Der Pferdehals ist kein Lenkrad
Shownotes
Der Pferdehals ist weit mehr als ein „Formgeber“ im Training. In dieser Episode tauchen wir tief in die funktionelle Anatomie und Biomechanik des Halses ein — als Sinnesorgan, Balancegeber, Energiespeicher und zentraler Bestandteil der Bewegungseffizienz des gesamten Pferdes.
Wir sprechen über den Telescoping Neck, das Nackenband als elastisches Recycling-System, dorsale und ventrale Stabilität, sensorische Integration — und darüber, warum freie Halsbewegung kein „ästhetisches Extra“, sondern ein physiologisches Grundprinzip ist, und wie das unser Training und den Blick auf Formgebung verändert.
In dieser Folge:
- Warum der Hals kein Lenkrad ist
- Der Hals als Balance- und Sinnesorgan
- Visuelles, vestibuläres & propriozeptives System
- Der cervico-thorakale Übergang (CTÜ)
- Dorsostabilität & Energie-Recycling
- Das Nackenband als elastischer Energiespeicher
- Warum Timing biomechanisch entscheidend ist
- Zusammenhang zwischen Hals, Thoraxschlinge & Hinterhand
- Warum Funktion wichtiger ist als Form
Studien & Evidenz
- Zsoldos & Licka (2015) The Equine Neck and Its Function During Movement and Locomotion Übersichtsarbeit zur funktionellen Anatomie und biomechanischen Rolle des Pferdehalses. PubMed: PubMed – The Equine Neck and Its Function During Movement and Locomotion
Kerngedanke: Der Hals fungiert als zentraler kraniokaudaler und lateraler Balancemechanismus und integriert visuelle, vestibuläre und propriozeptive Informationen. (PubMed)
- Gellman & Bertram (2002) The Equine Nuchal Ligament 2: Passive Dynamic Energy Exchange in Locomotion Klassische Arbeit zur elastischen Energiespeicherung im Nackenband. Volltext / Übersicht: ResearchGate – Passive Dynamic Energy Exchange in Locomotion
Kerngedanke: Das Nackenband speichert und recycelt einen erheblichen Teil der Bewegungsenergie des Kopf-Hals-Systems.
- Loscher et al. (2016) Timing of Head Movements Is Consistent with Energy Minimization in Walking Ungulates Studie zur energetischen Bedeutung des Timings der Kopfbewegung. Open Access (PMC): PMC – Timing of Head Movements and Energy Minimization
Kerngedanke: Bereits kleine Veränderungen im Timing der Kopfbewegung können die metabolischen Kosten um bis zu 63 % erhöhen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Equidemia Insights.
00:00:06: Schön, dass du wieder da bist!
00:00:08: Mein Name ist Selina Skogan ich bin die Gründerin von Equidemia und ich glaube fest daran das wir wenn wir wissen was eigentlich normal ist Pferdetraining gemeinsam neu gedacht werden kann evidenzbasiert empathisch etisch gemeinsam mit dir egal ob im Bereich Haltung Training oder und das ist das, womit wir uns beschäftigen bei Equidemia.
00:00:33: In den letzten zwei Folgen haben wir uns vor allem über die Spinal Engine unterhalten, über die Wirbelsäule als Multitasker, über Central Pattern Generators und die Idee dass Bewegung nicht im Bein entsteht sondern aus einem viel tieferen systemischen Zusammenspiel kommt.
00:00:51: über das gesprochen, was heute kommt.
00:00:54: Nämlich das, was am vorderen Ende dieser Müllsäule sitzt – über den Hals!
00:00:59: Und das ist eine Lücke die wir heute schließen möchten.
00:01:04: Denn der Hals des Pferdes ist nicht das wofür wir ihn in der Praxis sehr oft halten, denn da wird er ganz oft so ein bisschen wie so einen Lenkrad betrachtet.
00:01:15: Wir richten ihn ein und geben ihm eine Form oder eine Position.
00:01:20: Aber der Halt hat hier noch ganz andere Gabenalt schön aussehen und ist vor allem kein Lenkrad.
00:01:28: Ich glaube, wenn wir uns deutlich jetzt über die Wirbelsäule auch unterhalten haben und über die Funktion der Mechanik der Wirbelsolde dann sollte das Stück für Stück ziemlich klar werden und das wird noch richtig spannend, wenn wir in den nächsten Folgen ein bisschen tiefer da eintauchen.
00:01:46: Wenn mir es schon mechanisch irgendwie vergleichen wollen dieses Multifunktions-Tool dann würde ich sagen eher sowas wie ja vielleicht eine Feder, vielleicht auch nicht so gut, vielleicht eher sowahs wie ein Teleskop, ein hochpräzises tensegrales System dass das Pferd dazu benutzt sich vorzubewegen, ohne dass es dabei zu viel Energie kostet.
00:02:14: Mit einem... mit diesem wunderschönen Konzept der Extension und Flexion also Strecken sind sich zusammenziehend aber auch des Rechts- und Links-Kuchsen eben im Zentrum!
00:02:25: Ich weiß nicht ob ihr euch noch daran erinnern könnt ich bin alt genug wir kennen diesen Gogo Gadgeto dieses Gogo-Gadgeto-Ding diesen Comic den wir als Kind gesehen haben.
00:02:36: Gogo Ich kann mich nicht mehr an den richtigen Namen erinnern, aber alle die aus meiner Generation kommen, die kennen das vielleicht noch dieses Extensiv.
00:02:44: Der hat nämlich auch, wenn der in seinen Roboter-Körper kam, konnte der den Gogo Gadgeto Arm nach vorne ausstrecken oder eben den Goro Gadgetto Hals nach oben und ganz lang werden.
00:02:57: immer, wenn einer meine Referentin... Und von dem Thema, wenn es um Movement Science geht immer um das Thema Hals spricht, spricht sie schon immer vom Telescoping Neck und da muss ich immer ganz sofort automatisch daran denken.
00:03:10: Wir schauen uns also heute an was der Hals normalerweise tut bevor wir in den kommenden Folgen darüber sprechen warum der Halt nicht so tut wie er tut?
00:03:20: Wir sprechen über die diskutierten Studien dann später auch dies zu dem Thema gibt auch über das Thema eCVM.
00:03:28: Aber mir ist erstmal wichtig, dass du eine ganz klare Vorstellung davon hast was denn eigentlich normal ist und was dann eigentlich normal heißt.
00:03:36: Denn nur wenn wir den Normenzustand kennen können wir auch Kräuchungen erkennen und nur wenn die Funktion verstehen können wir Training so denken das es dem Pferd dient und nicht unserem eigenen Ego.
00:03:47: Schön, dass Du da bist!
00:03:48: Lass uns mal gemeinsam reingehen und lass uns dabei direkt mal da anfangen.
00:03:57: Ja, das ist direkt mal normal definieren.
00:03:58: Da können wir am besten eigentlich anfangen.
00:04:00: Wir gehen also in die Anatomie und die Frage was bedeutet eigentlich nochmal beim Film?
00:04:05: Wenn?
00:04:05: die meisten Menschen messen das immer an ihrem Trainingsideal, an diesem gewissen Bild dass wir alle so haben.
00:04:14: Wir messen an dem, was wir in der Reitstunde gehört haben oder in einem Buch gesehen haben.
00:04:18: Oder eben auch das, was Instagram uns zeigt.
00:04:22: aber das ist nicht das, dass die Wissenschaft eigentlich oder was die Natur vor allem die Evolution mit normal meint.
00:04:29: denn Überraschung kann man alle schon mal gehört.
00:04:31: Pferde sind eigentlich gar nicht fürs Reiten gemacht und dann erstmal dient das ganze ganze System fährt dazu ja beim Dienst den pferd überraschungen.
00:04:43: Biomechanisch normal bedeutet also die Funktion, die in einem evolutionär gewachsenen gesunden Pferd dienlich ist.
00:04:51: Ohne Reitereinwirkung ohne Trainingseingriff, ohne dass wir es irgendwie verbessern müssen.
00:04:56: Das was das Pferde von sich austut wenn es nichts daran hindert und das ist der Ausgangspunkt für all das was dann kommt.
00:05:06: Wenn wir die Normalfunktion nicht kennen können wir einfach nicht beurteilen ob das was wir im Training tun der Sache hilft oder sie behindert.
00:05:15: Wir können nicht beurteilen, ob ein Pferd rund geht oder ob es nur so aussieht.
00:05:20: Da kommen wir auch wieder zu dem Punkt, den wir uns lange... Man hat ja lange gedacht und man denkt immer noch falls muss runter damit er rücken hoch kommt.
00:05:27: Wir haben schon mehrfach darüber gesprochen.
00:05:28: Pferde sind doch so stabil und nicht doch so mobil.
00:05:31: Kommen wir auch im Verlauf der Folge nochmal drauf.
00:05:38: So einfach ist die Kiste nicht.
00:05:42: Wir können dann auch erst recht nicht beurteilen, ob wenn wir anatomische Varianten sehen, ob das wirklich ein Problem ist oder eben auch nicht.
00:05:48: Wir haben natürlich auch wieder ein bisschen vorgearbeitet und der fünf spannende Zitat für euch rausgesucht aus spannenden Studien die ich euch sehr ans Herz legen möchte haben den kleines bisschen übersetzt weil die so schön und so präzise sind.
00:06:04: Ich könnte es nicht besser sagen.
00:06:05: alles was ich draus machen würde würde einfach nur Falscher.
00:06:08: halten wir uns doch ans Original.
00:06:10: Verlinken wir euch gerne natürlich wieder in den Schauenhauts, kriegt ihr über unseren Newsletter zu dem ich euch einladen möchte.
00:06:17: Ahne frei Haus jeden Freitag liefert!
00:06:21: So lass uns mal starten mit unserem ersten Goldnaget hier und hier.
00:06:26: gucken wir uns jetzt den Hals als Sinnesorgan an denn der häufigste Denkfehler im Umgang mit dem Pferdehals ist... Wir betrachten ihn Anatomie, was wir formen müssen.
00:06:39: Und wir denken eben in diesen vorgegebenen, gerne Social Media Bilder.
00:06:43: Der Hals ist aber gar kein Formorgan.
00:06:45: Er isst ein Funktionsorgan und er hat genauso wie die Wirbelsäule über die wir gesprochen haben in den letzten Wochen verschiedene Funktionen.
00:06:55: Lass uns mal zuallererst angucken, was hier mit dem Hals quasi als Sinnesorgan gemeint.
00:07:06: Egal was sie tun, vielleicht einfach nur auf der Weide stehen.
00:07:08: Drömt da schon ein gewaltiger Strom an Informationen auf das Pferd ein.
00:07:16: Die Augen orientieren sich die Nüstern prüfen, die Luft die Ohren peilen und über die Kopf nerven, über die Kranialnerven aber eben auch über.
00:07:31: das war so den.
00:07:34: Wir reden hier auch von der Haut.
00:07:36: Der Haut als größten Sinnesorgan, aber auch über Muskulatur und Fastien läuft permanent ein Feedback ans Gehirn wo die ganzen Nerven zusammenkommen.
00:07:49: Die ganze Information aus den Nervenenden gebündelt werden.
00:07:53: Wo bin ich?
00:07:54: Wo steht mein Kopf?
00:07:55: was passiert um mich herum?
00:07:57: Was fühle ich aus mir heraus Aber eben auch von extern auf mich Einpressen, da geht es vor allem also um die sensorische Wahrnehmung.
00:08:08: Eins der Forschungsteams oder die ganz viel spannende Forschung gemacht haben sind Zolders und Lickr.
00:08:15: Vor allem auch die Frau Professor Lickrt aus Wien glaube ich auf jeden Fall aus Österreich hat viel spannende funktionale Forschung gemacht.
00:08:27: Da lohnt es sich immer mal rein zu gucken und da gibt's ein spannender Artikel, eine Übersichtsarbeit von twenty-fünfzehn.
00:08:36: Und das Review ist einer der wichtigsten zusammenfassenden Arbeiten finde ich zur Halsfunktion und deswegen will ich sie hier mit euch teilen und habe ein kleines Zitat für euch vorbereitet.
00:08:47: und da heißt es nämlich während Bewegung und im Stand sind Kopf und Hals des Pferdes, der zentrale Kraniocaudale- und laterale Mechanismus.
00:08:59: Der Information aus visuellen vestibulären und proprozeptiven System verarbeitet.
00:09:06: Einmal durchatmen lassen wir es kurz wirken.
00:09:08: das ist ziemlich viel an Informationen.
00:09:13: dann nehmen wir mal kurz auseinander.
00:09:14: Der Hals integriert also drei sensorische Systeme gleichzeitig.
00:09:20: Das visuelle Sache mit den Augen, das vestibuläre die Sache mit dem innen Ohr, dass gleich der Gleichgewicht sind und die Prozeption des Gefühl von wo stehe ich im Raum?
00:09:32: Das heißt also die Bewegung im Hals ist vor allem auch auf dieser Ebene betrachtet Information.
00:09:41: Plexus zu tun mit diesem großen Nervensystem am Ende des Halses, aber eben auch mit der direkten ja räumlichen Meere zu den Granialnerven.
00:09:50: Das hat natürlich ganz praktische Konsequenzen.
00:09:54: Denn wenn wir den Hals fixieren, egal ob Hilfszügel oder schlechter Handel oder unfassender Sattel oder was auch immer das ist, dann nehmen wir dem Pferd nicht eine Funktion weg sondern wir nehmen ihm einen Zugang zu den sensorischen System.
00:10:08: und ich finde dass es ne ziemlich wilde Nummer ist dürfen wir uns einfach mal klar machen.
00:10:13: Stell dir also vor jemand hält dir gleichzeitig die Augen zu Dein Gleichgewichtsorgan und nehmt dir die Wahrnehmung für deinen Körper im Raum.
00:10:22: Und jetzt soll es zu laufen, möglichst elegant bitte noch und gleichmäßig!
00:10:26: Genau das passiert in einem Hals der nicht frei beweglich ist und genau das passiert eben in dem ganzen Pferdesystem wenn der Hals nicht frei beweglich ist.
00:10:38: Jetzt haben wir noch gar nicht über die mechanische Komponente gesprochen und über den Einfluss, den das auf dem Rest der Wirbelsäule hat.
00:10:47: Und auf die Torakulambe... Da bin ich schon mal ins Englische gerutscht!
00:10:50: Auf den Torax des Pferdes und auf die torakolumbale Wirbels säule Pferde und damit natürlich auch in die Hinterhand.
00:10:58: Deswegen sehen wir manchmal so fantastische Effekte, wenn es nicht mehr braucht als Sitztraining zum Beispiel, dass der Reiter handunabhängig reiten kann und das er zu nachgeben kommen kann.
00:11:09: Dass der mit der Bewegung mitschlingt und nicht dagegen.
00:11:12: Und dann geben wir nach und auf einmal sehen wie die ganze Fert harmonischer wird.
00:11:18: Jetzt verstehst du warum das ein Teil des Ganzen ist?
00:11:21: Lass uns mal einmal ein kleines bisschen anatomischer werden und uns die Mechanik angucken ist ziemlich wichtig, wenn wir das System verstehen wollen.
00:11:31: Ich versuche es so einfach runterzubrechen wie's geht ohne dabei falsch zu werden.
00:11:36: und manchmal eine kleine Herausforderung Das Pferd hat sieben Halswirbel da sind für uns alle einig die heißen C-Eins bis C-Sieben.
00:11:45: Und diese sieben Wirbeln sind erstmal nicht gleich sondern die sind funktional beziehungsweise sehr.
00:11:51: das macht ja auch Sinn.
00:11:52: das sehen wir auch bei anderen Wirbeltieren, das wäre ja eine wilde Nummer.
00:11:55: Wenn C-I und C-II Atlas und Axis also an der Schädelbasis genauso aussehen würden wie C-V der Stabilisator ist und Übergang zu Brustwirbel solle macht ja wenig Sinn sind ja keine Legobauklötzchen sondern haben eine Funktion.
00:12:12: C- I und C II Atlas und Access Das ist dieses berühmte Doppelgelenke was eben an der Halsbasis.
00:12:20: worüber wir immer sprechen, wenn wir über Kanaschenfreiheit sprechen.
00:12:23: Worüber wir auch immer sprechen... Wenn wir darüber sprechen, der Kopf muss versenkrechten sein, fährt man schlucken können und atmen können wäre schon eine super gute Sache.
00:12:33: Und wenn die funktionalen Beziehungen hier intakt sind das heißt Das Fert kann da so bewegen wie es das gerne bewegen möchte Dann würden wir eben immer das sehen was wir reiterlich Stellung nennen wo wir eben sagen dass der Kopf die Positionierung der Hinterhand spiege.
00:12:52: Der Einzelnen C-Zwei sitzen also direkt unterhalb des Schädels und übernehmen die feinen Kopfbewegungen, C drei bis C siehe, C fünf das sind die nächsten die da kommen.
00:13:01: Das sind die mittleren sogenannten typischen Halswirbel Die größten im Pferd Und die zeigen auch die größte Möglichkeit einerseits Anflexion und andererseits an Seite.
00:13:11: Also die machen ganz viel können wir hier so zur Seite und zu Neukönnen Ganz viele Rotation in alle Richtungen Das sind wilde Nummern, die haben ganz wenig Einschränke.
00:13:21: Und dann haben wir C六 und C sieben und die merken uns gut.
00:13:24: Die brauchen wir nämlich auch in den nächsten Folgen nochmal.
00:13:28: Und das ist der Übergangsbereich zur Brust Wirbelsäule.
00:13:32: Sie sind funktionell Last Tragend.
00:13:35: Das ist ganz wichtig, also wir können uns das mit der Sache ein Bild geben wollen.
00:13:39: und wir denken nochmal an C-I und C-II die so ein bisschen atypisch sind, die eine andere Form haben als den Rest von denen.
00:13:46: und ansonsten können wir sagen... Die Halswirbel werden von kleiner und schmaler zu kürzer und breiter Last tragend!
00:13:56: Die machen also auch ne physiologische Verbindung zur Thoracalen Wirbelsäule, habt ihr vielleicht schon mal gehört.
00:14:03: Das berühmte das berühmt C-T-U.
00:14:09: Servicotorakala Übergang.
00:14:12: ich kann dieses Wort einfach nicht aussprechen.
00:14:14: C-tü finde ich irgendwie auch schön aber servico ist der Halsteil.
00:14:18: Orakal ist der Brustteil und die müssen sich ja irgendwo treffen und das passiert in der Regel bei c-sieben und TH eins Daher eben auch die etwas andere Formen.
00:14:30: Sehen wir in der Realität nicht mehr so oft, dass sie tatsächlich vergrößert sind und tragen können?
00:14:36: Schön wär's trotzdem!
00:14:37: Wir würden uns alle freuen wenn es so wäre.
00:14:39: und darf ich hier darüber reden was denn eigentlich normal wäre.
00:14:42: das wäre eigentlich normal das würden wir uns so wünschen.
00:14:46: über diese sieben wirbel laufen mehr als hundert muskeln Hundert Muskeln, wie werden denn das eigentlich so viele?
00:14:55: So groß ist der doch gar nicht.
00:14:56: So sieht das doch gar nichts aus.
00:14:57: und wofür braucht er dann das überhaupt?
00:14:59: Naja wenn wir jetzt die ganzen bilateral also zweisatig die ganzen kleinen muskeln im ganzen Multifilie, also um die Wirbelsäule rum sind die Verbindungen auch zum Torax uns angucken Auch die ganz fascialen Verbindung angucken Dann sind wir auf einmal ziemlich schnell bei hundert.
00:15:14: als ich die Recherche gemacht habe für den podcast bin Ich da auch drüber gestolpert oder dachte mir erst mal Wie können das denn hundert sein?
00:15:20: aber wenn man guckt und anfängt zu zählen, denkt man sich doch sind doch schon ganz schön viele.
00:15:26: Warum ist das so?
00:15:27: Weil der Hals zwei gegenseitige Aufgaben gleichzeitig lösen muss.
00:15:31: Er muss einerseits extrem beweglich sein und andererseits muss er stabil sein.
00:15:38: Kopf und Hals sind einfach zusammen ziemlich schwer.
00:15:40: Man geht davon aus dass es so circa zehn Prozent des Körpergewichts sind die der Kopf alleine schon wiegt.
00:15:50: Finde ich eine ganze Menge.
00:15:53: Und da was dann vorne so an der Wirbelsäule schnickt, wir wollen also bewegelten Unstabilität wenn eins davon ausfällt wird es ein kleines bisschen Wolt und das geht natürlich nur über ein präzises abgestimmtes System Aus passiven Strukturen Also der sogenannten Tiefen Muskulatur aber eben auch Fastien sehen wenden und aktiven Muskelgruppen der sogenannten Bewegungsmuskulatur, die dann eben oben drauf sitzt.
00:16:25: Jetzt kommen wir wieder zu dem Konzept das ich vorhin schon mal kurz angesprochen habe weil ohne dass alles weitere irgendwie nicht funktioniert denn das Pferd ist ein dorsostabiles Tier.
00:16:36: was bedeutet es?
00:16:39: Jetzt kommt nochmal eine ganze Menge an Informationen also immer wieder zwischendurch kurz durchatmen.
00:16:44: Im Unterschied zum Menschen, der aufrecht über dem Becken balanciert hängt beim Pferd alles unter der Doppelsäule die Brust und Bauchorgane.
00:16:53: der Brustkorb ist ein ziemlich großes Tier ist also ziemlich viel Masse und aber auch ein großer Teil an Muskelmasse das alles wird von der Wirbelsäule getragen ja so ein bisschen wie von einem horizontalen Aufhängungssystem.
00:17:09: Zumindest wissen wir, dass die Organe daran aufgehangen sind.
00:17:15: Das stabilisierte System also von oben und die Wirbelsäule an sich wird wieder stabilisiert vor allem durch das Nackenband aber eben auch durch das Legamentum Supraspinale durch die obere Dorsale Muskelkette und durch die Tiefmuskulatur aber eben auch, dass die ja fragt mal zum Beispiel.
00:17:41: Das ist ganz schön das wir hier nochmal hingucken können denn wir haben auf der einen Seite ja die mehr was gar nicht.
00:17:46: ob ich passiv sagen will man sagt das so und ich hänge da auch immer wieder dran an den Begriffen wie ich das gelernt habe.
00:17:52: aber wenn wir dann ein bisschen tiefer in die Bewegungswissenschaft gucken im Bewegung Physiologie gucken wissen wer so passive ist das eigentlich Gar nicht.
00:18:01: Trotzdem, wenn es dynamisch wird und da sind wir uns nur einig der Rücken ist ein bisschen stabiler als das Hinterbein also da ist mehr Bewegung drin.
00:18:10: Braucht's auch einen Gegenspieler?
00:18:12: Wir haben die ventrale Kette Bauchmuskulatur den Longus Colli am Hals ganz wichtig für die Stabilität der Longus Kolli Und die Iliopsoas Gruppe Am Becken die interessant ist, was aber ganz wichtig ist auch für die Dorsale Stabilität ist zu verstehen.
00:18:39: Darüber haben wir hier auch schon gesprochen.
00:18:40: ich greife das hier an der Stelle nochmal auf weil man es immer wieder so schnell vergisst wenn man irgendwie vom Thema Brustwirbelsäule weg kommt.
00:18:49: Wir haben also im Rücken diese Zeltstruktur quasi.
00:18:53: Wir haben anders als wir Menschen, wo alle Wirbelkörper in eine Richtung gehen oder auch beim Hund und bei der Katze.
00:18:59: Also bei allen Dorsomobilen-Wirbeltieren die so Katzenbuckeln machen können ist gar nicht anders.
00:19:05: Das fährt ja nicht.
00:19:06: Haben wir diese Zeltstruktur?
00:19:07: Und wir haben einen Antiklinie also einer Mitte ein Wirbel, der gerade steht.
00:19:15: Von vorne und nach hinten von Hinten kommen die Wirbels aufeinander zu und treffen sich dann da in der Mitte meistens irgendwie so DH.
00:19:24: Die sind verspannt mit den Zwischenwirbelmuskeln und eben auch den großen Legamenten.
00:19:33: Mädels von Iquan Studies sagen, wir versprechen zum Beispiel auch immer davon Longissi Muskel nicht als Muskel sondern als Legament und wenn man den in der Sektion sieht dann wird das relativ schnell relativ klar warum sie darüber sprechen und sagen es ist eigentlich müsste der umgenannt werden.
00:19:50: eigentlich ist es kein muskel sondern hat mehr Legamentstruktur.
00:19:58: Der fühlt sich einfach anders an als ein Bewegungsmuskel.
00:20:01: Das heißt da nun mal Muskel wird auch so bleiben in Zukunft, aber ich finde es immer ganz schön sich das ein kleines bisschen zu verdeutlichen dass das ein großer Teil der Stabilität ist wenn wir also von Dorsaler ventraler Kette sprechen dann ist das zwar richtig.
00:20:17: Wir dürfen uns jetzt aber nicht vorstellen, dass das Pferd Bauchmuskulatur im Sinne von einem Six-Pack braucht.
00:20:23: Damit der Rücken oben bleibt und schon gar nicht brauchen wir uns vorstellen, Nächsten Mal kümmern, was richtig wäre ist er das wird den Hals in gewissen Positionen fixieren können.
00:20:47: Der dann die normale Funktion der Wirbelsäule verhindert und dann kriegen wir Probleme im Training.
00:20:54: aber ja eins nach dem anderen.
00:20:58: Das heißt also, wenn wir jetzt auch in Zukunft von Dorsaler und Ventraler Kette sprechen dann ist mir total wichtig dass wir einmal unterscheiden Bewegungsmuskulatur.
00:21:07: Und jetzt muss ich... Jetzt habe ich meine Notizen sich ordentlich vorbereitet.
00:21:10: Ich kann das gerne nochmal nachgucken aber Wenn ich es richtig gelesen habe im großen Atlas Dann haben wir nur ein Vierzig Prozent Bewegungsmuskulatur.
00:21:26: andere Muskelarten und Strukturarten finde ich auch nochmal.
00:21:29: Fand ich noch mal einen ganz spannenden Aspekt, das heißt ja auch dass wir mit Training eben nur diese ein Vierzeprozent erreichen können und den Rest müssen wir irgendwo anders herkriegen und zum Beispiel aus der Haltung zb.
00:21:38: Aus langsamer konstanter Bewegung und you name it!
00:21:42: Also nochmal ein ganz schöner Aspekt.
00:21:46: wenn wir also über Dorsale und ventrale Kette sprechen dann wissen wie es gibt sie und sie sind wichtig aber ist nicht die einzige struktur im Pferd.
00:21:54: da gibt's so'n paar Dorsale Kette, nochmals Pleniosemisch-Pinales, Rombideus, Trapezius plus Nackenband.
00:22:01: Stabilisiert ganz schön von oben.
00:22:03: Ventrale Kette sind ein paar andere dabei bei den Bauchmuskeln unter anderem der Longoscolly und auch der Scalenos.
00:22:12: Beide arbeiten zusammen.
00:22:15: was die Halsbewegung angeht und jetzt merke ich gerade Da werde ich noch mal von vorne aufnehmen, deswegen jetzt mache ich mal ganz kurze Klammer auf.
00:22:26: Ich habe es gerade ein kleines bisschen kompliziert erklärt.
00:22:29: wir haben natürlich einmal im Hinblick auf Dorso-Stabilität die Dorsale und ventrale Kette, die über den ganzen Körper geht Und wir haben eine Dorsal-, Dorsalle oder wir haben überall eine dorsale eventrale Ketten und wir haben dorsalaventrale Verknüpfung als direkt das ist die Verkettungsspleniosemisch-Pinales-Rombe deus Trapezius Nackenband die da oben stabilisiert und trägt.
00:22:54: Und dann hatten wir die ventrale Kette von Longus Colli und Scalenos, die am aktiven Lift quasi der Halsbasis dann auch mit beteiligt sind.
00:23:06: also Entschuldigung das habe ich ein bisschen ein bisschen zu schnell erzählt um wirklich Tiefe zu kriegen.
00:23:12: für euch.
00:23:13: deswegen hier nochmal der Einschub und die arbeiten natürlich zusammen.
00:23:21: Nackenband ist ein ganz wichtiger Teil davon.
00:23:23: Auch da könnten wir jetzt ewig in die Forschung gehen, da gibt es ja auch genug Arbeiten darüber dass das NackEN-Band an der einen oder anderen Stelle nicht mehr so stabil ist wie man sich das eigentlich wünschen würde.
00:23:34: Aber hier kommt der Bereich des Teleskops dann eben ins Spiel.
00:23:38: Wir stellen uns also das klassische ausziehbare Teleskop vor den Google Gadgeto Arm und wir ziehen die Segmente auseinander länger, ohne dass was kaputt bleibt.
00:23:50: Das ganze Ding bleibt stabil.
00:23:53: Genauso macht das einen gesunder Pferdahals.
00:23:57: Das bräuchten die ja also diese X-Fax Funktionen.
00:24:00: Die bräuchen wir zum Beispiel wenn es Pony sich kratzt aber auch für ganz praktische Dinge wie zb vom Baum runterholen oder Futter vom Boden aufnehmen.
00:24:09: Stell dir mal vor, der Hals könnte sich nicht genug strecken und wir sehen immer mehr Pferde bei denen das so ist wo die Pferden dann tatsächlich Probleme beim Grasen haben und mit dem Pferdemaul nicht mehr ins Gras kommen.
00:24:21: Ein gesunder Pferderholz hat damit gar keine Probleme.
00:24:25: Geschildigter Pferderhals kann das nicht so gut, aber dann wird diese Funktion auf einmal sehr, sehr klart.
00:24:31: Es geht also gar nicht darum dass es fährt mit der Nase im Sand runde um Runde irgendwie ziehen muss sondern es geht erst mal auch hier wieder um die Funktion.
00:24:38: und je besser wir die Funktion verstehen desto mehr können wir das dann eben auch aufs Training anwenden.
00:24:45: Und das ist uns... Das ist mir wichtig, denn der Hals wird dann länger und stabiler zur gleichen Zeit.
00:24:52: Wir bräuchten das zum Beispiel auch für den Galopp.
00:24:55: Der Galopp lebt von dieser Flex-Ex-Geschichte.
00:24:58: Das ist ein ganz wichtiger Teil des Galops ohne dass es so macht.
00:25:03: Damit dürfen wir's nicht verwechseln sondern diese ganz normale Reflexion-Extensionen.
00:25:10: Das wäre das typische Teleskopieren bei denen eben Rücken oder der Rest der Wirbelsäule mitmacht und der ganze Bereich des Spinal Engine funktioniert.
00:25:22: Wir müssen das gar nicht einrichten, das klappt relativ gut von ganz alleine.
00:25:29: Gucken wir uns zum Beispiel mal Konigs draußen auf der Wiese an, können die einfach so?
00:25:35: oder der Markt erzeugt immer so schöne Wildferdebilder?
00:25:38: Oder auch die Catred Box steht da Die zeichte mir die Wildferde-Bilder aus den USA und da sehen wir sehr viele Pferde, die können das ganz hervorragt.
00:25:46: Ohne dass sie den Reiter brauchen.
00:25:48: Der INN dabei hilft.
00:25:49: meistens können die das sogar noch besser denn mit dem Einstellen haben wir oft die Idee die Pferden festzustellen.
00:25:55: dann klappt die FlexX nicht mehr so gut.
00:25:59: Das erklärt uns auch.
00:26:00: Ach, komm!
00:26:01: Es wird wild.
00:26:02: das machen wir in der nächsten Folge es wird sonst einfach viel zu lang.
00:26:05: jetzt will ich zum Rücken abschweifen.
00:26:07: lassen wir lieber halte ich mich lieber hier an dass was ich vorbereitet habe und das ist das nächste Zitat wieder von Zolders und Licker Und Ich lieb diesen Satz weil der eigentlich drei Konzepte in einem gut unter Denn Halsmuskeln haben in der Bewegung vor allem eine stabilisierende Rolle.
00:26:26: Zusätzlich speichert der Hals während der Bewegung elastische Energie in passiven Geweben wie Bändern, Gelenkkapseln und Pastien.
00:26:34: Für eine adäquate Stabilisierung ist zusätzlich Muskelaktivität nötig und diese wird erlernt unter vordert konstantes Muskeltraining.
00:26:45: Und hier haben wir schön die verschiedenen Ebenen auch.
00:26:48: Wir haben einmal Ähm, die ... die ... Die Speicherung der Energie in den passiven Geweben da drin.
00:26:56: Wir haben in der tiefe Muskulatur aber eben auch ein Wenderngelenkaspel und Kapseln und fast ja!
00:27:04: Aber eben auch die zusätzliche Muskelaktivität der Bewegungsmuskulatur, die notwendig ist, äh, die dann.
00:27:12: das ist der Teil, den wir so wunderschön trainieren können.
00:27:16: Ich finde es ganz wunderbar weil dass das eben so aufnahm auf den Punkt bringt.
00:27:21: Erstens, Halsmuskeln sind primär oder die passiven Struktur sind stabilisierter Tor und dann auch den Unterschied zwischen Bewegungsmuskulatur, die wir trainieren können als zweiten Teil obendrauf auf dem ersten passiven Teil und dann als dritten Teil die Speicherung der elastischen Energie in den passiven Strukturen.
00:27:48: Und das ist ein wichtiges Thema, für dem wir nachher kommen.
00:27:51: Da reden man immer über diese Seilzugfunktionen.
00:27:54: Das kennen wir aus der Osteopathie und wir kennen dieser endlos liegende Acht.
00:28:01: Das heißt also auch dass anatomisch gesündeste Pferd muss lernen sein Hals zu benutzen zumindest dann wenn wir es reiten reiten wollen, dann brauchen wir hier einen gewissen Trainingseffekt und zumindest wenn wir in der Haltung Trainingseffekt haben.
00:28:20: Das heißt also in der Boxenhaltung zum Beispiel, wenn die Pferde einfach zu wenig Bewegung haben.
00:28:26: Wir sind zwar nicht für die Form zuständig aber wir sind dafür zuständig dem Pferd zu ermöglichen sich ausreichend zu bewegen das es sich da selber trainieren könnte Und dann im Training den Bewegungsanteil so zu stärken dass wir hinterher drauf sitzen können.
00:28:42: Wilde Nummer!
00:28:44: Lass uns einmal das Thema Energie Recycling noch an und auch da habe ich noch schöne Goldnagels für euch, die will ich nochmal ein kleines bisschen rausarbeiten mit euch zusammen.
00:28:53: Ich finde nämlich das ist ein ganz wichtiger Teil.
00:28:56: Wir haben schon öfters eben darüber gesprochen, dass Bewegung einfach sein muss und dass wir eigentlich nicht möchten, dass es Fert Muskelenergie aufwenden muss um sich vorwärts zu... Wir haben vorhin gesagt, dass ein Teil der Aufgabe des Halses auch das Speichern der elastischen Energie ist.
00:29:17: Ich bin für die Folge nochmal so ein bisschen tiefer in die Studienlage eingestiegen und Ich fand es nochmal total spannend zu sehen, wie groß der Effekt tatsächlich ist.
00:29:28: Wie viel Energie das Pferd tatsächlich recycelt und das ist eine Zahl die hat mich noch mal umgehauen!
00:29:36: Das Pferde hat immer Hals ne besondere Struktur, das ist Snackenbein haben wir alle schon gehabt, das Liegamente noch her zwei Teile der strangenartige von Nucleus oben, der vom Hinterhop zum Wiederrest läuft und die blattartige Lamella die nach unten zu den Halswirbeln zieht.
00:29:55: Wir haben vorhin schon darüber gesprochen, wenn wir ganz genau werden würden man sagen es zieht sich sogar noch weiter.
00:30:00: Das heißt ja auch manchmal das Nackenrückenband dürfen wir im Hinterkopf haben und auch da wieder Zusammenarbeit oder den Zusammenhang mit dem was wir als Final Engine definiert haben.
00:30:12: Das Ganze ist auf jeden Fall hochelastisch und Folge packt mit Elastin.
00:30:20: Elastin ist Überraschung elastisch.
00:30:23: Und das lässt sich dehnen und schnellst ein bisschen auch zurück, ja kann sagen fast wie ein Gummiband.
00:30:28: da gibt es ganz spannende Studien an den Gelenken zu, an den Intergliedmaßen ist ein anderes Thema, aber da kann man ganz schön sehen wie die Strukturen, da heißen sie Sehen und Wender.
00:30:40: Die mit Elastin voll gepackt sind, wie die so zurückschnellen und wie stark man die tatsächlich belasten kann bevor da mal was kaputt geht.
00:30:50: Also sieht wild aus!
00:30:53: Sieht wild aus wenn man das mal sieht sollte man, wenn man als Glück hat sollte man es sehen.
00:30:58: also zurück zum eigentlichen Thema Hals.
00:31:01: Stell dir also vor, was beim Gehen passiert.
00:31:03: Mit jedem Schritt nickt der Kopf rhythmisch auf und ab rechts und links.
00:31:09: Das ist kein Zufall sondern das ist das biomechanisch-tensegrale Pendel.
00:31:14: Pendel weil der Kopf rhythmisch ausschwingt wie ein Gewicht in seiner Eigenfrequenz tensegral Weil die Stabilität nicht über Starverbindungen läuft Sondern eben über einen Wechselspiel von Druck, Druck und Zug.
00:31:27: Ganz interessant, könnten wir jetzt nochmal einen Ausflug in die Tensekralität machen.
00:31:33: Das Konstrukt, das uns Steven Levern eben für lebende Strukturen weiterentwickelt wurde eigentlich aus der Architektur von Dokminster Fuller ist für unseren Zusammenhang hier gar nicht wichtig.
00:31:46: Die mochen an sich, die berühren sicher auch gar nicht direkt sondern sie hängen im Netz vom Bändern fast hin.
00:31:53: muskeln und die vordergliedmaßen haben da ja noch mal eine ganz andere, also nachher haben da auch nur die fasciale und muskuläre Verbindung.
00:32:04: Und die Verbindung auch über die... Wie heißt die Schlinge jetzt nochmal?
00:32:10: Egal Crossbody-Sling!
00:32:12: Das war das Wort was ich gesucht habe.
00:32:17: Aber eben keine gleiche Verbindung zum Brustkorb und zur Wirbelsäule.
00:32:22: Das ist die berühmte Toraxschlänge, die beruhmte Brustschlinge Denn der Kopf nun also seine Endlosacht macht, von der wir immer sprechen.
00:32:35: Der Kopf geht also von oben nach unten und von rechts nach links.
00:32:38: Das ist diese liegende Acht, wie es immer geht.
00:32:42: Dann speichert das Nackenbank Elastic Strain Energy, elastische Energie eigentlich verformerungsenergie aber es hört sich so blöd an auf Deutsch.
00:32:51: Also ja, elastic energy!
00:32:53: Und wenn der Kopf wieder hoch kommt dann muss das Pferd diese Bewegung nicht aktiv mit Muskelkraft leisten, sondern das Band zieht sich von selbst zusammen und hebt den Kopf wie eine Feder die so auspfernt.
00:33:04: Das Pferdd recycelt also Bewegungsenergie und wenn wir uns hier vorhand angucken dann wird er es nochmal sehr schön ersichtlich, wie auch da der passive Trageapparat eine ganz wichtige Funktion hat und dieser Energie eben für den Brustkonflikt über die Torkarle wirbeln sollte.
00:33:19: dann und dass fastiales System da recyceld wird in jedem Schritt und zwar in jedem Einzelnen.
00:33:28: Und jetzt kommt die Zahl, die mich so ein bisschen beeindruckt hat, kommt aus dem Paper von zwei amerikanischen Forscher Gamon and Bertram von der Universität State University in Florida wie viel von der Halsarbeit aus aktiver Muskelarbeit kommt und wieviel aus diesem Recycling eben be zitieren.
00:33:49: nochmal Die im Nackenband gespeicherte elastische Energie trägt so einen Fünfzig Prozent der Arbeit, Kopf und Hals zu bewegen.
00:33:58: Im Schrittball.
00:33:59: Dreiundreißig Prozent im Trab und ein dreißig prozent im Galopp.
00:34:03: Indem das fährt, passive NackEN Bandarbeit für aktive Muskelarbeit eintauscht kann es seine Stoffwechselkosten für Bewegung signifikant reduzieren.
00:34:16: Nicht so schlecht, nicht wahr?
00:34:17: Fünffünfzig Prozent im Schritt.
00:34:19: Mehr als die Hälfte dieser Arbeit leistet das passive System in der Naturstunde um Stunde Schritt für Schritt – nicht die Muskulatur des Bandes!
00:34:31: Die Energie ist also quasi geschenkt.
00:34:33: Das heißt also mehr als die hälfte der Arbeit stundenum Stunde Schritt-für-Schritt in der freien Natur wo da es fährt ja quasi inkonstanter Bewegung war... würde das Passive-System, also den Großteil der Arbeit übernehmen.
00:34:51: Nicht die Muskeln!
00:34:52: Sondern das Recycling der Energie.
00:34:55: Die Energie ist quasi geschenkt und was als kinetische Energie verloren ginge beim Abwärtschwung, fängt das Nackenband wieder ein und gibt es beim Aufwärterschwung wieder zurück?
00:35:06: Ich finde schon ziemlich genial, was sich da so ausgedacht hat.
00:35:12: Kleines bisschen besser, denn die Energiebilanz ist nicht nur lokal am Hals relevant.
00:35:17: Sie ist auch Teil eines viel größeren Systems.
00:35:22: Wir werden in einem anderen Zusammenhang nochmal über die Cross-Buddieslingen sprechen also das heißt über diese Schleife, die über den ganzen Körper geht und eben über Kreuz von Hinterhand nach vorne um den Brustkorb rum und wieder nach hinten wenn ihr von Talenten diese Wände erkennt.
00:35:40: Das ist ein ziemlich schön... erklärt eigentlich ziemlich schön, wie die Crossbody-Sling auch funktioniert.
00:35:46: Nur dass sie eben tatsächlich eine anatomische Struktur ist.
00:35:49: Zoll das so ein Licker?
00:35:50: Schreiben dazu noch mal einen Satz den ich beim ersten Lesen erstmal dreimal gelesen habe.
00:35:57: Ich dachte was meinen Sie denn da?
00:35:59: Ich teile den jetzt erst einmal mit euch!
00:36:02: Pferde legen große Strecken zurück mit einer scheinbaren Bewegungseffizienz, die bei hohen Geschwindigkeiten hundert Prozent übersteigt.
00:36:11: Das bedeutet dass eine enorme Menge elastischer Energie kontinuierlich gespeichert und freigesetzt wird um den Körper in Bewegung zu halten – über Hundert Prozent!
00:36:25: Eine Effizienz von über hundert Prozent klingt ein bisschen nach Perpetuumobili und so ähnlich funktioniert das auch.
00:36:33: Und da ist es natürlich nicht ganz, aber so ähnlich funktioniert das auch.
00:36:36: ich finde das erstmal ganz schön die Idee vom Perpetumobili also die Idee von ohne Energie hin zuzufügen einen selbst weiterführenden System zu haben.
00:36:46: Aber wenn man nur die aktive Muskel arbeiten misst und sie ins Verhältnis zur produzierten Bewegungsenergie setzt dann kommt man auf Werte die rein muskulär eben unmöglich sind und die Differenz kommt aus den elastischen Strukturen.
00:37:00: Wir hätten auch ein viel zu hohen Energieverbrauch, das können Pferde überhaupt gar nicht... also schon mal gar nicht in der Natur fressen.
00:37:07: Das heißt also wir haben hier neben der mechanischen Komponente auch diese Tensegrale, dass ist immer das wo Bewegung so einfach läuft und wo wir sagen können, wir haben diesen Perpetuumobilier.
00:37:19: Ich finde es also schade, wenn wir unser Pferd auf eine Ansammlung von Muskelpaketen oder Muskelketten reduzieren.
00:37:26: Denn das ist viel mehr als das.
00:37:29: und als ich mich in der Ausbildung auch mit Movement Science auseinandersetzen musste, weil ich überrascht wie viele Physik da eigentlich bei ist und wie viel Mechanik dabei ist aber auch auf der anderen Seite, wie viel elastische Energie dabei ist.
00:37:46: ziemlich coole Sache und dann dürfen wir noch mal drüber nachdenken, wie das eigentlich ist.
00:37:51: Wenn wir hier in der Reitbahn was trainieren und da ja einfach nur die Bewegungsmuskulatur erreichen können und gar nicht so viel von dem Rest.
00:38:03: Lass uns nochmal einmal kurz auf unser Kopfhaltspanel schauen und zwar unter dem Oberthema Timing.
00:38:11: und was passiert eigentlich, wenn wir diesen gleichmäßigen Rhythmus?
00:38:15: Wenn wir den ein bisschen ja auch aus den Augen verlieren.
00:38:19: Auch hier habe ich ein schönes Paper für euch gefunden oder eine schöne Recherche für euch gefunden Und zwar geht es hier um einen Paper von David Loscha Von zweitausend.
00:38:30: Lass mich einmal nach Jungsechzehn.
00:38:32: Genau ist ne renommierte Fachzeitschrift in der das erschienen ist die Proceedings gewesen of the Royal Society ziemlich renommiertes Fachmagazin.
00:38:43: Die hat eine Frage bestellt, die ziemlich naheliegend ist aber manchmal wundert man sich dass niemand sie vorher beantwortet hatte.
00:38:56: Warum nicken Huftiere beim Gehen eigentlich?
00:38:58: Mit dem Kopf?
00:38:59: und was ist die Funktion dieser Bewegung.
00:39:02: Sie haben also kinematische Daten, leben da Tiere mit einem Computermodell verbunden und simuliert was passiert wenn das Timing der Kopfbewegungen das wäre?
00:39:12: Da habe ich nochmal ein schönes Zitat für euch Das Timing der vertikalen Bewegungen von Kopf und Hals ist mit einer Minimierung des Energieverbrauchs konsistent, wenn diese Körperteile in einen inversen Pendelgang getragen werden.
00:39:28: Verändert man das Timing-der-Kopfbewegung im Modell?
00:39:31: Steigen die geschätzten Stoffwechselkosten für das Tragen vom Kopf und hals um bis zu... ... dreiundsechzig Prozent!
00:39:40: Wenn das Timings der Kopfbewegungen kippt.
00:39:44: nur Das Timing gar nicht.
00:39:46: Der Muskelaufbau garnicht die Anatomie, sondern nur das Timing und das kann durch ziemlich viele Faktoren gestört sein.
00:39:53: Wir können natürlich anatomische Probleme haben aber wir können eben auch Eiterprobleme haben, wir können so.
00:39:59: You name it!
00:39:59: Wir können Hilfsügel dranschmalen
00:40:01: usw.,
00:40:02: usw.
00:40:02: Also, dreiundsechzig Prozent für das Tragen des eigenen Kopfes ist ganz schön teuer.
00:40:10: Für was?
00:40:10: Was beim normalen fährt quasi nichts kostet, sondern auch noch Energie hinzufügt und recycelt.
00:40:18: Und das finde ich natürlich total spannend.
00:40:23: wenn wir das wissen dann ist es eigentlich klar dass wir über Ausbinder diskutieren müssen, egal wie gut sie benutzt werden und egal wie gute Ausbinde der Ausbilder am anderen Ende ist.
00:40:36: Wir brauchen da wirklich nicht drüber diskutiert.
00:40:39: zu enger Anlehnung falsche Formgebungen sattelt er die torakale Schlinge blockiert schlechtes Gebiss zu kurze Lange überbogen, gar keine Bierung.
00:40:54: Zu hoch und zu tief!
00:40:55: Also all das was wir so...all die Positionen in denen wir ein Pferd zwingen können dass die normale physiologische Befähigung stört.
00:41:07: Schlechter Sitz wird auch noch dazugehören.
00:41:09: nicht hante unabhängige Sitz würde auch mal dazu hören.
00:41:11: All das stört also unser Timing Und ich finde wenn wir das wissen und diesen Kontext kennen Dann brauchen wir ganz viele Fragen einfach gar nicht mehr diskutieren, sondern dann wissen wir Mensch das Pferd braucht seinen Kopf und sein Hals pendeln.
00:41:26: Und es wäre ganz gut wenn es das freiwillig weiter bewegen könnte also frei weiterbewegen könnte auch wenn wir oben drauf sitzen.
00:41:33: und dann dürfen wir noch wissen da wir für eine funk funktionierende für den das damit der Pendel funktioniert.
00:41:42: aber damit eben auch die Spinal Engine funktioniert brauchen wir geschlossene Gelenke nicht komprimiert, aber eben auch nicht überstreckt.
00:41:51: Das heißt also wir brauchen nach hinten raus das LSU den lumbosakralen Übergang geschlossen.
00:41:57: Wir brauchen den Übergangs zwischen Entenwirbelsäule und Toracala-Wirbelsäulen geschlossen, wir brauchen aber auch das CTI Funktional und geschlossen weder zu weit geöffnet noch zu weit kompromiert damit jeder das tun kann was er will.
00:42:14: Bewegungslehre immer danach gucken, das Kopf und Hals.
00:42:17: So Pimal-Daumen je nachdem wie das Pferd gewachsen ist irgendwo... den Widerrist herum.
00:42:23: Sich positionieren, haben wir jetzt einen etwas primitiveren Pferdetyp?
00:42:27: wird es ein Ticken tiefer sein, haben in etwas moderneren Pferdetypen bisschen mehr Barmenblütigwürzeln ticken höher sein aber wirklich nur n Ticken.
00:42:35: Wir reden da über so drei vier fünf Zentimeter und nicht über das was wir in der modernen Zucht sehen und wo wir ganz viele Fohlen auf der Pferdeweide sehe.
00:42:43: und ich denke hmmm Zehn wird es aber auch nicht.
00:42:47: Schade, weil wir da eben schon sehen dass das so dysfunktional ist, dass das Effekte auf alle anderen Strukturen im Pferdekörper haben muss.
00:42:56: und wenn wir jetzt die Energieeffizienz ein bisschen im Hinterkopf haben dann wird uns auch relativ klar warum das so ist.
00:43:03: denn Wenn der Energiesparmechanismus seinen Job nicht tun kann irgendjemand muss es ja tun sonst läuft's ja nicht.
00:43:09: Das heißt also wir kriegen dann da andere Probleme.
00:43:14: Wir reden also in der Reiterwelt ganz viel über Ethik und über Welfare.
00:43:18: Und ich finde, das ist total wichtig und richtig!
00:43:22: Aber jetzt haben wir noch eine weitere Ebene – und das sind einfach die Daten, die wir aus der Evidenz kennen – und die uns sagen, dass ein Halsfixierung egal ob oben oder unten oder in der Mitte eine blöde Idee ist und eine messbare Energiebilanz nach sich… zieht und Pferde, das sind Pferd, dessen Hals sich freischwingen kann unter enormem Stress auch aus verschiedenen Gründen ist.
00:43:55: Hat da nichts mehr mit Ideologie zu tun sondern mit Physiologie?
00:43:58: Und ich mag es immer gerne wenn wir da so ganz faktenbasiert und unemotional drauf gucken können denn dann braucht sich keiner angegriffen fühlen und wir können einfach sagen okay wir legen die Evidenz darunter Und das ist auch das, was wir mit ins Training nehmen und das ist eines der Elemente, mit denen wir bei Equidemia sehr viel arbeiten.
00:44:16: Dass wir Reiter so ausbilden, dass Kopf- und Hals frei schwingen kann aber eben auch das Pferde überhaupt erst mal in der Lage sind diese Funktionseinheit mit zu benutzen.
00:44:29: Jetzt müssen wir kurz ehrlich sein denn alles worüber wir bis jetzt gesprochen haben beschreibt immer das anatomisch normale Pferd.
00:44:38: Das ist halt keine Selbstverständlichkeit.
00:44:46: Und überall das wo es kontrovers wird, da machen wir beim nächsten Mal oder da gucken wir beim nächstem mal so ein kleines bisschen ein und da gucken uns dann auch nochmal Trainingsausblicke.
00:44:58: wenn du diese Folge mitnimmst, dann hast du hoffentlich drei Dicke so'n bisschen gespeichert?
00:45:06: in deinem Hinterkopf.
00:45:07: Erstens der Hals ist kein Lenkrad, er ist ein Sinnesorgan und Balancegeber, der sensorische Systeme integriert hat.
00:45:17: Zweitens das die Sache mit dem Teleskop ist keine feststehende Form sondern unterstreicht eigentlich die Flexibilität des Systems und es ist das mechanische Ergebnis des funktionierenden Wechselspiels zwischen ja verschiedenen Gegenspielern.
00:45:36: Ja wie diese Federfunktion wenn wir das sagen und ich würde glaube ich lieber als Federfunktion.
00:45:43: Ich glaube, ich würde lieber sagen Energie Recycling Funktion im Pferd haben Und dass über die Hälfte der Haltsarbeit ist über die hälfte Der haltsarbeit Über ein passives System geleistet wird, über das Energie-Recycling.
00:46:01: Und wenn das Timing kippt oder das nicht so kann wie soll?
00:46:05: die Bewegung wirklich teuer wird und zwar mit einer Steigerung von bis zu dreiundsechzig Prozent.
00:46:13: Und dass das eben negative Effekte auf alle anderen Bewegungseinheiten hat auf die Bewegungen der Tor-Kolumbalen Wirbelsäule aber eben natürlich auch auf die Energienation aus der Hinter.
00:46:25: Tja!
00:46:26: Da geht es beim nächsten Mal weiter und das ist der Maßstab gegen Non-Begin, gegen den wir dann eben unsere Trainingsphilosophie Anlehnung, Sattel, Equipment unserer Arbeitseinstellungen messen können.
00:46:39: Und gar nicht so sehr nach ob's gut aussieht!
00:46:43: Wenn dir diese Folge was gebracht hat lasst uns gerne ein Herzchen da.
00:46:49: Abonniere den Kanal und noch wichtiger Teil sie mit jemandem, dem Funktion so viel wichtiger ist als Form und der Lust hat.
00:47:00: Pferdetraining – mit uns gemeinsam neu zu denken!
00:47:03: Bis dahin wünsche ich dir einen guten Rett.
00:47:07: Sei gut zu dir, sei gut zu deinem Pferd und hören wir uns bald wieder.
00:47:13: Ich hoffe es hat euch genauso viel Spaß gemacht bis zur nächsten Woche.
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