein zusätzlicher Punkt sind.
00:19:10: Die eine wirtschaftliche Belastung vom Pferdebesitzer letztendlich auch auslösen.
00:19:14: dazu kommt einfach dass wir in den vergangenen Jahren Wir haben in der Pferdbranche seit den siebzigerjahren eigentlich schon einen großen Nachfrage überhören.
00:19:22: Wir waren als Pferdenbranche immer mehr nachfragen Als Angebot und dadurch ist als Akteur aus der Branche herausbequem geworden.
00:19:30: Und dann gab es so große Umstellungswelle, Landwirtschaftsbetriebe sind aus der Nutztierhaltung ausgestiegen haben, Pensionsferdeangebote geschaffen und haben investiert.
00:19:39: Eine Zeit lang war's natürlich auch so dass noch da immer noch eine Nachfrage überharmt war.
00:19:46: Der konnte nicht gedeckt werden.
00:19:48: Und so ganz allmählich hat man dann verloren, die Vereine zu unterstützen, zu stärken, die ja letztendlich ein kostengünstiges Einstiegsangebot für Menschen mit Interesse am Pferd
00:20:01: hatten.
00:20:02: So wie wir das in allen Bereichen letztendlichen aufsehen ist der Verein muss mit rückläufigen Mitgliedern zahlen Leben und das ist im Pferdensport natürlich auch so.
00:20:13: Und dadurch haben wir eigentlich unseren wichtigsten Zugangsweg zum Pferden für den normalen Menschen, der nicht ohnehin schon irgendwie familiär gebunden ist vernachlässigt und auch verloren.
00:20:26: Da kam dann sicherlich nochmal Corona als große Herausforderung dazu existenzielle Nöte auf da Schulpferde angeboten wurden, knapper wurden abgeschafft sind nicht wieder angeschaffen worden, ausgebildet worden sind zu teuer geworden.
00:20:42: Also letztendlich haben wir diese wichtigste Infrastruktur Stelle in unserem ganzen Konstrukt vernachlässigt was dazu führt dass wir einfach in den letzten zwanzig Jahren viel zu wenig Nachrubsarbeit gemacht haben weil wir zu sehr damit beschäftigt waren uns weiter zu professionellisieren besser zu werden auch im Glanz des wachsenden Pferdesports uns auszuruhen oder auch von Wechselbewegungen.
00:21:07: Wir haben also mit dem Hospital Panel angefangen, war immer noch das womit man sich das alles so ein bisschen schöner reden konnte.
00:21:14: Der organisierte Pferdesport der Klassische war zwar rückläufig aber im nicht organisierten Bereich da waren immer noch Wachstums Bewegung zu beobachten.
00:21:21: Das ist allerdings auch nicht mehr so und da kommen natürlich verschiedene sozialkulturelle Dinge auch mit dazu.
00:21:27: wir haben einfach in Urbanisierung schon angesprochen einen steigenden Migrationsanteil.
00:21:32: es sind dann auch eher Menschen, die nach Deutschland kommen weil sie wirtschaftlich schlecht aufgestellt sind.
00:21:39: Wir haben eigentlich zu wenig Angebote für die sich verändernde Bevölkerung.
00:21:43: also wir müssen ja auch im anderen wo anfangen das wird näherzubringen.
00:21:48: es muss kostengünstig sein und dass ist natürlich schon ein Riesenproblem.
00:21:52: und dann können Sie auch immer mehr hören von Pferdebesitzern wo das Pferd dann irgendwann alt wird, immer älter wird.
00:22:00: Auch so lange versucht wird gehalten zu werden wie man ein... ein gutes Leben für das Pferd, der möglich ist.
00:22:07: Das ist genau, dass es danach eben kein Pferde mehr gibt und dadurch ist es einfach so, dass die Pferden mittlerweile schon relativ alt sind oder den Teil der Pferdepropolationen ist einfach älter geworden auch älder als die Pärde früher geworden sind weil wir eine super Versorgung haben und vieles möglich ist.
00:22:24: und dann ist aber irgendwann auch der Leidensdruck so hoch dass man sich dann eben kein weiteres Wert mehr anschafft.
00:22:31: Und natürlich gibt es immer noch die Menschen, die sich in Pferd kaufen oder die sich auch ein zweites Wert kaufen.
00:22:36: Ich bin überhaupt kein Schwarzmaler!
00:22:39: Das liegt mir eigentlich fair und ich bin...
00:22:42: Da geht's ja eher um Realismus?
00:22:43: Ja
00:22:44: genau nach Lösung so der wird mit unter vorgeworfen Ob das alles schwarzmalerei ist.
00:22:50: Aber leider versuche ich, das ja auch mittlerweile schon in Vordregen seit mehr als fünfzehn Jahren darauf hinzuwirken und dass wir uns als Branche verändern und aktiv Lösungen suchen und uns öffnen.
00:23:02: Aber es ist echt schwierig die Komfortzone zu verlassen also auch viele Mitglieder auch an den ehrenamtlichen Gremien beispielsweise.
00:23:14: Dann hat man immer wieder Menschen, die erkennen ja wir müssen was tun.
00:23:17: Aber es reicht halt noch nicht um so eine ganze branche Bewegung auszulösen.
00:23:22: das ist sicherlich so und jetzt muss ich wirklich leider sagen merkt man schon bei vielen auch Unternehmern die Sorge vor der Zukunft weil auch nicht nur im innenland im europäischen inland sondern auch in der welt natürlich der Druck größer wird, inwieweit da auch noch Wachstum stattfindet.
00:23:40: Und das ist einmal auf dem Spitzensportsegment im Spitzenfokus.
00:23:46: Da wird immer Nachfrage sein aber das ist ja nicht das was die Breite des Pferdes eigentlich aussieht.
00:23:53: Wenn Sie jetzt bei Wünschte etwas wären, was würden Sie dem Pferde-Profi raten um sich für die Zukunft gut aufzustellen?
00:24:01: dass er sich seiner Verantwortung für die Gesellschaft mit dem Pferd bewusst wird.
00:24:06: Das ist ja das Thema auch mit Pferde für unsere Kinder, also wir haben den Verein Pferden für unsere Kind gegründet.
00:24:15: Darum geht es um das Pferд für die Zukunft der Gesellschaft zu erhalten und dass wir uns als Menschen nicht dafür rechtfertigen müssen, Wir haben ja den Verein gegründet aus Sicht von Unternehmen, die gesagt haben wir müssen etwas für die Nachfrage tun.
00:24:38: Das auch in Zukunft das Pferd noch quasi überhaupt ein Käufer, ein Nutzer findet und letztendlich auch die Branche weiterhin funktioniert.
00:24:47: in dieser Zeit haben wir aber auch unsere beiden Töchter bekommen und man verändert dann ja auch mit zunehmenden Alter oder auch mit anderen familiären Hintergrund.
00:24:56: Man kennt seinen Blickwinkel letztendlich, ich habe in dieser Zeit sehr viele wirklich beeindruckende Menschen aus dem Bildungsberufen kennengelernt und aus den Kindereinrichtungen die eine herausragende Arbeit leisten und auch vor den Herausforderungen von der veränderten Kindheit heute wirklich stark getroffen werden.
00:25:21: Und diese Probleme oder Herausforderungen, die man in Kindergemeinschaften hat oder eben nicht Gemeinschaftens, können Menschen kaum noch lösen.
00:25:29: Aber wenn wir zum Beispiel die Kinder bei uns auf dem Hof haben – das spielt am Ende noch nicht meine Rolle ob es ein Pferd ist – dann sieht man, dass das sozial lebende Herdentier dass sie eine ganz besondere Aufgabe oder Rolle für den Menschen übernehmen.
00:25:47: Das sind eher Software- oder Bildungspartkoren.
00:25:49: und da sehe ich tatsächlich die ganz große Aufgabe für uns als Pferdebranche, dass wir diese besondere Stärke des Pferdes, diese besonderen Charakteristika das wir die wieder der Menschen in unserer Gesellschaft zugänglich machen weil die lauten Kinder verändern sich in der Gruppe mit dem Tier und werden leise.
00:26:10: Sie nehmen sich zurück, sie bringen sich in die Gruppe ein.
00:26:12: Die Leisen, die Ängstlichen entwickeln Stärke, die kommen aus sich heraus.
00:26:17: Kinder, die überhaupt nie Freunde gekannt haben sitzen neben einem Kalt oder einem Pferd und sagen, sie haben das erste Mal in ihrem Leben einen Freund.
00:26:25: Das ist eine völlig andere Basis, als Pferdesportler oder Akteure runden das Thema fährt kommen, weil wir das vergessen haben was das ihr eigentlich mit uns macht.
00:26:36: Und ich bin wirklich zutiefst davon überzeugt dass wir als Gesellschaft verantwortungsvoller und achtsamer Mensch zu werden.
00:26:47: Und dafür brauchen wir aber natürlich ganz anderes Bildungssetting oder Pferdesetting, wie auch immer man das formell nutzen möchte.
00:26:55: Wir brauchen vielleicht ein etwas anderes Pferd, wobei ja auch das Sportpferd rücksicht nimmt auf den Achtungen.
00:27:03: Mensch mit Handicap beispielsweise, weil sie einfach sensibel sind und sich auch das Gegenüber einstellen.
00:27:09: Und das trauen wir und müssen wir durch infrastrukturelle Angebote öffnen.
00:27:16: Das ist ja ihre Einstiegsfrageinfolie manchmal etwas weitaus.
00:27:20: Das würde
00:27:21: ich bei
00:27:22: uns als Branche wünschen, dass es uns gelingt Tierzüchter als Pferdisch-Bordler, als Ausbilder, als Berufsreiter.
00:27:30: Als Freizeitreiter, als Menschen die Pferde mögen diesen Zugang zu öffnen und scharfen im Rahmen unserer Möglichkeiten.
00:27:37: Das geht nur lokal.
00:27:40: oben überstülpen, sondern das geht nur aus den kleinen leisen Bemühungen von unten heraus.
00:27:46: Wenn man ein Pferd hat und mal den Kindergarten einlebt die Freunde der Kinder mit zu Hause sind und einfach man das Pferde in seinem Lebensumfeld beobachtet und guckt was macht es da?
00:27:57: Wie leben eigentlich Tiere?
00:27:58: weil wir von der Natur und von den Lebewesen in der Natur wie gesagt gerade von den Herdentieren einfach wahnsinnig viele lernen können.
00:28:06: und dass den Menschen wieder zugänglich zu machen.
00:28:09: Das ist tatsächlich mein ganz großer Wunsch und auch unser Ansinn beispielsweise mit Pferde für unsere Kinder, weil jeder kann was!
00:28:17: Und wir haben das Privileg wenn wir mit Pfern arbeiten und aufwachsen dass es uns definitiv in jedem Fall besser geht als den Menschen die in der Stadt glatter leben wo keiner mehr auf den Lack anschaut.
00:28:29: ich mache das jetzt mal bewusst plakativ.
00:28:31: Und dieser Verantwortung und dieses Privilegs, das meine ich nicht unter Luxusgesichtspunkten sondern unter den emotionalen Gesichtspumpen.
00:28:39: Dessen müssen wir uns bewusst werden und am Versuchendaten seinen Teil wieder zurückzugeben.
00:28:44: Ich bin beeindruckt von der Empathie die die Pferde als Herdentier mitbringen.
00:28:52: Ich habe mit nach Norwegen meinen Pferd genommen, der jetzt ist er fünfundzwanzig.
00:28:56: Wir haben also schon ein Leben lang zusammen sind es da drei zwanzig Jahren zusammen.
00:28:59: Er hat also meine Schwangerschaft kommen und den Zwerg aufwachsen sehen.
00:29:02: Und der hat das Zwergenkind immer auch vor den Jungferden, immer so ein bisschen abgeschirmt sich dazwischen gestärkt und sagt so lasst den Zwerk mal in Ruhe spielt ihr mal da hinten wenn er sehr selber eindruckt von und jetzt ist sie soweit es ist hier sechs dass ja auch mal Lust hat drauf zu sitzen aber vor allem zu putzen zu pflegen bei ihm zu sein.
00:29:27: eine ganz spannende Verbindung und Freundschaft, die zwischen den beiden entstanden ist.
00:29:33: Und jetzt fängt sie an zu sagen, mein Pferd ist ja ganz nett aber sie hätte vielleicht auch gerne mal irgendwann was Eigenes.
00:29:40: Dann sage ich immer Ja Schatz wenn wir etwas Kleines für dich kaufen da hast du nicht lange.
00:29:45: Da kannst du nicht lang drauf reiten.
00:29:46: und dann guckt meine Tochter mich einfach zu mir.
00:29:48: Mama weißt du nicht dass wir Pferde nicht treten müssen?
00:29:52: Wir können uns auch anders noch schön beschäftigen!
00:29:55: Okay gut.
00:29:58: Recht hast du.
00:29:59: Ja, recht hast du!
00:30:02: Ich kann mich auch daran erinnern dass sie gesagt haben innerhalb der Branche ich würde ganz gerne nochmal so ein bisschen zurück zum Profi verändert sich die Nachfrage auch der Pferdebesitzer.
00:30:15: wir gehen so ein bißchen weg von jetzt.
00:30:18: korrigieren Sie mich wenn ich mir das falsch gemerkt habe oder falsch notiert hab.
00:30:21: hier in meinen Notizen Einzelleistungen wie Reitunterricht und mehr zu, ja kann ich Gesundheitscoaching sagen.
00:30:30: Also das Interesse des Pferdebesitzers geht mehr in Richtung... Wie erhalte ich mein Pferd gesund?
00:30:36: Das
00:30:40: ist ja sehr facettenreich aber natürlich gibt es das genauso.
00:30:43: also es hängt einfach auch wirklich von den persönlichen Zielen auch die man mit dem Pferdd verbindet.
00:30:49: Wir machen ja auch regelmäßig Studien rund um das Thema Haustier.
00:30:53: Das ist immer, wie erhalte ich mein Tier?
00:30:56: Mein Pferd gesund.
00:30:57: Wie kann ich präventiv gut sein?
00:31:00: Wie werde ich dem Verhalten des Tieres gerecht?
00:31:03: Kann ich durch besondere Maßnahmen den Gesundheitszustand optimieren?
00:31:07: Das ist definitiv natürlich auch ein zentraler Punkt in der Beziehung zwischen Mensch und eigenem Tier.
00:31:16: Trotzdem gibt es natürlich nach wie vor den klassischen Pferdesportler der auch sportlich aktiv sein wird.
00:31:24: Und das ist auch gut so, ne?
00:31:25: Weil der Weltaktiv ins Sport bringt ja extrem viel positive Persönlichkeitsstiftende Eigenschaften mit sich.
00:31:35: aber das ist ja das Schöne dass wir eigentlich je nach Zielen ein Weg mit und um das Pferd herum finden können um den Bedürfnissen von Pferd und Mensch gerecht zu werden.
00:31:47: Aber natürlich ist es etwas, was wir auch merken in vielen Vorträgen und das gerade aus den eher klassisch-konservativen Geprägien rein, dass immer noch eine gewisse Irritation vorliegt wenn Pferde nur noch geführt werden beispielsweise oder gar nicht mehr geritten werden.
00:32:07: aber das gehört eben zu einem Veränderungsprozess dazu.
00:32:12: Ja, mit Sicherheit.
00:32:14: Ich bin da tatsächlich sehr neugierig, weil ich auch schon in meinem eigenen, in der eigenen Firma so ein bisschen das Gefühl habe, dass verschiebt sich.
00:32:21: Das verschiebte sich immer mehr von persönlichen Schülern was früher das Kerngeschäft war hin zu... wie mache ich eine Ganganalyse?
00:32:35: Wie erreiche ich die Menschen überhaupt, wie kann ich denen quasi wissen vermitteln ohne ohne dass wir sie überladen.
00:32:44: Vielleicht bin ich das persönlich, dass sich da die Kundschaft irgendwie einfach verschoben hat?
00:32:49: Ich habe immer mehr das Gefühl ... dass dieser globale Blick auf wie geht es uns miteinander gut sehr viel wichtiger wird als das Sitztraining zum Beispiel.
00:33:04: Das ist bestimmt so und das hängt auch mit dem Lebensalltag von uns als Menschen und Pferdessportler, Pferdebesitzer zusammen.
00:33:11: Dazu kommt eben das was ich eingangs sagte wir haben auf der einen Seite sehr viel mehr wissenschaftliches Know-how oder auch digitales Know-How im Hintergrund weil sie das Thema Gang Analyse beispielsweise ansprachen was für jedermann eigentlich ja heute zugänglich ist.
00:33:27: aber nichtsdestotrotz ist es eben so dass das fährt ein Fert ist mit seinen natürlichen Bedürfnissen und es sind echt da.
00:33:35: Man lernt ja mit jedem Pferd, was man ausbildet.
00:33:37: Was man hat, lernt man ja dazu.
00:33:39: Das ist ja jetzt mal etwas...
00:33:41: Geht nicht anders.
00:33:42: ...ofens
00:33:42: vorbehaltenes.
00:33:43: Wenn man aber nur einen Pferde hat, dann ist es natürlich schwierig auch über Jahre Erfahrung mit unterschiedlichen Pferden zu sammeln, was ein selber stärker macht im Umgang also das zu verstehen warum macht?
00:33:56: Das wird das gerade so machen und das ist früher aus der Praxis gelernt worden.
00:34:00: heute muss sich ich sage mal durch wissenschaftlich auseinandersetzung oder durch theoretische Auseinandersetzungen angeeignet werden.
00:34:08: Und das ist sicher eine Herausforderung, weil was man in der Theorie weiß, ist ja deutlich schwieriger in der Praxis umzusetzen und man lernt ja – und das wissen wir alle als Menschen die sich mit Tieren oder auch mit Menschen geben – man lerne hier jeden Tag dazu.
00:34:22: Man denkt, man weist schon relativ viel aber es gibt doch immer noch Überraschungen!
00:34:28: Man glaubt immer, dass man es weiß bis zu dem Moment in dem man das Pferd trifft bei dem es nicht mehr funktioniert.
00:34:36: Wenn man nur dieses eine Pferde hat dann ist man ja auch ein Stück weit hilflos.
00:34:40: und deswegen glaube ich eben schon, dass sich für Menschen wie Sie die Nachfrage verändert weil sie auch verstehen was der Kunde auch braucht und dass er neue oder andere Bedürfnisse hat, um eben gestärkt zu werden im Ungarn mit dem Pferden.
00:34:56: Und das Gefühl zu haben, dass er das Richtige tut?
00:35:00: Ich glaube, dass was wieder gerade ansprechender Stärken ist ein ganz wichtiges Thema denn auch das mag an oder ich glaub persönlich, dass da viel mit Social Media und dieser Informationsflut zu tun und teilweise auch der Desinformationsfluth.
00:35:14: Ganz viele Kunden Im ersten Kontakt, wo ich das Gefühl habe die trauen sich gar nicht mehr irgendwas zu machen weil sie so viele Angst davor haben was falsch zu machen.
00:35:26: Deswegen ist mir es immer so wichtig dass wir Informationen in den Kontext setzen können und in dem Moment in dem wir Kontext haben Ist das gar nicht mir so kompliziert.
00:35:36: Es wird irgendwie auf einmal so einfach Und dann kann man auch wieder zurück in die Freude finden mit dem Pferd und geht nicht mehr in dieses, was darf ich denn jetzt füttern?
00:35:45: Was darf ich dann jetzt machen?
00:35:46: Und darf ich jetzt eigentlich noch im Kreis langieren oder eben auch nicht mehr.
00:35:51: Dass das so total verkopft wird und dann so ein schwerer Rucksack wird den man mit sich rumträgt.
00:35:59: Dann sind Sie vollkommen recht!
00:36:00: Ja.
00:36:04: Abschließend... Was würden sie sich wünschen?
00:36:08: dass Pferde, nee umgekehrt Menschen besser über Pferden verstehen?
00:36:17: Also was ich wirklich beobachte ist, dass sie das Pferd in seiner natürlichen Lebenswelt besser verstehen.
00:36:25: Das, was Sie eigentlich gerade angesprochen haben, das Extremverkopfte mal wieder auf die natürlichen Grundlagen herunterbrechen.
00:36:31: Das würde ich mir für unsere Menschen in der Gesellschaft insgesamt wünschen.
00:36:35: also gesunder Menschenverstand Beobachtung sich selbst zurücknehmen Die eigene Rolle finden und möglicherweise eben auch durch und mit dem Pferd.
00:36:47: Man braucht sich eigentlich nur einmal eine Pferdeherde oder nicht nur einmal, das ist eine Pärderherde zu beobachten wie sie sich verhalten.
00:36:53: Das würde auch dabei helfen mit der Natur achtsamer umzugehen und Produktionsgrundlagen einzuordnen.
00:37:02: und das Ganze wirklich mal wieder ohne... einer zu stark intellektuellen Überlagewohnung oder einer Rebozierung auf zwei oder drei Schlagwörter, sondern einfach zu schauen wie verhält sich eine Pferdeherde?
00:37:19: Wie geht sie miteinander um?
00:37:21: und manchmal auch dann zu erkennen dass weniger mehr ist.
00:37:29: Freundlichkeit!
00:37:29: Ja schön Dankeschön.
00:37:32: Ich danke Ihnen fürs Gespräch und für Ihre Zeit heute morgen Und freue mich darauf noch viel von Ihnen zu hören.
00:37:39: Ich danke Ihnen.
00:37:40: Bis bald!
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