Die Wirbelsäule des Pferdes als Multitasker

Shownotes

In dieser Folge tauchen wir tief in die komplexen Zusammenhänge der Pferdebiomechanik und Neurologie ein. Ich erkläre, warum das Verständnis der Wirbelsäule und des zentralen Nervensystems entscheidend ist, um Pferde besser zu trainieren, Schmerzen zu erkennen und die Bewegungsqualität zu verbessern.

Key Topics

  • Evolution und Bewegungsmechanik des Pferdes
  • Die Wirbelsäule als Zentrum für Bewegung, Stabilität und Sensorik
  • Die Bedeutung der „Spinal Engine“ im Training
  • Systemisches Denken statt isolierter Problemanalyse
  • Nervensystem, Propriozeption und Bewegungssteuerung
  • Einfluss von Reiter, Sattel und Equipment auf die Wirbelsäule
  • Ursachen und Kompensationen bei Lahmheiten und Schmerzen
  • Effizienz von Bewegung, Faszien und Energie-Recycling

📚 Quellen Principles of Animal Locomotion — R. McNeill Alexander 👉 https://cart.press.princeton.edu/principles-of-animal-locomotion-pb.html Forschung zu Central Pattern Generators (CPGs) 👉 https://www.science.org/doi/10.1126/science.3975635 Studien zur thorakolumbalen Wirbelsäule & equiner Biomechanik 👉 https://beva.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/evj.12662

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallöchen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge bei Equidemia Insights.

00:00:06: Wenn ich mich heute ein kleines bisschen anders anhöre als sonst, dann liegt es daran dass wir mit einem neuen Programm rumspielen und ehrlich gesagt noch nicht so genau weiß wie das funktioniert aber wir werden es herausfinden.

00:00:19: Learning by doing!

00:00:19: So war das doch also nochmal.

00:00:22: herzlich willkommen zur einer neuen folge equidemia insides.

00:00:26: pferdetraining neu Denken.

00:00:30: Mein Name ist Celina Skogan und ich bin die Gründerin von Ecuador.

00:00:35: Unsere Mission bei Ecuador ist es Pferdetraining so zu denken, dass es Evidenz passiert und vor allem auch empathisch ist.

00:00:45: Wir gucken uns dafür ziemlich komplexe Themen an und bereiten die in der Praxis für euch so auf, dass sie wirklich ankommen und eine Schnittstelle schaffen zwischen Evidenzen und dem was wir täglich mit unseren Pferden tun.

00:00:58: Denn ich glaube ganz fest daran das die meisten von unserer Pferde echt lieb haben besser verstehen.

00:01:07: Wenn wir Pferde besser verstehen, dann brauchen wir weniger Glaubenssätze und brauchen viel weniger Druck- und Stress im täglichen Umgang und können so mehr Leichtigkeit für uns alle finden – für unsere Pferda aber eben auch für uns!

00:01:22: Damit können wir die Brücke bauen zu dem was wir letzte Woche gemacht haben.

00:01:26: Letzte Woche haben wir angefangen uns die Wirbelsäule des Pferdes anzugucken.

00:01:31: Ich habe einen kleinen Ausflug mit euch gemacht in das Thema Bewegungswissenschaften und würde ganz gerne noch ein bisschen weiter mit euch reingehen, ihr wisst ich sitze gerade hier in meinem Sommerhaus.

00:01:43: Und meinem Sommerhausschön wäre es mein, ich sitz hier grad hinter der Enklave und beschäftige mich oder schreib grad einem Buchkapitel oder schreibe an einem Buch.

00:01:55: Es kommt auch noch einen Vortrag zu den Themen.

00:01:57: Das ist ein ganz großes Thema, da können wir Jahre quasi Content rausgenerieren und beschäftigen mich gerade nochmal sehr mit dem Thema oder der Idee der Spinal-Engine.

00:02:11: Für alle, die letzte Woche nicht dabei waren und nicht mitgehört haben, hole ich euch nochmal kurz ab!

00:02:17: Wir haben über Evolution gesprochen, wir haben uns über die Entwicklung von Leben oder Lebewesen besprochen, da ging es um aktiale Fortbewegung also wie die Wirbelsäule an sich so in dieser Schlangenform quasi Anteil daran hat, das war der Wäsche-Ständer.

00:02:37: Schade!

00:02:38: Falls es im Podcast laut bums, dass war der wäsche Ständer auf der Terrasse?

00:02:41: Na ja zurück zur Wirbelsäule.

00:02:43: Der Wäscheständer hat leider nicht so viel aktiale Bewegung.

00:02:51: Jetzt hat es mir den roten Faden rausgehauen.

00:02:53: Einmal kurz durchatmen, wo ging's denn hier weiter?

00:02:57: Genau!

00:02:58: Es geht um axiale Fortbewegung also das was aus der Wirbelsäule, wenn du das als horizontale Achse siehst... Was aus der wirbelsäulen selber an Bewegungen generiert wird.

00:03:07: Wir haben über das gesprochen, was in der Evolutionsforschung so passiert ist.

00:03:13: In den letzten Dekaden geht es vor allem um Lampreten und also um Fische und darüber warum Bewegungen sehr wahrscheinlich deutlich systemischer organisiert sind als ganz lange angenommen wurde.

00:03:27: Denn ganz lange haben wir Egal aus welcher Perspektive du geguckt hast, ob das der Tierarzt ist oder auch der Reitlehrer.

00:03:36: Auch die Wissenschaft wurde ganz lange davon ausgegangen dass die Bewegung in den Beinen entsteht und darum ist die Idee der Spinal Engine, also systemisch organisiert ist und nicht lokal im Vorderbein und Hinterbein Ein ganz wichtiges Element.

00:03:53: Wir gucken uns, ich weiß nicht ob wir heute schon dazu kommen spätestens im nächsten Podcast auch noch mal an.

00:03:59: was bedeutet das denn für die Dinge die wir draußen auf dem Reitplatz mit unseren Pferden machen?

00:04:06: Was bedeutet das für so Themen wie Rahmengebung, wie Posture, für Dresso-Lektion und so weiter?

00:04:12: und so?

00:04:12: ein klein Ausflug machen wir aber vorher heute vor allem nochmal in die Theorie Kleines bisschen praktischer, ein kleines bisschen biomechanischer.

00:04:25: Wobei ich ja ganz ehrlich auch dieses ganze große Thema Evolutionsbiologie und der Forscher den ich nicht aussprechen kann – Gratukhebski?

00:04:38: Der Russe!

00:04:39: Der coole!

00:04:40: Was er da gemacht hat mit seinen Veteranen an denen er geforscht hat die keine Arme und keine Beine mehr hatten wie da Bewegung in der Wirbelsäule generiert wurde.

00:04:51: Ich finde das mega spannend.

00:04:54: Und als ich das erste Mal davon gehört habe, in einer meiner Ausbildung war das so ein ganz wichtiges Puzzlestück was mir vorher noch gefehlt hat und auch die Idee davon dass die Wirbelsäule ja also früher haben wir eben sehr mechanisch gedacht da ging es von der Gliedmaße aus.

00:05:12: dann gab's jetzt eine ganze Zeit lang die quasi reine Lehre der Tensegralität Wo davon ausgegangen wurde, dass die Knochen irgendwie überflüssig sind und vielleicht dieses Spannwerk quasi mit spannen.

00:05:31: Aber wo alles um Tensekralität geht... Und heute kommt man immer mehr zu dem Punkt, wo man sagen darf.

00:05:37: Die Natur ist deutlich komplexer, aber wir können das nicht so vereinfachen wie wir uns ... So gerne vorstellen würden.

00:05:43: Es wäre so schön, wenn wir Natur und Evolution in einem Satz zusammen passen können.

00:05:48: Stimmt aber nicht!

00:05:50: Sondern wir brauchen beides.

00:05:51: Wir brauchen intensikralem Körper.

00:05:53: Aber wir brauchen eben auch die Mechanik und die mechanischen Funktionen.

00:06:00: Und darüber noch ein paar andere Systeme, die eben auch total wichtig sind.

00:06:04: Ich finde es ganz wichtig das zu verstehen dass das eben ja komplex, aber nicht undurchdringbar ist.

00:06:12: Mehr mehr dimensional, aber in sich so unglaublich logisch dass wenn wir die ganzen Fachbegriffe mal zur Seite schmeißen und das einfach darüber reden wie wir es irgendwie können macht es so unglaubliche viel Sinn und das gibt eben der Ganganalyse Aber auch dem was wir auf dem Reitplatz tun so viele neue Dimensionen.

00:06:40: Und ich habe im Intro spreche immer davon, dass ich mir wünsche, dass wir wieder mehr Leichtigkeit mit Pferden finden und nicht ständig dabei sind das so zu überdenken und zu sagen was darf ich denn jetzt?

00:06:49: Was darf ich nicht?

00:06:50: Und was muss ich ums Musik nicht?

00:06:52: Am Ende des Tages finden wir raus, wenn wir die Wissenschaft da ein kleines bisschen durchdrungen haben – so viel müssen wir eigentlich überhaupt nicht!

00:06:59: Die Natur regelt das ziemlich gut in sich selber.

00:07:05: Ich glaube es geht auch um das Thema Akzept Tanz und da habe ich einen tollen Podcast für euch vorbereitet, kleiner Spoiler.

00:07:13: Der kommt glaube ich in zwei oder drei Wochen mit einer meiner Lieblingskollegin wo wir uns über das Thema Akzeptanz unterhalten werden.

00:07:25: also zurück zum eigentlich roten Faden!

00:07:27: Wir wollten uns ja über die Wirbelsäule noch ein kleines bisschen unterhalten Und über den Punkt, dass die Wirbelsäule tatsächlich viel mehr ist als eine stabile und schon mal gar nicht starre Verbindung zwischen Vorhand und Hinterhand.

00:07:41: Wir dürfen uns das nicht so vorstellen wie ein Besen der dazwischen hängt aber eben auch nicht wie ne labrige wabbelige Schlange, die überhaupt gar keine Eigenspannung hat.

00:07:51: So einfach ist er also...so ist es dann nämlich auch nicht.

00:07:55: irgendwo dazWischen liegt die Wahrheit.

00:07:57: Und damit stellt sich ganz automatisch die nächste Frage.

00:08:01: Ich glaube, wenn wir uns aus der Perspektive nähern – nämlich der Perspective – welche Aufgaben übernimmt die Wirbelsäule überhaupt?

00:08:10: dann wird es auf einmal ziemlich logisch!

00:08:14: Je tiefer wir uns damit beschäftigen, desto mehr merken wir.

00:08:19: also die Wirbelsäule ist biomechanisch ein unglaublicher Multitasker und genau mit diesem Multitasking wollen wir uns heute hier näher beschäftigen.

00:08:30: Die kann nämlich mehrere Dinge gleichzeitig.

00:08:34: Die ist Teil der Kraftgenerierung Also Teil der physikalischen Organisation von Bewegung, das war das Thema der letzten Folge.

00:08:44: Aber eben auch Teil der Kraftübertragung, darum kümmern wir uns wenn wir vor allem die Hinterhand nochmal angucken Aber eben auch die Vorhand.

00:08:54: Sie ist ein Bindeglied, also dritter Punkt, Bindeglied zwischen Vor- und Hinterhand.

00:09:01: Vierter Punkt sie ist ein Stabilisationssystem, fünfter Punkt sie isst ein Schutzsystem für das zentrale Nervensystem und damit gleichzeitig können wir uns jetzt überlegen ob wir es als Einzelpunkt nehmen oder bei fünf mit reinpacken.

00:09:17: Gleichzeitig eng gekoppelt Andersthema-Sensorik und Motorik.

00:09:24: Und genau deshalb bleiben Veränderungen in diesem multitaskingfähigen System, multi komplexen System ganz selten lokal.

00:09:35: denn sobald sich in so einem zentralen Organisationssystem etwas verändert hat das immer Auswirkung auf alles andere.

00:09:45: geht ja gar nicht anders Das geht ja gar nicht anders.

00:09:50: Lass uns mal anfangen mit dem Thema die Wirbelsäule als neu mechanisches System, also weg von der Idee der Mech-Reinen-Mechanik.

00:10:00: Oh wer hat mich denn da gestochen?

00:10:01: Das ist ja lästig!

00:10:03: Weg von der idea der Reihenmechanik dass wir hier einen Bein haben und dann Schulter haben und hinterhand und das sie alle inhebeln organisiert sind und dann den Rücken hochhebeln müssen.

00:10:15: Das ist natürlich ziemlich quatsch, sondern hin zu der Idee der modernen Bewegungsforschung.

00:10:25: und da wird nämlich relativ schnell klar, dass dieses ja Pulli Liva sagen wir auf Englisch also das dieses Hebel diese Hebel Idee ein bisschen zu kurz greift.

00:10:36: Wir haben es beim letzten Podcast schon gesagt und ich möchte das auch an dieser Stelle nochmal wiederholen.

00:10:42: Das bedeutet nicht, dass hier ärztliche Ganganalyse falsch ist.

00:10:48: das bedeutet auch nicht dass wir keine Beugeprobe mehr brauchen.

00:10:52: das bedeutet nur dass ganz oft wenn wir nicht davon ausgehen dürfen davon aus gehen müssen dass es ein lokales Trauma war.

00:11:00: Das Pferd hatte einen Unfall, das hat eine Trittverletzung abgekriegt ist in großes Loch getreten und am Balken gelandet.

00:11:06: man weiß nicht was man sich so ausdenken kann, was alles so dazu führen kann, dass wir uns eine Verletzung an den Gliedmaßen oder eine Verletsung an den Gelenken holen können.

00:11:19: Der Punkt also unser Punkt hier bei academia ist einfach die Welt ist viel größer als nur das.

00:11:24: und trotzdem Auch wenn die Dissorganisation der Bewegung aus irgendeinem anderen Teil der Wirbelsäule kommt, bedeutet das ja nicht.

00:11:33: Dass wenn man fährt Schmerzen im Kapalgelenk hat dass ich mich nicht um die auch kümmern darf.

00:11:37: Also hier so ein kleines bisschen der Disclaimer, dass wir ganz klar sagen müssen in der Realität gibt es beides.

00:11:46: Wir können lokalen Schmerz und lokale Verletzungen haben.

00:11:50: Es geht aber vor allem auch um die ganzen Pferde, die immer so ein bisschen unklar diagnostiziert sind und die ganz offensichtlich Schmerzen haben.

00:11:58: Und dann gehen sie zum Tierarzt und der Tierarzte tut das Beste im Rahmen seiner Möglichkeiten und muss am Ende des Tages sagen Leute ich finde nichts!

00:12:07: Das ist ja das was wir in der funktionalen Ganganalyse machen wo wir viel mit Tierärzten zusammenarbeiten dass wir mit unserem systemischeren Blick mal drauf gucken und uns dann hinterher beraten und sagen Mensch, wo würde es denn gegebenenfalls noch Sinn machen zu suchen?

00:12:24: Oder wenn wer aus der Praxis entweder vom Tierarzt oder einfach weil der Besitzer herausgefunden hat das fühlt sich hier nicht richtig gut an.

00:12:34: Dass wir aus unserer Perspektive da nochmal draufgucken Das sind Punkte, die wir hier im Training berücksichtigen dürfen.

00:12:44: Wo wir im Training nochmal anders drauf gucken dürfen und wenn es mit Training besser wird – großartig!

00:12:49: Wenn's mit Training nicht besser wird ja dann suchen wir die Kooperation mit dem Tierarzt seines Vertrauens zu Hause und beraten uns da noch mal und erzählen dem nochmal was wir sehen, dann erzählt er was er sieht und gemeinsam sind wir meistens häufig bei einer schnellen Lösung.

00:13:10: Es geht also nicht um Tierärzte-Bashing, sondern es geht darum die Perspektiven zu erweitern.

00:13:16: Und es geht da rum Kooperationen einzugehen zwischen verschiedenen Disziplinen Denn gemeinsam können wir meistens das Beste für unsere Pferde und damit auch für die Menschen, die dazu gehören.

00:13:30: rausgehen.

00:13:32: zurück zur modernen Bewegungsforschung.

00:13:35: und da habe ich vorhin schon gesagt wird relativ schnell klar, dass das ein kleines bisschen kurz greift wenn wir eben nur mechanisch auf die Gliedmaßen gucken.

00:13:47: Vor ein paar Jahren war Kissing Spines ein ganz großes Thema.

00:13:51: Ist es auch immer noch, ist das auch heute noch?

00:13:54: Heute verstehen wir aber auch aus der Bewegungsforschung immer mehr, dass Kissings Spines ganz selten sei denn wir haben jetzt wirklich einen wirklich schlechten Reiter und einem wirklich nicht passenden Sattel, dass Kissing Spine ganz selte das Ursprungsproblem sind sondern ganz oft eine ziemlich smarte Lösung des Körpers um etwas zu stabilisieren, was Hilfe braucht, was unter Druck steht und dann müssen wir uns eben angucken warum das Unterdrück steht.

00:14:19: Und das schließt hier den Bogen zu meiner Spinal Engine wieder und das schliesst den Bogan zu dem, was ich euch heute erzählen möchte – wieder!

00:14:29: Die Wirbelsäule an sich ist also erstmal Teil der Organisation von Bewegung selbst und vielleicht ist es die ursprünglichste Funktion der Wirbelsäule, dass sie eine Schutzstruktur ist für das zentrale Nervensystem.

00:14:46: Das Rückenmark liegt da ganz geschützt in der Wirbelsäule.

00:14:50: alle von euch die schon ein kleines bisschen mehr Anatomiekenntnisse haben.

00:14:54: Die haben schon mal was von der Dura und von der Duramata gehört.

00:14:58: Das ist eben dieser Rückenmarkskanal, der hier aus dem Hinterhaupt, aus dem Gehirn dann geschützt in den Kanälen der Wirbelsäule einmal durch den Körper transportiert wird.

00:15:11: Ist eigentlich das falsche Wort?

00:15:13: Der sich durch den Körper zieht – ist vielleicht die bessere Beschreibung!

00:15:22: innerhalb der Wirbelsäule und verarbeitet permanent Informationen.

00:15:53: Lesen und zurück an das zentrale Nervensystem, also anders Rückenmark geben.

00:16:00: Und da wird permanent die Informationen ausgelesen oder Informationen ausgelesen über Gelenkstellung, über Muskelspannung, über das Gleichgewicht, über die Bewegung im Raum aber auch über so Sachen wie Beschleunigung und Belastung.

00:16:16: Das nennt man Propriozeption, also die Fähigkeit des Körpers sich selber wahrzunehmen.

00:16:24: Und hier beginnt eigentlich schon der erste große Perspektivwechsel, denn Bewegung entsteht nicht einfach mechanisch sondern sie entsteht auch aus insorischer Information und neuronaler Verarbeitung und dann der entsprechenden motorischen Antwort.

00:16:41: ist also ein Zusammenspiel aus dem was neuronal passiert und dem, was dann motorisch oder physikalisch als Antwort passiert.

00:16:51: Ein kleines bisschen einen kleinen Ausflug in die Forschung.

00:16:56: Da gibt es ein ziemlich spannendes oder da gibt's mehrere viele spannende Paper.

00:16:59: Es gibt nicht so viel spezifisch zum Pferd zu.

00:17:03: ich habe zumindest nicht gefunden.

00:17:05: wenn ihr mehr wisst als ich schickt mir bitte gerne die entsprechenden Paper Studien, die ihr gefunden habt.

00:17:15: Nein, Blockartikel interessieren mich nicht!

00:17:17: Ich würde gerne harte Evidenz sehen.

00:17:21: Auch Social Media Artikel interessiert mich nicht und ich würde gerne Harte Evidence sehen.

00:17:24: Aber schickt mir gerne das was ihr gefunden hat wenn ihr irgendwo etwas gefunden habt an meine E-Mail Adresse als Antwort auf diesen Podcast, als Kommentar auf diesem Podcast.

00:17:33: Ich freue mich immer wenn ich was dazu lernen darf.

00:17:36: Ich kann immer nur das zusammenfassen was ich so gefunden habe.

00:17:42: Ich bin mir ziemlich sicher, es gibt noch viel mehr da draußen und ziemlich viele coole Dinge zu... entdecken.

00:17:49: Also auch das noch mal so ein bisschen als Disclaimer, dass was ich hier erzähle ist nicht die eine reine Wahrheit sondern das eben das was ich finden konnte und was ich total spannend finde und was sich mega gerne mit euch teilen möchte.

00:18:01: denn vielleicht findet der eine oder andere von euch das ja genauso spannend wie ich und zusammen sind wir immer klüger als alleine nicht wahr?

00:18:08: Zurück zu meinem Freund Grillner hier den ich bei der Recherche zu dem Thema gefunden habe.

00:18:13: es gibt nämlich ziemlich viel vergleichende Forschung von anderen Wirbeltieren oder von Wirbeltiern insgesamt, gerade zum Thema Neurologie.

00:18:25: Gerade zum Thema Central Pattern Generators und sicherlich wird es bei der einen oder anderen Spezies Abweichungen davon geben.

00:18:33: aber im Gro können wir uns ziemlich sicher sein?

00:18:36: Oder ist man sich ziemlich sicher mittlerweile dass viele Dinge speziesübergreifend für alle Wirbeltiere gelten.

00:18:45: Die Central Pattern Generators gehören dazu und die zeigen zum Beispiel, also Central Patterned Generator sind Nervengeflechte an mechanischen Schnittstellen, die dafür sorgen das rhythmische Bewegungsmuster bereits auf Spinaler Ebene organisiert werden können an die Gliedmaßung quasi weitergeben über Nervenreize.

00:19:15: Das Rückenmark ist also viel mehr als so ein Kabel, was da drin liegt auch wenn das wichtig ist dass dieses Kabel... Dass wir uns darüber bewusst sind, dass dieses kabel da drinnen liegt gerade wenn wir uns die mechanische Funktion angucken gerade wenn man es beim Pferd anguckt darauf komme ich später noch mal zurück sondern es organisiert ganz aktiv Bewegungen mit und arbeitet damit kleinen Elektro.

00:19:40: Das wird biomechanisch ziemlich interessant, wenn wir darüber nachdenken dass Veränderungen im aktialen System eben viel mehr sind als reine Rückenprobleme.

00:19:55: Das zwickt ein bisschen und vielleicht können wir das weg massieren.

00:19:59: Das hat nämlich damit ganz direkt Einfluss darauf, ziemlich oft sogar wie Bewegung überhaupt organisiert wird.

00:20:07: Und das finde ich total spannend, wenn wir uns das eine oder andere Gangmuster so angucken und uns überlegen hoch was ist denn hier eigentlich los?

00:20:16: Ist mir noch mal bewusst geworden als ich gerade mit einer Schülerin darüber gesprochen habe im Unterricht.

00:20:20: die kommt immer mit einem kleinen Isländer in den Unterricht und hat gefragt ja was mache ich denn wenn die Islender alle irgendwie im Schrittschirm quasi pass gehen?

00:20:30: Das ist natürlich kein Isländer-spezifisches Problem, aber eine Frage die wir in einem Kontext von Gang werden ganz besonders häufig hören.

00:20:37: Mein Pferd geht immer nur pass oder mein Pferdegehörige geht immer noch tölt.

00:20:41: und wenn mir das eben von dieser systemischen Ebene aus anschauen dann müssen wir uns fragen warum wählt der Körper denn diese Gangart primär?

00:20:52: Ist es tatsächlich genetische Varianz?

00:20:55: Ich habe die Forschung auch gelesen zum Thema genetische Varianz bei Gangferden.

00:20:59: Die gibt es, sie ist wahr das ist richtig so.

00:21:01: und trotzdem können fünf Gänger klaren Schritt geben.

00:21:05: tun Sie aber nicht!

00:21:06: Und trotzdem gibt es Isländer, die eigentlich nur drei Gänger wären und trotzdem dann auf einmal anfangen nur noch pass zu gehen.

00:21:18: Das ist ja ein Phänomen, das kennen wir auch bei warmen Blütern.

00:21:21: da kennen wir ja auch dass lateralisieren in der Bewegung und wenn das passiert.

00:21:27: ohne dass ein Reiter oben drauf sitzt.

00:21:28: Also einfach nur hier fährt an der Hand von A nach B führen oder vielleicht mit ganz kleines bisschen Formengebung fängt mein Pferd auf einmal an zu lateralisieren, dann müssen wir uns eben fragen was ist da oben in der Wirbelsäule vielleicht nicht so gut organisiert?

00:21:44: Oder wo wird dieses rhythmische Bewegungsmuster des Central Pattern Generators so gestört das der Körper denkt.

00:21:51: Mensch um jetzt hier noch Bewegungen machen zu können muss ich lateralisier und kann ich mehr mein rhythmisches Muster, wie ich normalerweise bequem gehe ausleben.

00:22:03: Also einfach mal so als kleiner Hinweis für euch!

00:22:06: Das ist immer ein Punkt an dem ich total neugierig werde und wo ich sowohl in den Ganganalysen als auch im Unterricht sehr gerne hingucke und sehr gerne sag oh Mensch das ja spannend.

00:22:17: lass uns hier mal bisschen genauer hinschauen Lass uns einen weiteren Punkt anschauen, den ich ebenfalls mega spannend finde.

00:22:26: Denn im Pferdetraining sprechen wir sehr oft Gott sei Dank wieder über Stabilität.

00:22:34: und jetzt dürfen wir das nicht verwechseln mit dem... Wir dürfen Stabilitäten nicht verwechseln mit Festigkeit denn biomechanisch ist Stabilitet überhaupt gar nicht fest sondern Biomechanisch bedeutet Stabilität eigentlich eine hohe Flexibilität im Hinblick auf Anpassungsfähigkeit.

00:22:57: Da habe ich auch ein schönes Paper im Rahmen der Recherche gefunden, das gehört zu einem wirbelsäulen Forscher der Punjabi heißt wenn ich das richtig hier notiert hab dann ist es schon aus dem Jahr neu.

00:23:14: Und der beschreibt Stabilität, deswegen habe ich das mal von ihm geklaut oder möchte das gerne hier zu zitieren weil ich das so schön beschrieben fand als Passives als Zusammenspiel aus passiven Strukturen wie Knochen und Bändern aber eben auch aus aktiven Struktur wieder Muskulatur und natürlich vor allem der neuronalen Kontrolle.

00:23:39: Da den Artikel, den verlinken wir euch wie gewohnt in den Show Notes und kleiner Spoiler hier am Rande.

00:23:46: Wir haben eine schöne Überraschung für euch.

00:23:49: demnächst gibt's den Podcast auch auf www.equedemia.com Und dann gibt es zu jedem Podcast immer einen kleinen Blog dazu und da findet ihr alle Ressourcen die frei verfügbar sind nochmal zum Nachlesen verlinkt.

00:24:09: Das bedeutet also, Stabilität entsteht nicht einfach mehr durch Muskelspannung.

00:24:14: Ich sehe da gerade schon Social Media Krimmel von jemanden der Physiotherapeutis und wirklich überhaupt nicht verstanden hat.

00:24:20: Also irgendwo hatte er im Unterricht die Dame im Unterrecht nicht aufgepasst, also großes Drama.

00:24:27: Es entsteht also nicht durch mehr Muskel Spannung und schon mal gar nicht durch Mehr Anspannungen sondern ein stabiles System kann auf Belastungen reagieren, ohne die Kontrolle zu verlieren.

00:24:40: Das bedeutet also das kann natürlich bedeuten oder andersrum, es kann natürlich bedeuten dass wir vielleicht Tiefenmuskulatur stärken dürfen und hier müssen wir uns wieder klar machen, dass das natürlich nett ist wenn ich mein Pferd fünf Minuten auf Balance-Pads stelle aber das Tiefemuskulator eigentlich einen konstanten Trigger über sechszehn Stunden, sechzehn bis achtzehnt Stunden am Tag braucht.

00:25:03: Denn Pferde sind Bewegungs-Serie so ist das organisiert.

00:25:07: Wenn ihr da ... wir haben dann ein Podcast schon zugemacht.

00:25:09: zu den verschiedenen Muskeln im Pferdekörper könnt ihr nochmal nachhören wenn er das noch nicht mitgemacht habt.

00:25:18: Das heißt also Stabilisierung der tiefe Muskulatur funktioniert immer und vor allem Haltungsmodifikation und ganz wenig über Training, das bisschen was wir da über Training machen können.

00:25:32: Das ist nett!

00:25:34: Es ist schön dass wir das machen können.

00:25:36: dann haben wir es auch gemacht so aber im Training geht eben eigentlich eher auf andere Strukturen und zwar auf die Bewegungsmuskulatur.

00:25:46: Jetzt habe ich meinen Faden verloren, genau es ging um Stabilität und darum dass Stabilitet nicht fest ist sondern das stabile System bedeutet auf Belastung reagieren ohne Kontrolle zu verlieren.

00:25:59: Und da wirds natürlich auch ein kleines bisschen anspruchsvoll für unsere liebe Wirbelsäule die hier so viel tun muss für unser Spinal Engine denn die muss gleichzeitig stabilisierende Kräfte übertragen aber eben auch Bewegung zulassen.

00:26:17: Wir haben beim letzten Mal über die segmentale Bewegung in der Wirbelsäule gesprochen und dabei das Rückenmark Schützen-und Informationen verarbeiten, wir haben uns irgendwo im Podcast vielleicht noch mal deutlich darüber mal deutlich machen schonmal darüber unterhalten dass Pferde doch so stabil sind.

00:26:37: das heißt sie haben diese Zeltstruktur In der Wirbelsäule was dazu führt Die Deflektion, also nicht die Seitbiegung sondern ja auch die Seitbung aber vor allem auch das Aufwölben des Rückens wie wir uns es früher vorgestellt haben nur ganz begrenzt tatsächlich funktioniert.

00:26:58: und wenn wir uns jetzt hier angucken was sie alles gleichzeitig tun muss stabilisieren kräfte übertragen Bewegungszulassendes Rückenmark schützen.

00:27:07: Und Informationen verarbeiten dann ist uns relativ klar warum Warum diese Bewegung ja in sich etwas fixierter ist und nicht so flexibel wie bei einer Katze oder einem Hund zum Beispiel, oder wie bei einem Menschen?

00:27:23: Denn wir haben da vor allem natürlich auch noch mal die Schutzfunktion des Nervensystems.

00:27:29: Hat eine Katze untenhund auch!

00:27:30: Da sehen die Wirbelkörper aber anders aus als beim Pferd.

00:27:33: Da können sie das... Das sind nämlich doch so mobile Runner So nennt man die.

00:27:39: Also ganz wichtig, Torax, der funktioniert hauptsächlich als Komplex.

00:27:45: Deswegen finde ich das auch ein kleines bisschen zu stark vereinfacht wenn wir zum Beispiel von einem erworbenen Aktieb sprechen.

00:27:57: Leute!

00:27:58: Das ist in den selten... also ja er kann natürlich auf einmal auftreten aber dann werden wieder die Frage warum ist es so?

00:28:04: Warum muss das Pferd diese Struktur so entlasten?

00:28:07: Egal, finde ich ein kleines bisschen zu stark vereinfacht.

00:28:10: Habe ich auch kürzlich auf Social Media wieder gesehen.

00:28:13: und gerade wenn wir das Thema Trageerschöpfung angucken, dann müssen uns natürlich das Trage-Trage-Erschöpfungsthema Das heißt also hier gehen wir eigentlich in den zweiten großen Perspektivwechsel.

00:28:30: Die Orthopädie funktioniert nämlich nicht nur von unten nach oben, die Beine tun wir und dann sehen wir eine Kompensation in der Oberlinie.

00:28:38: Hufstellung, Sehnschäden alles was da so zugehört ja?

00:28:44: Und natürlich können wir uns darauf einigen dass der Huf die Gliedmaße beeinflusst, dass die Stellung der Rufe die Gliedmaße beeinflussen.

00:29:00: Aber natürlich funktioniert das auch umgekehrt!

00:29:02: Natürlich können wir auch von oben nach unten denken und müssen auch vom oben nach unterdenken.

00:29:09: Und dass das was quasi hier oben in der oberen Funktionseinheit passiert, auch die Glidmaße.

00:29:22: Das ist also ganz wichtig, wenn wir uns dieses aktiale System anschauen und uns anschauen wie das alles miteinander zusammenhängt und eben auch übertragen wird.

00:29:37: Da kommen wir zum nächsten Punkt die Wirbelsäule als Kraftübertragungssysteme.

00:29:44: Und da reden wir natürlich meistens über die Funktion von Vorhand und Hinterhand und Schub- und Tragkraft generiert wird.

00:29:56: Das aber gar nicht die Frage, um die wir uns heute kümmern wollen sondern heute wollen wir uns anschauen wie gelangen die Kräfte durch den Körper?

00:30:04: Und das scheint einer der zentralen Aufgaben der Wirbelsäule zu sein.

00:30:09: Die verbindet natürlich Vor- und Hinterhand, Halsbrustkorb das Becken zu einem funktionellen Gesamtsystem, aber das passiert natürlich nicht nur über die Knochen sondern vor allem auch über Faszienmuskulatur, Bänder und die gekoppelt und die Kopplung der Bewegungssysteme.

00:30:27: Und gerade in dieser Kopplungen spielt die Wirbelsäule dann wieder eine Vorreiterrolle.

00:30:33: In dem Zusammenhang hier würde ich ganz gerne nochmal die Torakolumbale fast herausnehmen denn scheint biomechanisch eine ziemlich große Rolle zu spielen.

00:30:45: Man kann sich vereinfacht vorstellen, wie ein großes Spannungsnetzwerk über das Kräfte quasi übertragen werden und genau deshalb bleiben Veränderungen ganz selten lokal.

00:31:01: Das heißt also wenn die Wirbelsäule irgendwo gestört ist aber auch umgekehrt wenn die Torkulmbale fast hier irgendwo gestörrt ist dann beeinflussen die zwei Kollegen Die Wirbelsäule und die Torekulmbale fast hier, sich natürlich gegenseitig.

00:31:16: in der Übertragung der Kräfte- und Kompensationsmuster greifen dann.

00:31:22: Genau deswegen bleibt Veränderung natürlich auch selten ganz selten lokal – ich habe kürzlich ein Pferd gesehen das orthopädisch eigentlich in Ordnung war Aber einen ganz fürchterlichen, nicht passenden Sattel hatte der eigentlich zu einem anderen Pferd gehörte.

00:31:41: Ja so was gibt es noch!

00:31:42: Der Reiter fand ihn so bequem... ich sehe sowas eigentlich nie mehr so oft aber der Reis gibt's noch... ...der Reiter fang den so bequeben dass er den einfach auch auf sein neues Pferddrauf gelegt hat.

00:31:50: Hat nicht so gut gepasst, hat an mehreren Stellen lokalen Druck ausgeübt.

00:31:57: das hat natürlich zur Schmerz und Schutzspannung vor allem auf der faszialen Ebene und dann einen nächsten Schritt auf der muskulären Ebene geführt.

00:32:08: Und hätten wir den kleinen Schlingel nicht so schnell gefunden, hätten wir mit an Sicherheit grenzener Wahrscheinlichkeit über kurz oder lang auch Veränderungen in den einzelnen Segmenten der Wirbelsäule gefunden.

00:32:22: macht natürlich total viel Sinn denn es verändert sich ja oft dann die gesamte Art, wie die Kräfte durch den Körper organisiert werden und wenn das eigentlich biomechanische sinnvolle System nicht mehr so funktionieren kann vor allem nicht mehr einfach funktionieren können.

00:32:40: Wie das mal ursprünglich gedacht war Dann ähm ja Kompensation ist immer ungünstig.

00:32:47: Das ist eigentlich die einfachste Art das zu erklären.

00:32:50: Und Kompensation ist immer der Umweg und nie der beste Weg.

00:32:55: Es gibt ziemlich viele Arbeiten zur Tor-Kolumbalen Wirbelsäulenbewegung beim Pferd.

00:33:03: Da sind wir wieder bei einem meiner Lieblingsforscherinnen oder einer unserer Lieblinspaper.

00:33:10: Auch hier spielen natürlich Jean-Marie Renoir und Hillary Clayton, die Forschungsarbeit diese gemacht haben eine wichtige Rolle denn das waren ja im Endeffekt die ersten die bewiesen haben wie Rotation, Seitbihung und Flexionsbewegungen während der Fortbewegung im Pferd gekoppelt auftreten und biomechanisch miteinander verbunden sind, erst mal ganz unabhängig vom Reiter.

00:33:36: und dann ist uns natürlich allen klar dass wenn der Reiter sitzt nicht so schön ist.

00:33:40: Wenn der Reitersitz nicht sitzt, wenn er nicht richtig sitzen kann das der eben diese Organisationseinheit oder das segmentale Fortbewegen der Wirbelsäule stört einen negativen Einfluss auf die Organisation von Bewegung hat.

00:34:02: Das ist einer der Gründe, warum wir zum Beispiel immer noch neben all der Wissenschaft, die wir machen auch viel Liveunterricht machen und natürlich da auch viel Sitzschulungen und so machen.

00:34:13: Denn ganz stumpf kann man sagen, Sitzchulung hilft immer!

00:34:16: Also ja... Man kann nicht nie gut genug sitzen.

00:34:21: Sitz-Schulung macht immer und macht ja auch Spaß Und da wird es dann natürlich auch wieder klinisch spannend, denn jetzt haben wir mal beides im Hinterkopf.

00:34:31: Einerseits dass wir die segmentale Organisation in Neverville-Säule haben und die die Organisation von Bewegung, dann die Tore Kolumballe fast hier.

00:34:41: Dann haben wir so ein bisschen im Hinterkop das wir durch nicht passendes Equipment aber natürlich auch durch Bissel oder so, aber auch durch einen schlecht sitzenden Reiter oder durch eine schlechte Handeinwirkung Warum manche Pferde biomechanisch dann so ein bisschen diffuse wirken oder auch wechselnde Symptome zeigen und manchmal schwer zu lokalisieren sind.

00:35:03: Und sich das alles irgendwie nicht ganz stimmig zeigt, denn natürlich wenn der Schmerzreiz pathologisch wird hat das natürlich einen Einfluss auf die Organisation von den anderen Funktionseinheiten, vom Kopf und Hals aber eben auch von Vorhand.

00:35:24: Und Hinterhand!

00:35:25: Deswegen sehen wir manchmal Pferde mit sehr unklaren Bewegungsmustern wie wir nicht so richtig den Finger drauflegen können und sagen können was ist denn hier eigentlich los?

00:35:40: Natürlich müssen wir auch im Hinterkopf behalten dass wir auch genetische Erkrankungen haben die da Einfluss drauf nehmen oder wenn wir natürlich Pathologien haben, dass auch das in den Gliedmaßen dann zu sehen ist.

00:35:54: Da kommen wieder zu dem Punkt von alles beeinflusst alles irgendwie.

00:35:59: Lass uns noch mal ganz kurz in die Physik rein gehen!

00:36:02: Ich merke ich erzähle hier gerade schon wieder viel zu lange, da hätten wir auch drei Podcasts draus machen können.

00:36:07: aber lass uns nochmal einmal kurz in diese Physik reingehen.

00:36:10: Ich würde nämlich gerne das Thema mit dem Multitasker heute abschließen und dann beim nächsten Mal in die Gliedmaßen ein bisschen einsteigen.

00:36:19: Denn Fortbewegung ist energetisch immer dann teuer, wenn sie nicht tensekral funktioniert.

00:36:29: also Bewegung darf einfach sein.

00:36:32: Das hört ihr von mir immer wieder.

00:36:33: und wenn Bewegung nicht einfach ist, wenn wir also Muskelkraft brauchen um uns vorzubewegen dann kostet das mehr energetischen Einsatz.

00:36:45: Haben wir jetzt ein Tier von der Größe eines Pferdes, das könnte sich evolutionsbiologisch es gar nicht leisten jede Bewegung ausschließlich über aktive Muskelarbeit zu erzeugen.

00:36:56: Das ist so eine Sache wie wir uns das vorstellen hat aber mit der Realität nicht viel zu tun.

00:37:01: und gerade die Fastienforschung hat uns ja unglaublich viel dazu erklärt wie muskeln aneinander vorbei gleiten auch also diese Gleitfähigkeit Und wenn wir uns das Diafragment zum Beispiel angucken und die Atmung als Pumpe so ein bisschen angucken, dann erklärt uns das wie Pferde mit dem bisschen an Energie was sie in freier Wildbahn aufnehmen können.

00:37:30: überhaupt überlebensfähig sind.

00:37:33: Das heißt beim Pferd arbeiten, ja nicht nur beim Pherd aber vor allem auch beim Ppferd, arbeiten biologische Systeme extrem stark mit Effizienz.

00:37:45: Da gibt es einen coolen Biomechaniker der Fortbewegung immer wieder als ein System beschreibt das versucht möglichst effizient zu nutzen.

00:38:02: Würde Sinn machen, also wenn man Lust hat kann man sich das mal durchlesen.

00:38:05: da geht's um McNeil Alexander heißt er die Principles of Animal Locomotions.

00:38:12: auch das verknüpft für euch natürlich im Newsletter und an bewährter Stelle.

00:38:17: Das heißt also dass wir Muskulatur vor allem dafür brauchen Um Bewegung mal anzuschieben oder auch Übergänge zu machen um zu wechseln von der einen zur anderen Bewegung aber das Bewegung per se erstmal sehr unaufwendig sein muss.

00:38:34: Deswegen gibt es ja so viele Bewegungssysteme im Pferd, die wie so ein Perpetuum Mobile funktionieren und sich ständig selber mit Energie Recycling arbeiten.

00:38:44: Ich glaube, Energie Recycle ist ein schönes Wort dafür.

00:38:47: Gute Bewegung!

00:38:48: braucht also nicht möglichst viel Muskelkraft, sondern vor allem möglichst wenig Reibung.

00:38:54: Möglichst wenig Energieverlust!

00:38:56: Dann dürfen wir uns so ein bisschen die Pferde im Hinterkopf haben, die diese krass ausgeprägten Muskeln haben... Wir kennen das bei der Dampfrinne am Bauch.

00:39:04: Das hat jeder verstanden, dass das keine gute Idee ist, hoffe ich zumindest.

00:39:08: Aber wir sehen auch Pferden mit diesen krassen Händen oder diesen kassen Vorhänden wo die Muskeln so über definiert sind.

00:39:14: Da müssen wir uns immer fragen warum verlieren wir denn hier?

00:39:18: so viel Energie, dass wir eben Muskelkraft brauchen um das Ding am Laufen zu halten und damit verändert sich natürlich der Blick auf den Körper.

00:39:32: Denn der Körper organisiert Bewegung nicht erstmal nicht primär nach Schönheit sondern tatsächlich nach Stabilität, Vorhersagbarkeit, Energieeffizienz und Funktion.

00:39:44: ganz wichtiger Punkt Sehen wir also diese Art von Kompensationen im System, dann verändert das ist oft eine Veränderung auch durchs Nervensystem weil wir eine Schutzspannung irgendwo haben.

00:40:02: Weil denken wir mal an der lokale Lame halt im Bein dass Timing oder die Umverteilung sich verändert gar nicht und das bleibt dann eben nicht so nicht lokal sondern wird Systemisch.

00:40:18: Ich denke, ihr wisst so langsam kommt ihr dahinter wo ich drauf hinaus will und was wir vor allem auch machen wenn wir uns in der funktionalen Ganganalyse oder warum wir uns Schüler bevor wir die... Bevor wir Schüler in die eins zu eins Betreuung nehmen.

00:40:34: Warum wir immer sagen Mensch lass uns mal erstmal eine Ganganalyse machen damit wir viel mehr über dein Pferd lernen und viel mehr darüber lernen was da eigentlich im Körper los ist und wie er den Körper organisiert.

00:40:48: Wenn wir die Spinal Engine als Denkrahmen nutzen, dann wird es natürlich genau hier interessant.

00:41:00: Gratowetzki hat sehr schön mit den Videos, die er auch im Rahmen seiner Forschung aufgenommen hat gezeigt dass die Gliedmaße per se eher sekundär ist und die Bewegung eben um in der Wirbelsäule entsteht.

00:41:17: Alles was danach an Forschung gekommen ist, auch das wo jetzt die neuen Studien von Clayton oder von Renoir drauf gehen.

00:41:25: Die beweisen das mehr und mehr.

00:41:28: aber so ein ganz hundertprozentig bewiesenes Modell ist es tatsächlich nicht.

00:41:33: Aber immer mehr der Denk haben von dem man in der Movement Science ausgeht und ausgehen kann weil sie Sinn macht.

00:41:43: Aber wie immer in der Wissenschaft ist es so, dass auch dieses Modell nur ein Modell ist mit dem man arbeitet bis das Gegenteil bewiesen ist.

00:41:50: und falls es keiner schafft das Gegental zu beweisen arbeitet man die nächsten fünfhundert Jahre eben damit oder vielleicht für immer.

00:41:56: Man weiß es nicht so genau, aber ihr merkt der Denkrahmen ist total interessant.

00:42:02: Der ist total interessant wie gekoppelte Bewegung entlang dieser großen Körperachse an der Bewegung von Organisationen beteiligt sind.

00:42:14: und wenn wir dann beginnen Bewegungen so zu betrachten verändert sich die vielleicht allerwichtigste Frage überhaupt.

00:42:23: Nämlich nicht nur, wo sehen wir das Problem?

00:42:27: Immer wieder ganz gern genommen.

00:42:28: Das fährt mir vorne links nicht richtig auftreten ist aber durch durch die Beugeprobe gekommen und ist da irgendwie geschallt worden gemacht worden getan worden Und nichts gefunden wurden.

00:42:42: Dann dürfen wir eben von da aus weiterschauen und uns überlegen wie organisiert dieses System Bewegung unter den vorhandenen Bedingungen?

00:42:51: und dann kommen wir ganz schnell eben auch in Richtung Wirbelsäule, in Richtung Hals, in richtung Kompensationen, inrichtung Equipment.

00:43:01: Inrichtung Reiterinrichtung das können jetzt hier nerven Nerven auch.

00:43:08: da können wir jetzt hier endlos den Faden weiter spinnen.

00:43:13: an dieser Stelle Möchte ich das erst mal auf Englisch sagen wir immer, we wanna wrap it up.

00:43:19: Wir wollen es mal so zu kurz zusammentüten und sagen Das was an dieser Stelle.

00:43:25: in der nächsten Folge sprechen wir dann darüber was beginnt wenn diese Systeme anfangen zu stark zu kompensieren oder zu kompinieren und warum Deshalb viele Bewegungs auffälligkeiten ja nicht so richtigen klaren ort haben.

00:43:41: Ich denke das große konstrukt habt ihr Verstanden?

00:43:47: Und ihr wisst, warum ich es spannend finde Wissenschaft in die Praxis zu nehmen.

00:43:55: Denn das gibt uns einfach andere Denkrahmen und dann brauchen wir nicht mehr darüber nachdenken dass Pferd dazu bringen müssen, seinem Bein zu fühlen oder dass wir irgendwie ein Hinterbein stärken müssen.

00:44:09: Sondern wir dürfen anders fragen.

00:44:11: Wir dürfen fragen, wem nutzt diese Kompensation?

00:44:14: Welcher Struktur nutzt die Kompensionen?

00:44:20: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann teils sie gerne mit deinen Freunden.

00:44:27: Teils Sie gerne auf Social Media!

00:44:30: Ihr helft uns ganz unglaublich davon.

00:44:33: Ich kriege ganz viele Nachrichten und E-Mails von euch immer zu unserem Podcasts.

00:44:40: Uns hilft es sehr... Also ich freue mich natürlich über jedes Feedback davon.

00:44:48: Aber uns hilft es tatsächlich sehr, wenn ihr unseren gefallen tun wollt.

00:44:52: Hilft es uns sehr!

00:44:53: Wenn ihr uns auf Social Media teilt, wenn Ihr den Kanal abonniert oder bei Spotify dem Podcast oder bei YouTube dem Podcast abonniert und so keine neuen Folgen verpasst oder uns gerne auch weiter empfiehlt.

00:45:11: Ich habe nämlich überhaupt keine Lust für Meter und Mark Zuckerberg zu arbeiten, ich hab viel mehr Lust mit euch und euren Pferden zu arbeiten und so coole Podcasts wie diesen zu machen.

00:45:24: In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Woche!

00:45:27: Wir hören uns nächste Woche.

00:45:30: vielleicht sehen wir uns zur Ganganalyse?

00:45:33: Vielleicht sehen wir zum Webinar, wir machen ja gerade mit der lieben Julika Valentina Das Thema Nervensystem im Equidemia Campus.

00:45:45: Vielleicht wollt ihr euch für einen Platz als persönlicher Schüler bei Equidemia, bei mir oder einer Kollegin bewerben?

00:45:52: Ich freue mich darauf, euch auf die eine oder andere Art und Weise wiederzusehen und wünsche euch bis dahin eine gute Zeit!

00:45:59: Bis bald!

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