Warum Pferde nicht rund laufen – Bewegung systemisch verstehen
Shownotes
Viele Pferde laufen nicht rund – aber die Ursache liegt oft nicht dort, wo wir suchen.
In dieser Folge geht es um einen Perspektivwechsel: weg von der lokalen Suche nach Problemen hin zu einem systemischen Verständnis von Bewegung. Du erfährst, warum Bewegung nicht im Bein entsteht, welche Rolle das Nervensystem spielt und wie das Konzept der Spinal Engine hilft, Bewegung neu einzuordnen.
🧠 In dieser Folge
- Warum „nicht rund laufen“ oft keine klare Ursache hat
- Bewegung als Zusammenspiel von Struktur, Neurologie und Koordination
- Central Pattern Generators (CPGs)
- Die Idee der Spinal Engine (Gracovetsky)
- Warum Gliedmaßen Bewegung zeigen – aber nicht erzeugen
📚 Quellen
Grillner, S. (1985). Neurobiological bases of rhythmic motor acts in vertebrates. Science. 👉 https://doi.org/10.1126/science.3975635 McCrea, D. A., & Rybak, I. A. (2008). Organization of mammalian locomotor rhythm and pattern generation. Brain Research Reviews. 👉 https://doi.org/10.1016/j.brainresrev.2007.08.006 Clayton, H. M., & Hobbs, S. J. (2017). The role of biomechanical analysis in equine locomotion research. Equine Veterinary Journal. 👉 https://doi.org/10.1111/evj.12662 Gracovetsky, S. (1988). The Spinal Engine. Springer.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Equidemia Insights Fährbetraining mit Evidenz.
00:00:08: Mein Name ist Serena Skogand, ich bin Gründerin von Equidemia und meine Mission ist es wissenschaftlich komplexe Themen für euch so aufzubereiten dass sie in der Praxis wirklich ankommen!
00:00:20: Und eine Schnittstelle zu schaffen zwischen Evidenzen und dem was wir täglich mit unseren Pferden tun.
00:00:27: Denn ich glaube wirklich fest daran, dass mehr Wissen gleichzeitig mehr Empathie ins Pferdetraining bringt.
00:00:35: Und das wir genau dort anfangen müssen wenn wir Pferdetraining wirklich neu denken wollen!
00:00:41: Wir alle wünschen uns Leichtigkeit und tatsächlich ganz verrückterweise ist es so, dass hier mehr Evidenz wird zur Verfügung haben, desto leichter wird das mit Pferden und desto mehr Akzeptanz können wir unseren Pferd auch entgegenbringen.
00:00:58: In den nächsten drei Episoden vielleicht werden es auch vier?
00:01:01: Lass mal gucken!
00:01:01: Nämlich euch mit in ein Thema an dem ich gerade ziemlich intensiv arbeitere... Das liegt einerseits daran, dass ich das für mein nächstes Buch, was vielleicht auch eher eine Serie wird als ein Einzelgänger.
00:01:14: Lass mal gucken!
00:01:16: Als auch für einen Workshopende meinen Oslo-Vorbereiter... Und dabei habe ich gemerkt, dass sich bei mir noch mal was verschiebt.
00:01:25: Nicht nur in den Details sondern in der Art und Weise wie Ich Bewegung verstehe und wie wir versuchen Bewegungs auffälligkeiten einzuordnen.
00:01:33: Das möchte ich einfach gerne mit euch teilen.
00:01:37: Manchmal würde ich mir wünschen, dass wir beim Podcast noch viel mehr Videomöglichkeiten hätten um euch auch mal zu zeigen Was eigentlich normal ist und was tatsächlich schon auffällig.
00:01:50: Ich glaube, wir brauchen immer wieder diesen Abgleich mit.
00:01:53: Was ist eigentlich normal?
00:01:55: Dann wird es irgendwie viel einfacher für uns die verschiedenen Anomalien einzuordnen.
00:02:00: Dazu erzähle ich euch gleich noch ein bisschen etwas von dem, das ich in der letzten Woche hier vor allem auf Gutland erlebt habe war total spannend.
00:02:09: Wir also eine kleine Serie Und das ist ja auch das, was ich von euch immer wieder hör.
00:02:16: Ihr freut euch am allermeisten darüber, wenn wir ein paar Mythen entzaubern und auch ... Wenn wir ein bisschen Evidenz unter das tägliche Ferdetraining legen!
00:02:27: Die Serie wird kein ganz klassischer Erklärbär.
00:02:31: Dafür gibt's die Masterclass, dafür gibt es dann auch den Equidemia Campus.
00:02:35: Da sind wir hier so'n bisschen an der falschen Stelle.
00:02:37: Das geht n bisschen zu weit für so einen kleinen Podcast, den wir irgendwie auch nebenbei pro Mono noch machen.
00:02:45: Aber es geht ein bisschen um eine Einladung genauer hinzuschauen und die eigene Perspektive nach rechts und links aufzumachen.
00:02:57: Darum möchte ich heute erst mal mit euch über die Historie zu dem Thema sprechen und das übergreifende Thema, dass viele Pferde einfach nicht rund laufen.
00:03:07: Und das ist überhaupt nichts Außergewöhnliches.
00:03:10: im Gegenteil, was ist tatsächlich mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme und ich glaube auch genau deshalb fällt es uns so schwer da überhaupt sensibel für zu sein denn wir sehen's irgendwie noch, wir sehen sie überall.
00:03:25: Das regelmäßige Pferd Die Ausnahme, die Unregelmäßigkeit ist die Regel.
00:03:31: Und jetzt kleine Klammer auf, möchte ich euch davon erzählen, dass ich hier in den letzten Wochen getrieben habe.
00:03:36: Ich hab ein paar Videos für euch aufgenommen und auch schon für das Buch vorbereitet.
00:03:40: Ich hoffe, oder ich möchte da gerne wieder mit Clips dran arbeiten um euch ein bisschen was zu zeigen.
00:03:45: dazu.
00:03:47: Und in dem Rahmen habe ich natürlich auch meine liebe Freundinnen und Kollegen hier auf Gotland besucht, bei der ich ja viele Jahre gearbeitet hab.
00:03:55: Mit denen ich da entsprechend viele Jahre zusammen im Hof gelebt hat.
00:03:59: Ihr kennt sie sicherlich, der eine oder andere von euch kennt sie.
00:04:02: Anna Engström macht ein fantastisches Sitz-Training gefällt mir immer wieder!
00:04:07: sehr auch den Blick, den sie damit reinbringt.
00:04:11: Die Liebe, die sie damit reindringt, auch vor allem die Liebe zum Menschen, die Räume, die sich schafft um in den eigenen Körper hineinzuspüren und da wirklich nachhaltig was zu verändern.
00:04:25: Denn das ist ja das Problem, dass wir mit vielen Arten von Sitztraining haben, hat mir am Wochenende noch mal ein Schüler gespiegelt, der immer sagt also alle beschweren sich irgendwie bei mir darüber ich lehne mich so weit nach hinten.
00:04:34: Aber wie es denn tatsächlich besser geht, das erklärt mir leider... Das hat keiner geschafft mitzuerklären.
00:04:41: Das erklärt mich leider niemand und das ist natürlich überhaupt und in keiner Weise zielführend wenn's der keiner richtig erklären kann, nicht wahr?
00:04:52: Das bedeutet also Kleiner an dieser Stelle bitte wieder zu machen.
00:04:59: Entschuldigung, falls ich mich hier verbastelt habe.
00:05:05: Aber in dem Rahmen hab' ich sie natürlich auch zu Hause besucht, hab meinen alten Hof besucht auf den ich da gelebt hab.
00:05:10: Ihren Altenhof!
00:05:11: Mein altes Zuhause ist nicht mein altem Hof, weil immer schon ihrer.
00:05:16: Nicht dass dann Missverständnisse aufkommen.
00:05:18: Habt ihr zu Hause Besuch?
00:05:19: Wir haben ein bisschen schöne Zeit gehabt mit Kindern und Pferden und so.
00:05:23: war total nett.
00:05:25: Und weil ich mir ja die Frage auch intensiv stelle, kaufe ich noch mal ein Pferd?
00:05:31: Ja oder nein?
00:05:32: Brauche ich eine Pause?
00:05:33: Wenn ich ne Pause brauche wie lang ist sie?
00:05:36: Ja ihr wisst schon alles was so... Was mich so ein bisschen auf der Seele brennt gerade und was mich hier nach Schweden geführt hat.
00:05:45: in dem Rahmen haben wir einen Nachbarn besucht und dieser Nachbar der züchtet Nosch-Svensk Brokses das is Ein leichtes Kalbblut, so kann man das beschreiben.
00:05:55: Also ein bisschen wie man sich einen klassischen Halflinger vorstellt, einen schweren Typen nur ... ja vielleicht mit etwas mehr Bewegung trennen und einen Tickengrößern noch, einen kleinen Ticken-Größern, einen ticken Robuster.
00:06:12: die sind in der Regel so Mitte der Eins Fünfziger Anfang Eins Sechziger.
00:06:16: Und da hab ich mir den normalen Durchschnitt der Pferdepopulation angeguckt denen er da so rumstehen hatte.
00:06:22: Und auf einmal waren wir bei den Wallachten, auf der Weide.
00:06:26: Werdet es nicht glauben?
00:06:28: Da kommt ein völlig gangnormales Pferd auf mich zu!
00:06:31: Ich hab in dem Moment nicht geschaltet... ich war superplex.
00:06:35: Ich habe kein露 daraus genommen das Rippin.
00:06:37: Ich werde nächste Woche noch mal hinfahren und das hoffentlich nachholen.
00:06:40: Denn es hat mich total gerissen, haben mich total beschäftigt, hat mich aber auch total motiviert.
00:06:46: Ich hab letztens auch ein cooles Video von Isabel Wert gesehen.
00:06:49: Jetzt versteht mich nicht falsch, ich bin kein großer Fan von der Art der Dressorreiteral.
00:06:56: Aber was mich so gerissen hat, war dass wir eine normale FN-Piafpassage gesehen haben und danach ist das Pferd am hingegebenen Zügel gang normal rausgetrat.
00:07:06: also auch das hat mich total bewegt.
00:07:10: die gute Nachricht des.
00:07:11: Also es gibt sie!
00:07:13: Es gibt sie da draußen.
00:07:14: Wir müssen sie nur finden.
00:07:15: jetzt machen wir die Klammer aber wieder zu Und kommen zurück zu dem Dass wir das so selten sehen dass das entsprechend so außergewöhnlich für uns ist, wenn wir das denn sehen können.
00:07:29: Wir sind also gewöhnt an die Pferde, die eher einen unregelmäßigen Gang haben – auch noch mal das Thema Schenkelgänger, Rückengänger und so ein bisschen – zwischen den Gleiten nicht gleichzeitig sind, die sich immer wieder verbiegen oder verstellen oder eben gar nicht biegen, nur gerade bleiben.
00:07:44: Man merkt einfach, die Bewegung ist nicht stimmig beginnt die Suche.
00:07:50: Das ist ja auch oft das, was wir bei uns in den Ganganalysen sehen.
00:07:55: Ihr wisst ja, wir haben die Ganganalyse so ein bisschen als Gatekeeper vorgeschaltet Das heißt als Gatekeeper, wir haben die so als Einstiegsprodukt vor den Campus vorgeschaltet.
00:08:06: Damit wir euch wirklich auch da unterstützen können, wo ihr Hilfe braucht.
00:08:11: Das hilft mir, dass wenn ich euch Waldunterricht verkaufe fährt hat ein ganz anderes Problem, sodass wir dann eben gemeinsam hingucken und sagen können Wir unterstützen euch da, wo Ihr Hilfe braucht Sei das beim Gang zum Tierarzt oder sei das erstmal überhaupt abzuklären?
00:08:27: Wo sind denn hier Belastungsgrenzen?
00:08:29: oder um auch Trainings Rehabilitationspläne aufzubauen?
00:08:33: und dann freue ich mich, wenn wir auch Sitzarbeit machen können.
00:08:37: Wenn wir auch Schulter herein üben können!
00:08:39: Ich weige aber mit lahmen Pferden so zu tun als ob die Seitengänger alle Probleme lösen könnten oder die Versammlung der heiligen Geist.
00:08:48: das geht nun mal einfach nicht So, jetzt zurück aber wirklich hier zu meinem Thema.
00:08:52: Ihr merkt es reißt mich immer wieder wenn wir darüber sprechen denn eigentlich sollte das so selten sein...so selbstverständlich sein dass wir die Frage stellen wo liegt denn hier eigentlich das Problem?
00:09:06: und dann kennen wir das.
00:09:08: sehr schnell richtet sich der Blick sehr lokal auf die Gliedmaßen.
00:09:14: Wir schauen irgendwie vielleicht noch auf Abflugsymmetry-Takt Und versuchen das, was wir sehen an einem Ort einzuordnen.
00:09:21: Gerne an einen Bein, ein Gelenk einer Struktur finde ich total nachvollziehbar.
00:09:27: Im Moment sind Fascia Trains ganz modern.
00:09:30: auch das finde ich Total Nachvollzieber.
00:09:35: Aber auch das ist alles schon mal eine Verkürzung denn das würde voraussetzen dass Bewegung wirklich dort entsteht wo wir sie sehen.
00:09:44: Spoiler tut es ja aber nicht.
00:09:49: Wenn wir also diese Frage oder diese Fragen beantworten, hängt das natürlich auch total stark davon ab.
00:09:56: Durch welche Brille wir gucken?
00:09:58: Welche Brille wer tragen?
00:10:00: als Reiter oder Trainer denken wir in Training.
00:10:04: überraschung.
00:10:06: Wir gehen das jetzt hier und korrigieren wir wiederholen die Grundannahme ist dass Bewegung formbar ist und dass wir sie durch Training beeinflussen können können wir ja auch, aber eben nur limitiert.
00:10:18: Und daraus entsteht oft eine ganze Implizit des Versprechen, dass sich diese Auffälligkeiten durch Training lösen lassen.
00:10:27: Das ist für mich immer wieder so.
00:10:31: das Problem ein bisschen für mich wenn ich mir Instagram angucke und warum mit den sozialen Medien... Nicht so richtig, ich werd damit nicht so richtig waren.
00:10:41: Also mein Content ist einfach zu lang um den auf dem Instagram-Post runterzudampeln.
00:10:48: Ich geb mir Mühe aber ich krieg's irgendwie...ich kriege es nicht richtig hin Denn so einfach ist das nicht.
00:10:55: Das ist nicht dieses typische Vorher-Nachherbild und wenn ich jetzt sieben, zwanzig mal in Kreislogen gehe dann wird es besser oder wenn ich dreifünfzig Raumwerks mache, dann wird das besser oder dreifünftig schulbar an sondern mir geht's immer darum diese komplexe Struktur erstmals zu sehen und zu begreifen im wahrsten Sinne.
00:11:16: Und ich finde es ganz schwierig, dass ist nämlich das was ich so oft sehe und ich glaube auch das wo ich mich so schwer mit tue wenn ich mir die sozialen Medien eben angucke Das ist das Verständnis für das Prinzip Hoffnung.
00:11:32: Ich habe immer das Gefühl oder wir haben Ganz ganz viele Pferde da draußen, die wirklich Hilfe bräuchten und wir haben ganz viele großartige Pferdemenschen daraus, die das wissen.
00:11:47: Und die würden ihren Pferden so unglaublich gerne helfen wenn sie denn wüssten wo sie suchen müssen oder was sie tun könnten.
00:11:59: Und wenn wir uns dieses Prinzip jetzt angucken, der über Ort machten Strukturen in den nächsten Folgen.
00:12:05: Dann wird das Haupt glaube ich ein kleines bisschen klarer auch warum wir den Blick wegschiften können von dass eine Gelenke ist kaputt.
00:12:13: hin zum Thema.
00:12:14: ja nur Kollegen nennt es Body Lame.
00:12:18: Das finde ich einen ganz passenden Begriff eigentlich dafür, dass wir eher sagen der ganze Körper tut weh oder ein Teil des ganzen Körpers tut wehh.
00:12:31: Und es ist nicht das eine Gelenken, daß wir eine Spritze setzen müssen.
00:12:34: und wenn das Pferd eben durch die ganz klassische Beugeprobe beim Tierarzt negativ durchgeht also keine Auffälligkeiten hat, nicht stärker oder weniger starke Plam ist als vorher, dann muss er in Ordnung sein.
00:12:50: Dann gehen die Pferde undiorganistiziert nach Hause.
00:12:53: dann passiert das, was ich gerne das Prinzip Hoffnung nenne.
00:12:58: Dann werden solche Menschen, die ihren Pferden so gern etwas Gutes tun möchten, oft Opfer manchmal sechstenhafter Strukturen von einigen Propheten und Heilern, egal ob im therapeutischen Bereich oder im Trainingsbereich ... die dann sagen, ihre Methode kann alle Probleme lösen und wir müssen nur das machen.
00:13:25: Und es wird ganz... Es wird ganz wild!
00:13:29: Denn alle behaupten einen sowohl traditionellen als auch evidenzbasierten Hintergrund zu haben und die wenigsten haben das dann.
00:13:38: Und an dieser Stelle möchte ich euch gerne noch mal ans Herz legen, also ein bisschen ans Herzlegen kritisch zu denken, euch im Zweifelsfall immer die Studie anzugucken, die dazugehört zu der Behauptung, die gerade aufgestellt wird.
00:13:53: Wenn es nur eine Einzelstudie ist, ist es nie aussagekräftig, sondern wir müssen diese Studie immer in ein komplexes System setzen.
00:14:03: Ich kann euch ein Beispiel geben ich lese gerade ein fantastisches Buch zum Thema Equal Biomechanics mit ganz entspannten Taußenfünfhundertseiten dass sich Mühe gibt, den aktuellen Stand der Forschung zusammenzufassen und keine Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
00:14:21: Also ich finde das muss man so ein bisschen einordnen, denn ich sehe immer wieder gerade auf Instagram da gibt es Accounts CZ mir regelmäßig die Schuhe aus.
00:14:32: Die empfehlen dann so Geschichten wie wenn das Pferd nicht läuft für Kilosoja zu füttern oder so anderes Thema aber You get it, oder dass wir das für Gelenkeschützen dadurch versammelt arbeiten.
00:14:48: Wilde Nummer!
00:14:49: Wir könnten da ganz viele Gegenstudien zu setzen und sagen, dass alles was über hundred-achtzig Sekunden isometrische Arbeit ist eher den Gelenk beschadet als dass es hilft.
00:14:59: also Das Problem ist eben immer der fehlende Kontext.
00:15:02: zurück zum eigentlichen Thema hier.
00:15:06: Das ist also auch das Thema, wenn wir zum Beispiel zum Tierarzt gehen und der Tierarst nicht darauf geschult ist, komplexe Probleme anzugucken.
00:15:16: Tierärzte können auch nicht alles machen?
00:15:19: Ich sage das immer wieder an der Stelle – es muss kein schlechter Tierarz sein!
00:15:23: Das verbitte ich mir, sondern das ist vielleicht einfach ein Tierarzne mit einem anderen Spezialgebiet.
00:15:28: Wenn ich ihn schnupfen habe, dann gehe ich ja auch nicht zum Gynäkologen nicht wahr?
00:15:34: Das heißt, da müssen wir immer so ein bisschen gucken.
00:15:36: Wo gehören wir denn eigentlich hin?
00:15:38: Da können wir dann gerne auch im Zweifelsfall helfen, ein bisschen fortzuvertieren und zu sagen was, wo könnte man denn gegebenenfalls sinnvoll weiter suchen um dann mit dem Tierärzt zusammenzuarbeiten, gegen den Tierarzt zu arbeiten.
00:15:55: Ich mag das gar nicht wie die Tierärzte teilweise in Verruf gebracht werden.
00:16:01: Es gibt viele tolle Tierärzte, die einen richtig guten Job machen und das darf man immer wieder sagen.
00:16:09: Und sie können auch nichts dafür, dass manche Bereiche an der Uni einfach nicht gelehrt werden.
00:16:15: Das ist ja total überhaupt nicht verwerflich!
00:16:21: Genau.
00:16:22: So, wenn ich ein Röntgen gerät halten soll, weil ja auch nicht wo ich draufgucken muss.
00:16:25: Also immer jeder das was er kann und zusammen können wir besser.
00:16:32: Aber natürlich ist es ein Problem dass wenn ich zum THG und der wagt auch entsprechend des aktuellen Standes der Forschung oder der Ausbildung den es da gibt also das Pferd ist klinisch erst mal nicht lahm.
00:16:46: Ich sehe auch dass der beide Beine durch dem Boden schleinst aber Klinisch ist er nicht lahm.
00:16:51: Und trotzdem hat er was und oft wissen wir dann nicht, wo man weiter suchen kann.
00:16:56: Das liegt einerseits teilweise daran dass die Diagnostischen Mittel noch nicht so weit sind wie man sich sie wünschen würde.
00:17:02: Es gibt zum Beispiel noch keine Möglichkeit um Hüften wirklich vernünftig zu röntgen.
00:17:08: Ich bin beziehunglich sicher das Beziehungen viele Fälle mit HD haben werden sobald es möglich ist genauso wie wir das behunden haben und beim Menschen haben.
00:17:17: Das ist eigentlich nur eine Frage der Technik und nicht eine Frage von, gibt es das auch beim Pferd?
00:17:22: Oder gibt es dass nicht?
00:17:24: natürlich.
00:17:25: Klar.
00:17:26: Und dann gibt es den Therapeuten, der irgendwie kommt zum Beispiel die Faszientherapeutin gerne auch mit dem Pizzarrat zum Faszienlösen.
00:17:33: Da verschiebt der Fokus sich erneut und dann sucht man Spannungsmuster und Restriktionen im Gewebe- und nach Veränderung in Gleitfähigkeit und Organisation von Faszinen.
00:17:42: ich finde den Ansatz total gut!
00:17:44: Ich arbeite selber damit aber das hilft uns alles nichts weiter wenn wir die Frage nicht stellen warum haben wir denn hier eine Restriktion?
00:17:51: Und da des Pudels Kern finden können Wie jede dieser Perspektiven ist total sinnvoll und trägt zum Gesamtbild bei, aber alle haben eben auch eine Einsp... und immer dann, wenn wir Probleme tatsächlich nur lokal suchen ist unter Blick fällt eben sehr klein.
00:18:10: Ich glaube da beginnen viele der Missverständnisse.
00:18:13: die haben denn was?
00:18:15: Wenn Bewegung nicht dort entsteht wofür sie beobachten?
00:18:17: also was wenn die Bewegung gar nicht in den Gliedmaßen entsteht sondern das Ergebnis eines Prozesses ist der lange vorher stattgefunden hat?
00:18:28: Und hier geht das eigentliche Thema des Podcasts heute Denn wenn wir den Gedanken ernst nehmen, verändert sich unsere Frage.
00:18:36: Dann geht es nicht mehr nur darum wo das Problem sitzt sondern wie Bewegung überhaupt entsteht.
00:18:42: und ich glaube, wenn wir das ein bisschen besser verstehen dann können wir auch breiter gucken und können wir breiter aufmachen in unseren Ideen.
00:18:50: Jetzt verlassen wir also das lokale Denken und beginnen Bewegungen als System zu betrachten denn Bewegung ist überhaupt kein isoliertes Ereignis und entsteht nicht im einzelnen Gelenk und vor allem auch nicht ausschließlich durch die Aktivität eines Muskels.
00:19:05: Sondern es ist das Zusammenspiel aus verschiedenen Strukturen, Kollegen von mir sollen immer, wäre schön wenn so einfach werb?
00:19:11: Finde ich auch, wär schön, wenn so einfacher!
00:19:14: Ist aber selten, wenn wir tatsächlich da reingucken was für komplexes System mit der Natur gebaut hat, ich stehe immer wieder nur daneben und komme aus dem Staunen nicht raus.
00:19:27: Total, wieso fantastisch komplexe funktionale Systeme entstehen konnten.
00:19:35: Wir haben also hier um Bewegung entstehen zu lassen – wir haben das im vorvorletzten Podcast glaube ich schon mal kurz angeguckt – einen Zusammenspiel aus neuromotorischer, heißt das Wort Organisation, aus Koordination und der Fähigkeit des Körpers Energie zu übertragen und auch zu nutzen.
00:19:55: Das System an sich organisiert sich dann ganz gut, ganz selbstständig und organisiert es sich eben auch zum Beispiel um Lesionen oder Schmerzer rum.
00:20:05: Nima!
00:20:07: Bewegung wird also nicht einfach von den Füßen gemacht sondern entsteht aus dieser Gesamtorganisation heraus.
00:20:13: Um das ein bisschen besser zu verstehen lohnt sich auch der Blick auf die wissenschaftliche Herleitung Und wie dieser Blick sich in den letzten Ja ich würde gerne sagen Jahren aber das stimmt nicht eher Jahrzehnten verändert hat.
00:20:28: Denn historisch wurde Bewegung langer Zeit vor allem mechanisch beschrieben, erst wurde der Körper vor allen in Hebeln gedacht, in Gelenken und Kräften.
00:20:38: das Modell ist mega stark getreten von einer klassischen Physik und erklärt ziemlich gut wie kräfte wirken und die Bewegung abläuft.
00:20:46: Das beschreibt die Kinematik und die Dynamik ziemlich präzise und ist auch nicht überflüssig.
00:20:53: Wir brauchen das immer noch, wir müssen halt nur auf jenseits der Gliedmaße denken.
00:20:57: Ich glaube es ist ganz wichtig so klar zu machen dass wir nicht in der Gliebmaße stecken bleiben was eben nicht erklärt ist wie Bewegung organisiert und generiert wird.
00:21:09: Die Antworten die finden wir wenn wir ein bisschen in die Evolutionsbiologie schauen.
00:21:17: da sehen wir nämlich ein anderes Bild Und aus der Evolutionsbiologie kennen wir früher Formen der Fortbewegung, wie zum Beispiel bei Landtreten oder Fischen.
00:21:26: Im Campus habe ich da mal vor zwei oder drei Jahren ein schönes Webinar zugemacht und haben uns da auch mal angeguckt.
00:21:33: Da gibt es aus der Forschung ganz coole Videos, wie die kleinen Mäuse wenn sie an Land kommt weiter hübschen.
00:21:43: also die dynamische Organisation in der Dirbelsolle, die funktioniert weiter.
00:21:49: früher Formen der Fortbewegung, also machen wir auch hier die Kleine noch mal zu zum Beispiel Lampreten oder Fischen basieren eben nicht auf den Gliedmaßen sondern sie basieren auf der Bewegung entlang der Körperachse.
00:22:01: Diese Forme fortbewegungen wird als aktiale Fortbewegerung bezeichnet und entsteht dann durch Ja, das Fachwort dafür ist laterale Undulation.
00:22:13: Brauchen wir uns nicht merken?
00:22:14: Ist total egal!
00:22:16: Kannst du dir vorstellen es eine wellentörmige Bewegung entlang der Wirbelsäule?
00:22:19: Stell dir ne Schlange vor dann hast du das Bild ziemlich gut.
00:22:23: die hat ja auch keine Gliednossen.
00:22:26: Die Bewegungen sind rhythmisch organisiert und werden neurologisch gesteuert.
00:22:30: Und dabei spielen dann, wenn das übertragen wird vor allem auch auf die Beine so kleine Schaltstellen eine zentrale Rolle.
00:22:38: und die kleinen Dinger, die heißen Central Pattern Generators.
00:22:41: Das ist bei Fischen zum Beispiel ein paar anderen Reptilien ziemlich gut belegt da es auch bei Kleintieren Forschung viel Forschung dran betrieben worden auf Großtiere.
00:22:57: Übertragen auch beim Menschen haben wir ziemlich viel Forschung dafür.
00:23:01: Beim fährt jetzt eher nicht so, da geht es eher über darum dass die Forschungsergebnisse übertragen worden sind.
00:23:08: das muss man immer ganz klar ein bisschen einschränkend dazu sagen.
00:23:12: Wir können davon ausgehen Dass das bei allen Wirbeltäern nicht gleich aber ähnlich organisiert ist hat auch einen ethischen Aspekt denn Man müsste davon aus gehen dass die Tiere die Versuche nicht überleben.
00:23:25: also gerade bei diesen Größen Das ist ziemlich schwierig.
00:23:29: Deswegen arbeitet man mit diesen Modellen hier und das macht auch absolut Sinn!
00:23:38: Wir können also davon ausgehen, dass diese Central Pattern Generators auch beim Pferd mit zentrale Rolle spielen – auch wenn es keine Eins zu Eins Studien beim Pherd dazu gibt.
00:23:48: Das sind neuronalen Netzwerke im Rücken die in der Lage sind rhythmische Bewegungsmuster zu erzeugen ohne dass wir hier einen bewussten Vorgang haben, das ist keine bewusste Steuerung.
00:23:59: Sagen wir mal einer was von Neffensystem Regulation erzählen.
00:24:04: Forschung gibt es in dem Bereich.
00:24:06: ganz viel können wir euch gerne Mal wieder verlinken.
00:24:08: da gibt's zum Beispiel Grillner oder McCree und Ryback Da gibt es ziemlich viel aus allen möglichen Dekaden.
00:24:15: sehr zeigt sehr deutlich dass Es hier eben grundlegende Bewegungsmuster auf Spinaler Ebene gibt die da generiert werden dann erst später auf die Gliedmaße übertragen werden.
00:24:29: Das bedeutet also, dass die Bewegung nicht primär in einem einzelnen Muskel entsteht und auch nicht ausschließlich von Gehirn gesteuert wird, aber das eben diese sensorische Barnennährung von außen im Gehirnt verarbeitet wird und durch das zentrale Nervensystem auf der Ebene des Rückenmarks organisiert weitergegeben wird dann über die Central Pathogenerators an die Gliedmaße übertragen werden.
00:24:56: Und da kommen wir zu der Evolution der Säugetiere, denn dann kommen die Glietmaßen mit ins Stiel!
00:25:03: Die erweitern die Möglichkeiten der Fortbewegung dann nämlich erheblich.
00:25:08: Aber die aktiale Organisation, also die Organisationen oben in der Wirbelsäule, bleibt bestehen und wird nämlich ergänzt durch die Gliedmaße und nicht ersetzt.
00:25:18: Und das führt zu einem entscheidenden Punkt und auch zu dem entscheidendem Punkt in unserem Denken.
00:25:24: Fortbewegung ist kein rein gliedmaßengesteuertes oder getriebenes System sondern ein axial-appendikulär... Ich kann es kaum aussprechen dieses Wort... die Kohleer gekoppeltes System.
00:25:38: Traum wir uns nicht merken, können wieder vergessen.
00:25:40: was zu behalten darf ist die Schlangenbewegung in der Wirbelsäule die dann an den Central Pattern Movement Generators also an diesen Schaltstellen einmal in der Vorhand und einmal im Lombosakralbereich für die Hinterbeine auf die Gliedmaßen übertragen geht.
00:25:57: und dass das fährt sich auch nicht entscheidet, Schrittrap oder Galopp zu gehen.
00:26:02: Und ich denke mir jetzt gar wieder mal an, sondern dass es immer neurologischer Prozess ist und nicht primär nicht willentlich gekoppelt, sondern involuntary also als Antwort auf die Umgebung erstmal.
00:26:16: Wenn wir das abrufen wollen in der Arbeit dann steht ja eben dieser kognitive Prozess vor um das überhaupt ansteuern zu können, wenn das Pferd es eben kann.
00:26:25: Umgekehrt ist es viel interessanter für uns, wenn ein Pferde nämlich zum Beispiel die Gangart nicht halten kann.
00:26:30: Wir sehen ganz viele Pferden, die Probleme haben, Schritt zu gehen oder Trabzugehen und Ausdauertrapp zu gehen und ständig die Gang-Art wechseln.
00:26:37: Da müssen wir uns immer bewusst darüber sein... was ich gerade erzählt habe.
00:26:42: Das ist kein willentlicher Prozess, die sagen nicht oh Mensch hab keine Lust mich zu bewegen jetzt gehe ich doch mal Schritt sondern irgendwas in diesem neurologischen System sagt es verpippen.
00:26:51: Trapp geht grad nicht.
00:26:52: machen wir meine andere Gangart die für uns irgendwie eine bessere Kompensationsmöglichkeit bietet so rum müssen wir denken.
00:26:59: oder auch wenn sie Probleme haben den Schritt zu halten zum Beispiel Pferde mit einem starken Schmerz gestehen haben, die aus welchen Gründen auch immer.
00:27:08: Egal ob auf einer örologischen Natur oder weil da also nicht was los ist vielleicht ein Bonespannenship im Gelenk ist oder so dass es die Verkürzung der Standbeinfase Sinn macht.
00:27:22: sie also nicht zu lange auf einen Bein stehen wollen dann machte dann haben wir Probleme das die lange Standfeinfase auszuhalten und fallen dann eben ziemlich schnell in den Trapp rein.
00:27:38: Das ist also das, was ich euch mitgeben möchte diese ganz komplizierten Worte von Axial-Appendiculaire.
00:27:45: Das benutze ich in der Masterclass ansonsten.
00:27:48: Denutze ich da vor auch nicht.
00:27:49: deswegen geht es mir auch nicht über die Lippen.
00:27:50: Das muss ich ablesen.
00:27:52: genau Wenn wir also die Erkenntnisse aus der Evolutionsbiologie, Neurologie und Biomechanik zusammen denken entsteht ein Modell was nochmal einen anderen Hintergrund hat.
00:28:05: Das kommt von Gratokovsky.
00:28:09: genau das ist aus dem aus den letzten Jahrhunderts ist es gedacht.
00:28:12: das kommt also aus dem Ich glaube, Russische Subjetunion war das damals bereif.
00:28:17: Das ist die Idee der Spinal Engine als Bewegungsgenerator Movement Generator.
00:28:24: Das Modell ist also im engsten Sinne kein einzelner Motor sondern ein funktionales Erklärungsmodell.
00:28:31: Ist ganz spannend was ihr da gemacht habt!
00:28:33: Der hat sich Leute angeguckt Kriegs-Veteranen auch angegückt keine Arme, keine Beine mehr hatten und hat damit dann seine Theorie beweisen können.
00:28:45: Dass wir also diese schlangenartige Bewegung in der Wirbelsäule brauchen um die Gliedmaßen zu bewegen nicht umgekehrt.
00:28:52: GIFTS OF YOUTUBE müsste mal googeln gibt es auf YouTube ziemlich coole Videos zu.
00:28:56: gucken uns natürlich in der Masterclass nochmal ein bisschen mehr Detail an.
00:29:01: In dem Modell wird die Wirbelsäule dann eben nicht mehr als passiver Stabilisator betrachtet, obwohl das auch eine ihrer Aufgaben ist.
00:29:11: Die Wirbelsääule kann nämlich viele Dinge gleichzeitig – die muss ich gar nicht entscheiden!
00:29:15: Die passive Stabilisator ist oder die zentrale Koordinationserreinheit, die kann einfach beides und nebenbei schützt sie noch das zentrale Nervensystem.
00:29:23: Krasses Ding!
00:29:24: Das kann alles möglichen.
00:29:27: Sie verbindet dann auch auf der mechanischen Ebene vor- und hinterhand und überträgt Kräfte und ermöglicht es dem Körper, Energie effizient zu speichern wieder freizusetzen.
00:29:37: Die macht dann auch das Teil einer Art Energie Recycling, was oft eine der Gründe ist, dass wenn wir da oben Probleme haben, dass die Pferde so langsam werden oder das eben, wenn irgendwie Hüfte wehtun, dass alles so klemmig kurz wäre.
00:29:57: Biomechanisch lässt sich das über die Kopplung verschiedener Freiheitsgrade innerhalb der Wirbelsäule beschreiben.
00:30:04: Das ist eine Studie, über die wir ziemlich oft hier reden oder auch in der Masterclass legen.
00:30:10: Das können wir haben, oder haben sich unter an Landpläten und Hops, sehr, sehr genau angeguckt, sehr beschrieben werden wie viel was kann.
00:30:20: Und das ist ein spannendes Koppelungssystem aus Rotation, lateraler Flexion sowie Flexion Und Exzension, vor allem mit dieser Flex-Exk Komponente drin.
00:30:33: Die ganz wichtig ist.
00:30:34: und v.a.
00:30:35: im Torax haben wir die Rotationsebenen da drinnen, die eben auch bei uns Menschen ganz, ganz wichtig sind in der Brustwirbelsäule die Rotation, die aus uns keiner... Ich erklär's noch mal anders.
00:30:47: Ist die Rotation eingeschränkt, haben wir automatisch Passgänger und keine Diagonal-Gänger mehr?
00:30:52: Das stimmt bei Pferden!
00:30:54: Da stimmt auch beim Menschen.
00:30:55: der Schülerin mit ihren Isländern hat mich am Wochenende gefragt.
00:30:59: Die unterrichtet auch sehr viel wie sie denn mit Pferde arbeiten kann, die immer nur pass anbieten.
00:31:05: Der Pass kann nicht angeboten werden wenn das fährt auf dieser funktionalen Einheit locker gelöst ist, dann geht das nicht mehr.
00:31:15: Also wenn wir eine Rotation im Brustraum haben, können wir ganz kein Pass machen?
00:31:19: Die spannende Frage ist dann, wenn es immer nur passen gehen kann aber keinen Schritt und keinen Trab.
00:31:25: die spannende frage wäre da nicht wie kann ich machen dass es kein pass mehr geht wenn wir davon ausgehen dass es wert keine angst vom Ausbilder hat und deswegen machen muss es schnell genug weg kommt sondern die spannenden frage wären dann zu fragen warum kann es keine rotation zeigen?
00:31:39: so um dürfen wir also denken ist also spannend, da auch noch mal in die equine Biomechanik reinzugucken.
00:31:47: Und ich mag die Studie von Clayton & Hobbs weil sie eben auch sehr klar macht dass die Wirbelsäule zwar eine funktionale Einheit ist aber jedes hier im Endeffekt jedes Facettengelenk oder jedes Gelenk nochmal eine eigene Mobilität hat und die Wirbelsäule viel näher kann wie wir das aus der String and Bow Theory zum Beispiel kennen.
00:32:08: dieses aufspannendes Bogen als Theorie Die kann viel mehr, die kann jedes Segment Einzelnd bewegen, was uns dann wiederum auch im Rückschluss erklärt.
00:32:18: Warum einzelne Segmentekissins Beins haben können und andere nicht oder einzelne Gelenke in der HWS eine Facettengelenksatrose zeigen und andere wieder nicht.
00:32:30: Macht dann auf einmal total Sinn!
00:32:33: Das bedeutet also nehmen wir diesen Gedanken ernst.
00:32:37: Nehmen wir den Gedanken ernst, dass wir die Gedanken ernst von Kratowkiewski, wenn wir die Gedanke ernst nehmen.
00:32:44: Von Kläten und Hops zum Beispiel und auch all dem was wir aus der Evolutionsbiologie wissen dann verändert sich eben der Blick auf Bewegung ganz rund Und dann haben wir in den Gliedmaßen nicht mehr den Ursprung der Bewegungen, sondern sie sind der Ausdruck der Bewegung.
00:33:05: Das was wir im Gangbild sehen ist das Ergebnis des organisierten Musters von oben.
00:33:11: Jetzt macht es auch wieder Sinn, was ich in dem anderen Pappers erzählt habe.
00:33:14: Wenn wir uns Bewegung in der Mitte ansehen, dass das immer ein Zusammenspiel ist aus Neurologie und Physiologie.
00:33:20: Hier einen Ausflug in die Physiologien und in die Neurologe, in die Energetics.
00:33:25: Das, was oben reingeht aber auch wie es verwertet wird und dann in die Fluidität wo wir zum Beispiel unter anderem die Gleitfähigkeit von Faszien anschauen.
00:33:35: dürfen.
00:33:36: Ich würde euch also total gerne sagen, kauft euch alle einen Pizzaroller, rollt dann mit die Faszien entlang und deinem Pferd wird es großartig gehen.
00:33:45: Stimmt aber nicht!
00:33:46: Vielleicht können wir mit Faszienten arbeiten um zum Beispiel den Schmerzgeschehen zu unterstützen und ja, Schmerzenmanagement zu betreiben
00:33:56: z.B.,
00:33:56: vielleicht können wir damit arbeiten wenn wir aus irgendwelchen traumatischen Gründen mein Pferde sehen gefallen, meinen Pferdd hat... Man weiß es nicht.
00:34:05: Mein Pferd hatte vielleicht ein orthopedisches Trauma, soll ja auch vorkommen Trittverletzung oder so und hat deswegen lokal Muskeln oder Faszien die irgendwie in einem Spannungszustand geblieben sind wo sie alleine nicht mehr rauskommen.
00:34:21: aber in den allermeisten Wellen dürfen wir uns die übergeordneten Systeme anschauen.
00:34:28: Genau deshalb sind vielleicht dann auch viele Bewegung Auffälligkeiten schwierig zuzuordnen, wenn wir eben diese übergeordnete Denkweise nicht haben.
00:34:37: Weil sie eben nicht stabil lokalisierbar sind und nicht klar einem einzelnen Gewebe zuzuorden.
00:34:45: was wir sehen ist also nicht ein isoliertes Effekt sondern die Anpassung des Systems.
00:34:52: Und ich glaube Da wird spannend.
00:34:56: und genau deswegen habe ich mich dazu entschieden, weil wir jetzt schon wieder ziemlich lang dabei sind.
00:35:02: Habe ich mich da zu entschieden dass wir eine Serie daraus machen und nicht gar nicht erst versuchen das alles in einem Podcast zu erschlagen?
00:35:11: Ich freue mich auf euer Feedback zum Podcast!
00:35:14: Und bitte euch wie gewohnt lasst uns ein Abo oder einen Like da auf welchem Kanal du uns auch immer hörst.
00:35:24: Teil den Podcast gerne mit auf Social Media, denn ich hab keine Lust mehr auf Instagram.
00:35:31: Nein!
00:35:33: Ich habe keine Lust für den Algorithmus zu arbeiten.
00:35:35: Ich hab viel mehr Lust solche Geschichten hier mit euch zu machen und euch Blugedenkanstöße zu geben.
00:35:42: Irgendwie bin ich besser da dran?
00:35:43: Ich bin nicht so gut da drin.
00:35:44: Ähm ... Ich weiß nicht, drei verschiedene Arten bin Schulter heran vorzutanzen.
00:35:49: Habe ich lange gemacht.
00:35:51: Ja, jetzt machen wir das anders oder anders.
00:35:56: Jetzt machen wir da weiter.
00:35:57: Denn wir werden am Ende dieser Serie sehen ... Wir spannen den Bogen wieder zurück zu unseren Lektionen, denn dann wird es auf einmal ganz sinnvoll, warum Seitengänger manchmal helfen und manchmal eben auch nicht!
00:36:13: Und wie wir das ganz simpel als Trainer- oder Therapeut vor allem im Training wieder anwenden können und was uns das alles erzählt.
00:36:22: Ich hoffe, die Serie macht euch ganz viel Spaß!
00:36:24: Ich hoffe der Podcast hat euch Spaß gemacht.
00:36:26: Ich bedanke mich für eure Unterstützung entweder als Mitglied bei Equidemia oder über das Teilen und Liken und freue mich auf euer Feedback.
00:36:38: Bis dahin einen schönen Tag noch.
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