Varianz in der Futterposition
Shownotes
Eine Hörerfrage nehme ich zum Anlass, mit einem hartnäckigen Dogma aufzuräumen: "Kopf tief gleich Rücken automatisch entlastet." Ich zeige, warum das alte String-and-Bow-Modell der Forschung nicht standhält, was Dorsostabilität stattdessen bedeutet, und wie ich mit variantenreichen Futterpositionen gezielt die tiefe, stabilisierende Muskulatur meiner Pferde trainiere – ganz ohne zusätzliches Bewegungstraining.
Darum geht's
- Warum "Kopf tief" zum Ideal wurde – und warum die Wiese, auf der wir das beobachten, biomechanisch gesehen ziemlich eintönig ist
- Was frei lebende Pferde tatsächlich beim Fressen tun, und was das mit Varianz zu tun hat
- Warum das String-and-Bow-Modell der aktuellen Forschung nicht standhält
- Dorsostabilität: das Konzept, das ich an die Stelle des alten Bogen-Modells setze
- Faservarianz in der Halsmuskulatur – und warum ein Muskel manchmal zwei Jobs gleichzeitig können muss
- Die tiefe Muskulatur, die wir von außen nicht sehen, aber die den Unterschied macht
- Warum das gerade bei Trageerschöpfung und Lahmheit relevant wird
Quellen:
- Buchanan C. E. et al. (2025): Free-Roaming Horse Diet and Body Condition Differences Across Seasons and Ecologically Diverse Herd Management Areas.
- Gómez Álvarez C. B. et al. (2006): The effect of head and neck position on the thoracolumbar kinematics in the unridden horse.
- Rhodin M. et al. (2005): The influence of head and neck position on kinematics of the back in riding horses at the walk and trot. PubMed
- Rombach N. et al. (2014): Gross anatomy of the deep perivertebral musculature in horses. PubMed
- Gellman K., Bertram J. E. A. & Hermanson J. W. (2002): Morphology, histochemistry, and function of epaxial cervical musculature in the horse.
- Stubbs N. C. et al. (2011): Dynamic mobilisation exercises increase cross-sectional area of musculus multifidus. PubMed
- Sullivan H. M. et al. (2022): Influence of Chronic Lameness on Thoracolumbar Musculus Multifidus Structure in the Horse. PubMed
- Raspa F. et al. (2021): Studying the Shape Variations of the Back, the Neck, and the Mandibular Angle of Horses Depending on Specific Feeding Postures. Open Access
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Transkript anzeigen
00:00:00: Kopf tief rücken, hoch.
00:00:02: Der Satz ist so oft wiederholt dass er eigentlich schon wie eine Tatsache klingt.
00:00:06: Die Forschung sagt aber So einfach ist das gar nicht und das sind direkte Konsequenzen dafür wie du heute deinem Pferd sein Heuer hinlegst.
00:00:16: Herzlich willkommen zu einer neuen Folgeäquidemia Insights, Pferdetraining mit Evidenz.
00:00:21: Mein Name ist Celina Skogan und in diesem Podcast denken wir gemeinsam mit euch Pferdetraining neu.
00:00:28: Evidenzz basiert empathisch und ethisch!
00:00:31: Die höherer Frage die ich heute beantworten möchte ist sag mal Celina warum empfiehlst du eigentlich immer mal wieder?
00:00:39: Ich habe das jetzt schon mehrmals bei dir im Podcast gehört Warum empfielst Du immer Mal Wieder erhöhte Futterposition?
00:00:45: Pferde sollen doch eigentlich mit tiefen Kopf vom Boden fressen.
00:00:49: Man hat die Frage so großartig, dass ich gedacht habe das ist direkt eigentlich Futter für eine neue Podcast-Folge denn einmal beantworte ich mega gerne eure Fragen und meistens passen sie nicht in so einen kleinen Instagram Post rein.
00:01:04: wenn das so gute Fragen sind dann dürfen wir dem auch gerne ein kleines bisschen mehr Zeit widmen.
00:01:10: also bevor wir da einsteigen erstmal danke schön für diese großartige Frage Und bevor wir hier einsteigen, müssen wir das ein kleines bisschen einschränken.
00:01:19: Denn ich empfehle gar nicht erhöhnt statttiv sondern ich empfähle Varianz und dass ist ein ganz großer Unterschied.
00:01:25: es geht ganz selten um entweder oder Sondern.
00:01:29: lass uns der Sache ein bisschen Kontext geben lasst uns der Sachen ein bisschen Rahmen geben In den Empfehlungen, die wir machen – die wir bei Equidemia auch oft in die Trainingspläne zum Beispiel mit einarbeiten.
00:01:40: Wenn wir sie individuell erstellen, dann gucken wir uns die Pferde immer so ein bisschen ganzheitliches ja eigentlich im Wort was ich nicht so gern mag aber natürlich müssen wir uns diese Pferden ganzheitlich angucken und müssen eben auch diese Stellschrauben die wir drehen können im Bereich Fütterung und Haltung gerne mit einbeziehen, gerne mit denken!
00:02:02: Und das tun Genau hier, wenn wir Varianz empfehlen.
00:02:06: und das erkläre ich euch jetzt Stück für Stück.
00:02:09: Wenn wir an ein fressendes Pferd denken dann sehen wir meistens innerlich dasselbe Bild vor uns.
00:02:15: Mir geht das genauso wie euch wahrscheinlich und das ist ganz typischerweise die Nase tief, die NASE im Gras.
00:02:21: der Hals ist lang Ein Vorderbein ist leicht nach vorne vorgestellt Im Hintergrund Ganz flache grüne Wiese, die immer eher so ein bisschen mehr was von ja vielleicht einem Golfplatz hat als von einer ordentlichen Pferdeweide.
00:02:38: Ich nenne diese Fläche immer ganz liebevoll die Grüne Wieser des Grauns.
00:02:41: Liebe Grüße gehen raus an die Konni Röhm, nämlich mit diesem Begriff vertraut gemacht hat und in der Fütterung sehen wir das nicht anders als im Training befinden ist ganz gruselig.
00:02:51: die Grünwiese des Graunens Auf dem Foto reicht's, da sieht es perfekt aus.
00:02:56: Für den Pferdekörper aber bietet die ungefähr so viel Abwechslung wie ein Büroflur.
00:03:01: Ganz kurzes Gras am besten noch ganz kurz abgenagt alles auf derselben Höhe keine Büsche, keine Hänge.
00:03:07: Im Pferd bleibt dann also nicht mehr viel Varianz an Bewegung übrig, sondern die stehen da den ganzen Tag mit Kopf runter einbein' vor.
00:03:15: Und weil viele Pferde dabei auch immer noch dieselbe Seite bevorzugen, wiederhöhlt sich diese Haltung stundenlangtag!
00:03:24: Für Tag.
00:03:26: Wenn wir jetzt an unser Leben so denken, dann kommt dem ein oder anderen vielleicht eine Assoziation wie das ist wenn wir hier am Schreibtisch sitzen und immer mit der gleichen Hand die Maus bedienen?
00:03:39: Oder wenn wir den ganzen Tag sitzen und nicht ausreichend laufen.
00:03:43: genauso ähnlich können wir uns das hier von der Belastung auch für den Pferdekörper Vorstellen.
00:03:49: ist also nicht der Knaller.
00:03:50: Ist immer so ein bisschen auch hier gerne Kontext, lieber die grüne Grasnarbe des Grauens als überhaupt nicht rauskommen.
00:03:56: aber wir dürfen ja auch wünschen!
00:03:59: Wir sind zwar nicht immer bei Wünschte was sondern oft auch mal bei ist so wie es ist.
00:04:04: aber wünscht man ja denn immer dann wenn man Wünsche hat wenn man Visionen hat dann wissen wir auch wo wir die Zukunft hingestalten wollen und ich glaube das ist was, was mir immer total geholfen hat wenn nicht wichtige Fragen entscheiden wollte.
00:04:19: Gucken wir uns also einmal an wie Pferde frei leben?
00:04:24: Und wenn sie frei leben dann leben die vor allem in viel strukturreicheren Landschaften Und die haben die Wahl nicht nur einmal, wie sie sich positionieren.
00:04:34: Sondern die können im Endeffekt bei jedem Schritt, den die machen immer wieder wenn die in eine neue Region kommen, immer wieder, wenn Sie sich von rechts nach links bewegen, neue Entscheidungen treffen.
00:04:43: Sie fressen dann kurzes Gras aber eben auch hohes Hohe Halmel.
00:04:47: Sie fressen sicherlich auch mal ein Kräuterchen, aber die sind auch in der Natur nicht so intensiv gesehen dass sie sich ausreichend von Kräutern ernähren könnten.
00:04:56: Aber ganz wichtig ist da Rohfaser aus Blättern, von Büschen.
00:05:02: Von Zweigen, von Bäumen.
00:05:05: Einige knabbern immer auch mal wieder an Baumrinder rum.
00:05:08: Die Pferde stehen an Hängen die gehen in Senken, die gehen mal bergauf und ab.
00:05:14: Du siehst also da ist viel mehr Musik in der Geschichte drin.
00:05:17: Da ist vielmehr Spiel.
00:05:20: Das heißt dieses Bild was wir haben wie Pferden gehalten werden müssen.
00:05:24: Und ganz viel ist dabei auch immer so das was wir im Kopf haben.
00:05:28: Wir beschützen unsere Pferde.
00:05:29: Wir wollen diesen Golfrasen anbieten, damit bloß nichts passiert.
00:05:34: Wenn wir in die Natur gucken, sind Pferden nicht einmal nur viel resilienter als wir das so glauben glücklicherweise.
00:05:42: Wir Menschen sind das ja auch unglaublich resilient.
00:05:45: Wir können uns unheimlich gut an verschiedene Dinge anpassen.
00:05:48: Es mag sogar sein, verrückte Dinge können passieren.
00:05:52: Das ist die Natur und die Evolution den Körper so gebaut hat, dass er davon tatsächlich profitiert.
00:05:58: das der diese Varianz hat.
00:06:00: Ist eine steile These glaube ich aber fest dran.
00:06:02: Gucken wir mal ein bisschen in das was die Evidenz uns hier zu bieten hat.
00:06:06: da gibt es nämlich aus zwanzig fünfzwanzig ne neue Studie, neues Paper und sind Forschende freilebenden Pferden im Westen der USA folgt.
00:06:14: Und was die gemacht haben, das ist etwas, was ganz spannend ist.
00:06:20: Die haben nämlich sich überlegt wie können wir denn jetzt tatsächlich von der anecdotischen Evidenz, die wir kennen?
00:06:27: was alle Wildpferdeforscher zum Beispiel beschreiben.
00:06:31: Was wir immer wieder hören, auch in der großartigen Arbeit von Marc Lubecki
00:06:34: z.B.,
00:06:35: aber auch wenn wir unter die etologischen Forscher gucken und die Wildpherde beobachten, die beschreiben alle immer wieder das Pferde viel mehr Varianz in ihrem Buffet haben als das, was wir so glauben in unserer domestizierten Haltung, wenn das Pherd eben an einer Heuraufe steht und nur Rundballen
00:06:55: fordert.".
00:06:56: Also, was die gemacht haben ist... Die haben ganz logisch überlegt dass das, was vorhin reingeht ja auch irgendwie wieder rauskommen muss.
00:07:03: Also sind sie ganz klug durch die Gegend gegangen und haben die Pferde gar nicht gestresst sondern haben einfach Kot eingesammelt, haben es mit ins Labor genommen und haben sich dann mal angeguckt Was is denn in diesen Kotproben drin?
00:07:15: Und weil diese Klug waren, haben die die Studie richtig gut aufgebaut und gesagt okay wir gucken uns mal die Varianz an zwischen einmal verschiedenen Gruppen, die in verschiedenen Lebensräumen leben.
00:07:26: Denn dadurch, dass sie in verschiedenen Leben variiert das Futterangebot hier und wir schauen uns die Schwankungen an zwischen Sommer- und Winter.
00:07:36: Die Vegetation verändert sich ja zwischen Sommer und Winter.
00:07:41: Das fand ich schon mal ganz gut gedacht.
00:07:45: Die Zahlen, die die daraus gekriegt haben, die fand ich ziemlich beeindruckend.
00:07:50: Was dann nämlich rausgekommen ist, dass der Anteil von Gräsern und grasähnlichen Pflanzen geschwankt hat – und zwar im Sommer zwischen einund dreißig-undvierundachtzig Prozent und im Winter zwischen elf achtzehn Prozent.
00:08:04: Das bedeutet also, das sind ganz erheblicher Teil der Nahrung aus anderer Vegetationen!
00:08:12: bestanden hat als auf Gras, auf Bodenhöhe.
00:08:16: Wir können also uns sicher sein die Pferde wird sicherlich auch... Auch dazu gibt es Zahlen, die mag ich hier nicht alle wiederholen.
00:08:22: Ich habe euch die Studie wie gewohnt verlinkt.
00:08:24: Sicherlich aus Kräuterchen und mal am Steinlecken bestehen aber vor allem auch aus viel mehr Struktur aus Ästen, aus Blättern, aus einem Baum knabbern, aus am Buschknabbern.
00:08:37: Aus alles was uns da so entgegen kommt.
00:08:42: Jetzt dürfen wir also einmal, wenn wir über natürliches Freisverhalten sprechen unsere Vorstellungen ein kleines bisschen korrigieren.
00:08:50: Denn eigentlich sprechen wir über Varianz hier ja?
00:08:53: Wir sprechen immer auch hier darüber dass wir ferden also gerne diese Möglichkeit anbieten dürfen Entscheidungen zu treffen, ist auch super für die Resilienz.
00:09:05: Entscheidungen zutreffen ihre Position auszusuchen und die vor allem zu wechseln und eben uns ganz klar darüber zu sein das werde gar nicht nur auf grünes gras oder heu angewiesen sind sondern dass buffet in der natur viel reichhaltiger ist Finde ich einen ganz spannenden Gedanken und das ist auch etwas, was uns ein bisschen Leichtigkeit wieder mitbringen darf.
00:09:27: Denn dann können wir ... Wir dürfen loslassen!
00:09:29: Wir sind gar nicht von dem allerperfektesten Pferdehäu abhängig sondern wir dürfen das mischen, wir dürfen Stroh füttern wo vor vielen Menschen immer noch Angst haben, es gibt immer wieder ganz viele Leute die total geschockt sind.
00:09:43: Wenn wir Stroh in die Ration reingechnen, damit die Bonnys nicht platzen!
00:09:48: Aber das ist total normal.
00:09:51: und ja ich weiß... Nicht jeder von euch hat einen eigenen Wald zu Hause finde ich auch total in Ordnung.
00:09:57: aber wir könnten jetzt auch so mit Klimawandel und so im Hintergrund ... So ein bisschen in die Zukunft denken.
00:10:05: Und wir könnten uns ja überlegen, ob man auf der einen oder anderen Weide nicht vielleicht Bäube pflanzen könnte?
00:10:13: Man könnte auch darüber nachdenken, ob an den Rändern Bereiche auszäunt, in denen man Büsche kultiviert oder dann kommen nämlich auf einmal wenn die einmal wachsen durften, wenn sie also einmal groß geworden sind.
00:10:31: Dann kann man die im Endeffekt jeden Sommer immer wieder abernten oder von den Pferden abernden lassen.
00:10:36: das ist ein ganz großartiges System.
00:10:39: Ich sparte auf einmal viel Geld denn ihr braucht nicht mehr soviel Heulkaufen und der Natur diente es und den Pherden dient es.
00:10:46: und am ende des Tages haben alle davon profitiert.
00:10:48: und das mag ich immer so sehr.
00:10:49: wenn wir in die Evidenz gucken dann kommen wir ganz oft... ...dann kommen wir Ganz oft am Ende zu dem Punkt dass wir sagen können oh Mensch eigentlich können wir der Natur doch ganz gut vertrauen.
00:10:59: Eigentlich hat die das auch ganz gut geregelt und wir können uns ein bisschen zurücklehnen, rausgehen aus dem Micromanagement und unseren Pferden was zutrauen.
00:11:09: Lass uns noch mal einen kleinen Schritt weiter gehen!
00:11:14: Denn es gibt ja auch einen Grund.
00:11:18: Die meisten Pferdemenschen sind sehr wohlmind warum wir eben diese tiefe Positionen Bevorzugen traditionell und warum das ein bisschen der heilige Graal eigentlich ist.
00:11:31: Und meiner Meinung nach, ist es sicherlich die Stringenbau-Theorie?
00:11:35: Ein bisschen ja den Wurzel an nicht allen Übels.
00:11:38: Das ist gemein!
00:11:39: Das kann man so nicht sagen.
00:11:40: aber vielen Übels isst.
00:11:45: Bogen, Bauchmuskulatur hebt unten an.
00:11:49: Das Nackenband als Sehne fächert oben auseinander.
00:11:52: Kopf runter, Nackenspannendrücken wölbt sich, Kopf tief rücken hoch.
00:11:56: Total logisch haben wir jetzt auch alle wirklich oft gehört ne?
00:12:00: Lässt sich schön aufzeichnen habe ich in der Schule aus so gelernt.
00:12:04: Ändert nichts an der Tatsache dass es falsch ist.
00:12:08: und weil wir das alles so doll geglaubt haben Ich mit einbeschlossen in diese Masse, habe ja sogar Bücher drüber geschrieben oder ich hab das sogar in Bücher mit reingeschrieben.
00:12:19: Tut mir total leid kann ich heute nicht mehr ändern.
00:12:22: Ich arbeite an einem Buch, dass das korrigiert.
00:12:24: aber genau in.
00:12:25: der Zwischenversuch, so euch im Podcast immer wieder einzuimpfen und zu sagen ist eine total schöne Theorie hat vielleicht den einen oder anderen Vorteil gegenüber der Hebeltheorie die wir in der Reiterei oder in der Raitkunst vorher verfolgt haben.
00:12:41: Das war diese Theorie von, das Pferd muss genug auf der Hinterhand setzen und dann kommt er rücken hoch.
00:12:46: Dann wird er vorne angehoben und die Schulter wird leicht.
00:12:48: Stimmt halt genauso wenig.
00:12:50: Und irgendwo dazwischen liegt die
00:12:52: Wahrheit.".
00:12:53: Da bin ich sehr froh, dass die Forschung viel weitergekommen ist.
00:12:57: Namen, die wir da immer hören sind sicherlich Clayton und Renoir, die den Boden für gelegt haben... Und die jüngeren Forschergenerationen haben sicherlich ganz fantastisch darauf aufgebaut.
00:13:11: Aber was mittlerweile ganz klar nachgewiesen ist, dass die Wirbelsäule kein einheitlicher Bogen ist der sich irgendwo hinspannt sondern eine Kette einzelner Segmente und zwar verhalten diese Segmente sich ganz unterschiedlich und das es tatsächlich Messbaum.
00:13:27: Falls ihr in das Thema tiefer einsteigen möchtet, empfehle ich euch die Podcasts hundert-achthundertneun.
00:13:34: Da hab' ich mich mal sehr genau um dieses Thema gekümmert.
00:13:38: Da haben wir da mal sehr genaue in die Evidenz zusammengeschaut und haben gesagt was bedeutet das denn eigentlich?
00:13:44: Was bedeutet das am Ende eben auch für unser Training?
00:13:48: und was wissen wir da mittlerweile eigentlich?
00:13:51: Ich will an der Stelle hier gar nicht viel tiefer reingehen.
00:13:54: Ich möchte gerne, ich habe nur einen Teil daraus gepickt den möchte ich gerne einmal kurz wiederholen das ein bisschen zu unterstreichen, dass der Rücken da ganz sicher nicht hoch kommt und dass wir eben dieses segmenthafte Verhalten der Wirbelsäule haben.
00:14:08: Und das glaube ich noch viel besser verstehen müssen oder verstehen dürfen wenn wir über artgerechtes Pferdetraining nachdenken wollen!
00:14:19: Dafür sind wir ja nun mal hier.
00:14:25: In einem Paper von Gomes Alvarez und Kollegen haben die sich mal verschiedene Pferde in verschiedenen Kopfhaltspositionen auf dem Laufband angeguckt.
00:14:34: Und dann untersucht, was passiert denn da in der Wirbelsäule?
00:14:38: In verschiedenen Positionen.
00:14:39: Wie gesagt das haben wir uns sehr, sehr in der Tiefe angegückt im Podcastfolgen, die ich euch gerade empfohlen habe.
00:14:45: hier nehmen wir uns nur die Position raus die als Rollkur.
00:14:50: Wir haben also eine sehr tiefe Einstellung, stark gebeugt Nase deutlich hinter der Senkrechten.
00:14:56: Es ist sicherlich keine entspannte Fresshaltung, ich höre es schon im Hintergrund.
00:15:02: Wenn wir ein kleines bisschen mehr Kontext denken dann erinnern wir uns daran dass die Rechtfertigung für Rollkohl immer wieder das Anheben und das Entlasten des Rückens ist.
00:15:13: Den Pferden soll der Rücken frei gemacht werden.
00:15:15: deswegen wird der Hals vorne so rundgemacht.
00:15:18: okay da gibt's auch Arschlöcher bei aber alle dies gut malen mit ihren Pferde und die sagen immer wieder Wir müssen den Hals vorn rund machen damit wir hier hinten keine Kissings bei und zu kriegen.
00:15:27: Gucken wir da jetzt aber eben in diese Evidenz ein, dann zeigte sich im vorderen Brustbereich viel mehr Beugung im hinteren Brüst- und Ländenbereich sogar mehr Streckung bei größerem Bewegungsumfang insgesamt.
00:15:44: Das ist ein bisschen schwierig zu interpretieren wenn man hier auch nicht den Kontext drum herum kennt.
00:15:50: also Gucken wir uns das einmal an.
00:15:53: Wenn wir im hinteren Brust- und Lendenbereich mehr Streckung haben, bedeutet das zwischen den einzelnen Wirbelsegmenten, wer nähert sich an?
00:16:00: Naja die Dornfortsätze oben drauf!
00:16:04: Das heißt im vorderen Brüstbereich haben wir mehr Beugung da nähern sich die Wirbelkörper aneinander an und die Dorenfortsätzen werden ein bisschen auseinandergezogen.
00:16:13: Im hinteren brust-und lenden Bereich passiert genau Das Gegenteil.
00:16:18: Da passiert genau das, was wir eigentlich mit dem Aufwelten des Herückens ja vermeiden wollten.
00:16:23: Funktioniert also nicht.
00:16:25: Ja?
00:16:25: String and Bow schon wiederlegt!
00:16:27: Dann haben wir noch ein Paper.
00:16:30: die haben sich genau das gegengesetzte Paradigma angeguckt oder Dogma angegückt und haben sich angegucht was passiert eigentlich bei einer hohen fixierten Position so wie wir es aus dem Burscherismus zum Beispiel kennen.
00:16:43: Das ist auch ganz interessant Denn auch hier bekommen wir dann viel weniger Bewegung in der Lendenwirbelsäule.
00:16:50: Jetzt könnte man sich denken, ist doch eigentlich erst mal kein Problem.
00:16:54: das bedeutet aber dass die mechanische Energiegewinnung zwischen den einzelnen Segmenten funktioniert nicht mehr.
00:17:02: Wir bekommen dann automatisch eine kürzere Schrittlänge Das heißt das Abdrücken des Beins funktioniert nicht so gut.
00:17:10: Wir sehen also mit Nichtneutralen oder nicht natürlichem Kopf Und Halsfixierung und Haltung kriegen wir immer Probleme mit der Mechanik, die da unten drunter liegt.
00:17:25: Das was ihr euch mit nach Hause nehmen könnt wenn ihr das alles wieder vergessen wollt ist ganz simpel denn diese Formel koptiv rückenautomatisch entlastet, die hält der Forschung eben einfach nicht stand.
00:17:37: Und es tut ein bisschen weh an dieser Stelle.
00:17:40: aber dieses Detail ist ganz wichtig damit wir uns von diesem Denkmodell Kopf muss tief damit der Rücken hochkommt und entlastet wird, ein für alle Mal verabschieden können.
00:17:51: Tada!
00:17:52: Da ist er.
00:17:53: Einmal tief durchatmen... Ich weiß es ist immer wieder schwer.
00:17:58: ich weiß das.
00:17:58: ich höre dass immer wieder von Schülern von Kländen die wir betreuen ich kenne aus unserer Trainer Ausbildung Es ist für alle immer wieder sehr von diesem Modell loszulassen Dass sich der rücken einfach so hebt.
00:18:12: wenn der rück also kein Bogen ist der sich durch Sehenspannung passiv aufwirbt, sondern eine Kette einzelne segmente die sicherlich auch verbunden sind.
00:18:23: Aber die eben anders funktioniert dann... hat kommt die Rückengesundheit also nicht mehr aus einer ganz bestimmten Kopfposition.
00:18:30: Wenn wir dieses Modell loslassen können, dann können wir uns öffnen für ein neues Modell und das ist das Modell der Dorsostabilität.
00:18:37: Habt ihr sicherlich hier im Podcast auch schon öfter gehört?
00:18:40: Den Unterschied zwischen Dorsomobilität und Dorso-Stabilität!
00:18:44: Und dass es das Missverständnis bei der String and Bow Theory... ähm ... denn bei dorsomobilentieren Da funktioniert die zum Beispiel bei uns Menschen.
00:18:53: Und das ist ja etwas, was wir Reiter total gerne machen.
00:18:56: So, wir sagen jetzt bei uns nehmen wir den Kopf runter und dann wird der Rücken rund und wölbt sich auf.
00:19:01: Das ist eine ganz, ganz schöne Idee.
00:19:03: aber die Wirbelsäule sieht beim Pferd eben ein bisschen anders aus und es auch ein bisschen anderes verspannt als bei uns.
00:19:08: da gibt's sicherlich auch Parallelen aber eben nicht nur.
00:19:12: und der größte Unterschied ist dass die Wirbelkörper an sich anders aufgebaut sind und anders zueinander stehen Genau.
00:19:21: Das ist also der Punkt und deswegen können Pferde den Rücken nicht so aufrollen, wie wir das können?
00:19:26: Das ist auch ein Vorteil für die, sie können nämlich viel besser weglaufen und flüchten als wir.
00:19:30: Liegt also so'n bisschen in der Natur des Spezies.
00:19:33: Hört in die Podcast folgend zu Spinal Engine gerne noch mal rein!
00:19:37: Wie gesagt, es müsste hundertacht oder hundertnein sein, hört da gerne nochmal rein.
00:19:41: Könnt ihr dann nochmal n bisschen tiefer Einsteigen.
00:19:45: Wenn jetzt also nicht das Nackenband alleine und ausschließlich dafür zuständig ist, dass Arme-Nackenwand das ja auch ganz schön viel zu tun.
00:19:51: Sondern auch noch was anderes dann können wir uns mal angucken, was ist denn das andere?
00:19:56: Und ein ganz wichtiger Baustein dafür und auch ein ganz wichtiger Bausteint für das Verständnis ist die Idee des Stable Courses.
00:20:04: Das heißt eine stabilen Mitte der tiefen Muskulatur Die tiefe lokale Muskulatur, die quasi entlange Wirbelsäule ist.
00:20:17: Das ist eigentlich auch so ein bisschen der Kern der Folge denn da wollen wir hin mit unseren Variantenreichen Futterpositionen.
00:20:25: Lass uns da mal einmal Hingucken und lass uns da mal einmal hingucken, was auch der Kopf und der Hals damit zu tun.
00:20:33: Denn Kopf-und-Hals machen insgesamt nur so pimal Daumen.
00:20:36: Zehn Prozent der Koppermasse aus.
00:20:38: bei einem Fünfhundertkilo Pferd sind das grob fünfzig Kilogramm die an einem relativ langen beweglichen Hebel vor dem Brustkorb hängen.
00:20:48: Und je nachdem wo sich dieser Hebel positioniert ändert sich welche Strukturen die Arbeit übernehmen?
00:20:54: Und zwar ist das mal mehr passiv und mal mehr aktiv aus der Muskulatur heraus.
00:21:01: Ich will gar nicht zu tief in die Anatomie reingehen, das wird nämlich sehr trocken und für den Podcast ein bisschen olf-findig.
00:21:07: aber lass uns mal ganz kurz und ohne Vorlesung da rein gehen denn zwei Dinge müssen sitzen weil die ganze Empfehlung darauf aufbaut Das ist die Faservarianz und das ist die Tiefenmuskulatur.
00:21:20: erstens Lass uns die Faservarianz angucken.
00:21:24: Früher haben wir gedacht, Muskel ist Muskel hat Ansatz und Ursprung.
00:21:27: Aber ansonsten ist Muskeln Muskel.
00:21:29: Und wo mit werden muskeln bewegt?
00:21:31: Naja klar mit Bewegung Jans.
00:21:33: so einfach ist es aber nicht wie nie.
00:21:35: ne is nie so Einfaches glaube ich.
00:21:36: mein Lieblingssatz im Podcast immer wieder zu sagen So einfach wie wir uns das mal gedacht haben ist das leider nicht.
00:21:44: In den letzten zehn Jahren vor allem wurde unglaublich viel Forschung gemacht Zu der Faserzusammensetzung einzelner Muskeln.
00:21:54: Und wenn wir uns jetzt bei diesem Thema sind und mit dem Thema der Fütterungspositionen sind.
00:22:02: Dann dürfen wir uns mal die Forschung von Gelmann und Kollegen angucken.
00:22:07: Jetzt habe ich die Jahreszahl nicht aufgeschrieben, ich glaube ich fünf oder sechs Jahre alt haben wir euch aber auch verlinkt in den Show-Notes.
00:22:14: Die haben sich einmal die Faserzusammensetzung vor allem mit Fokus auf die Halsmuskulatur angeguckt.
00:22:21: Beispiel war der Splenius denn das ist ja so ein relativ aktiver Kopf Halsheber und der wirkt erst mal wie ein klassischer Bewegungsmuskel.
00:22:31: Ist er aber nicht nur, denn als sie die Faserzusammensetzung angeguckt haben und untersucht haben, haben die festgestellt tatsächlich sind rund sechszig Prozent langsame oxidative Fasern, die auf Ausdauer- und Halten ausgelegt sind und nur etwa vierzig Prozent schnelle glucolytische Faseren für kraftvolle schnelle Begehung.
00:22:52: Das gleiche gilt auch für den Semi-Spinalus darunter.
00:22:56: Das ist ein Muskelsehensystem mit quasi eingebauter Feder, der zeigt nämlich ein ganz ähnliches Bild und die Mischung ist überhaupt kein Zufall denn sie bedeutet dieser Muskel muss zwei völlig unterschiedliche Jobs können.
00:23:09: er muss den Kopf über lange Zeit ruhig tragen und ihn bei Bedarf schnell bewegen können.
00:23:15: Wenn ein Pferd also nur läuft oder nur mit tiefem hängendem Kopf ist, sprechen wir vor allem den einen Faserteil an.
00:23:24: eine ruhige gehaltene leicht erhöhte Position dagegen fordert ganz gezielt in den oxidativen Anteil in den Fasern und das sind die Faseren, die sonst zu kurz kommen, die einfach nicht mittrainiert werden.
00:23:37: So, lass uns noch einen Schritt weitergehen.
00:23:40: Aber ihr merkt so langsam den Gedankenfaden dahinter.
00:23:43: Zweitens das zweite was wir uns angucken müssen, dass ist die Tiefenmuskulatur unter anderem Longus Colli.
00:23:50: Der hat ein bisschen auch einen schlechten Ruf, der gehört nämlich zu der Unterhaltsmuskulateur, die oft so einen schlechten Ruf hat, aber viel besser ist als wir denken und Vor allem auch die Multifidii.
00:24:03: Wir gucken uns jetzt hier in diesem Teil ganz gezielt den Multifidos Cervicis dorsal an, das heißt also dass der Freund, der an der Halswirbelsäule entlang krabbelt und den wir von außen gar nicht sehen aber die Multifeidii, die Genia entlang der gesamten Wirbelsäulen und was sich jetzt für den Hals erzählt, das gilt auch für die gesamte Wirbels säule.
00:24:24: Das ist ganz spannend.
00:24:25: wenn wir uns hier die Anatomie angucken Das sind viele kurze Muskelbünde.
00:24:32: Bündel, was für ein Wort?
00:24:35: Bündel, die jeweils wenige Wirbelgelenke überspannen manchmal sogar nur eins.
00:24:41: Das ist keine Bauweise für Kraftentfaltung sondern für Feinarbeit und Verhalterarbeit.
00:24:46: Diese Muskeln halten quasi die einzelnen Halswirbel in der Position, korrigieren gegebenenfalls minimal und liefern dem Nervensystem Rückmeldung Überstellung und Belastung.
00:24:57: Also Stellung meine ich jetzt nicht Wiegung und Stellung, sondern Stellung zueinander.
00:25:01: Das sind eigentlich oder das ist ein wichtiger Teil dieses Dorsestabilitätsmodell und der Grund, warum der Rücken sich überhaupt segmental bewegen kann und kontrolliert bleibt.
00:25:13: Weil er sich nicht passiv wird.
00:25:14: Und genau diese Tiefenmuskulatur reagiert halt kaum auf diese typischen anaeroben Trainingsreize und dieses Typische von.
00:25:25: das muss jetzt hier irgendwie länger an der Longe galoppieren oder muss mir Schulter herein machen Sondern die braucht genau dieselben Reize, weil es auch langsame oxidative Fasern sind wie oben im Hals.
00:25:37: Langsam kontrollierte Halterarbeit und wenn mir jetzt hier einer mit Balance Pots kommt dann kann man das sicherlich machen.
00:25:46: Wir können auch ganz sicherlich – da können wir vielleicht gleich noch zwei drei Worte für sagen zu der Mörchenübung können wir sicherlich auch machen aber Langsame oxidative Fasern, viel langsamer Reals und so.
00:26:02: Was eignet sich besser als Futterpositionen variieren?
00:26:06: Wir können nochmal einen kurzen Ausflug machen und uns den Multifidus im Rücken anschauen.
00:26:12: Da gibt es ein relativ bekanntes Paper auch von Clayton & Stubs.
00:26:17: Die haben sich das angeguckt, ich weiß auch bei der Konkurrenzlaufen Webinare dazu.
00:26:21: Sie haben die schön ausgearbeitet und das ist sicherlich eine coole Übung.
00:26:26: Die haben nämlich mal Pferde in einer Box eingesperrt und über zwölf Wochen lang ganz kontrolliert diese berühmte Möhrchenübung gemacht mit einem Futterreiz.
00:26:34: Ein Kopf zwischen in Richtung Brust, zwischen den Vorderbeinen und seitlich zum Rumpf und so und haben sich dann mal angeschaut was passiert mit der Querschnittsfläche des Multifidos.
00:26:47: und verändert sich die Symmetrie.
00:26:49: Hat er getan, kurzer Spoiler vorne weg hat der getan aber dafür wurden die Pferde natürlich auch in Boxen gestellt.
00:26:57: ja also ich bin überhaupt nicht gegen diese Übung wir empfehlen dieselbe wir bauen die auch im Trainingspläne ein unter Einschränkung.
00:27:06: aber meine Erfahrung ist dass es viel viel besser funktioniert wenn wir den fernem Variantenreiches leben anbieten und eben rausgehen aus diesem Micro-Management.
00:27:17: Und noch eine Übung mehr, und noch ein wenigstens mehr hier und da sondern einfach ihren Lebensraum so gestalten dass sie das automatisch mittrainieren.
00:27:26: Das hat einen viel tieferen Effekt.
00:27:29: also bei der Möchendübung kann man immer so ein bisschen sagen ist besser als gar nichts.
00:27:32: und wenn wir keine Möglichkeiten haben oder wenn wir Pferde haben in Boxenruhe dann plan ich das sicherlich auch mit ein.
00:27:38: Wenn wir Pärder haben die keinen Bewegungstraining machen können aus welchen Gründen auch immer dann mit ein, mit einer Einschränkung nicht bei Halsläsion.
00:27:49: Aber im Großen und Ganzen empfehle ich immer viel lieber den Ferdenresilienz einfach auch durch dieses Aussuchen können anzubieten.
00:28:05: Finde ich eine viel elegantere.
00:28:08: Äh, Lösung.
00:28:09: So!
00:28:10: Das ist das Wort, was mir gefehlt hat.
00:28:11: Es ist eine viel elegantere Lösung weil das Pferd dann einfach auch wieder Agenda hat ne?
00:28:15: Ist eine total schöne Sache.
00:28:17: und ihr merkt jetzt also wenn wir über Variantenreiches füttern und Variants in der Futterposition sprechen, dann ist das überhaupt nix diffuses sondern es ganz gezieltes Training für die tiefe Muskulatur.
00:28:30: Das spricht gezielt diese Faservielfalt und die segmentalen Stabilisatoren an.
00:28:37: Und das ist quasi Dorsostabilität in der Praxis, wir sehen es sicherlich sehr deutlich bei Pferden mit Trageerstöpfung, dass nämlich zum Beispiel im Training was wir bei solchen Pferde machen können oder was wir auch bei Pherden machen können, die gerade unter Larmheiten oder Diffusen-Larmheiten leiden wo wir nicht in die Bewegungen gehen können.
00:28:58: Eigentlich gibt es nicht so viele Gründe, um das nicht zu machen.
00:29:01: Mir fällt ja akut überhaupt keiner ein.
00:29:04: Wir müssen uns natürlich so ein bisschen anschauen auf welcher Höhe hänge ich das?
00:29:08: und da würde ich nicht überwiderst... Entschuldigung, kommt ein lautes Flugzeug!
00:29:11: Ich weiß gar nicht ob wir das hören können, da kommt ein lautes Flugzeug?
00:29:14: Wir müssen unsere Futterhöhe angucken und dann würde ich sicherlich nicht über Buckelenkshöhe gehen.
00:29:21: Auch da Ausnahmen, wenn wir wissen dass die Pferde halsgesund sind und auch rücken gesund sind.
00:29:27: Dann gibt es einzelne Ausnahmen bei denen ich immer mal wieder empfehle sogar sehr hoch zu füttern aber dann nicht mehr zu füttern im Sinne von Wir bieten Raufaser an sondern dann würde ich in einer Position wo sich die Perte deutlich auch mal überstrecken müssen im Hals Da können die man Mörchen oder so ein Sellerischstänkchen runterzupfen.
00:29:48: Oder da können sie mal irgendwie besonders schönes Kräuterchen oder am Stil runter zupfen, also ganz deutlich nicht als Futterposition sondern um sich mal einen Snack abzuholen und quasi auch mal in die andere Richtung zu strecken.
00:30:01: Ihr versteht wo ich hin will.
00:30:04: Und jetzt kommt ja auch so langsam.
00:30:05: wenn wir uns diese Futtervariants an der Natur angucken dann kommt ihr auch so langsamer dahinter warum wir so eine Achtzigzwanzig-Regel in der Regel Empfehlen.
00:30:14: Genau, wir sehen das also sehr deutlich.
00:30:15: dann bei Pferden mit Trageerschöpfung.
00:30:17: Wir sehen es bei Pherden die Probleme in der aktiven Stabilität an der Halsbasis haben, stichwort ECVM, stichtwort anderer Halssession.
00:30:27: und wo wir ganz oft sehen, die kommen in so eine, die haben Probleme sich in der Tiefe zu stabilisieren da empfehlen wir das sehr, Lass uns nochmal einmal ganz kurz den Ausflug machen in Richtung Lahmheit, denn das erzählt uns noch mal.
00:30:48: Auch da gibt es ein schönes Paper zu von Sullivan.
00:30:50: Das ist nochmal ganz interessant.
00:30:52: die haben sich nämlich Pferde angeguckt mit einer einseitigen chronischen Vorderhands-Lahmheit und das hat ganz interessanterweise eine beidseitige Atrophie der Torakolumbalen Multifidiis gelöst.
00:31:08: Das finde ich total spannend, das heißt also die Larmheit selber hat die tiefe Stützmuskulatur verändert und wenn wir dann sowieso wissen, dass ein Lamespferd ja sowieso nicht viele Schritte machen kann und Wendungen trainieren usw.
00:31:22: dann seht ihr noch mal mehr warum ich diese Futterstelle auf Buggelenkshöhe so unglaublich genial finde und die einfach total gerne empfehle.
00:31:35: weil das einfach viel viel mehr Training ist als alle Balance Pads die wir auspacken können.
00:31:42: es setzt sicherlich keine Diagnostik entsetzt sicherlich keine Reha, aber ist ein sehr durchdachter Baustein den ich eben gerne einsetze und manchmal werden wir ganz wild.
00:31:53: Da bauen wir den Pferden sogar noch so ein kleines Podest auf das sie klettern können also wirklich so ganz niedrig fünf bis zehn Zentimeter das reicht in der Regel schon.
00:32:03: da können die sich dann draufstellen hochstützen an das Heulnetz auf Buckelenkshöhe dann bequem zu kommen.
00:32:10: oder wir bauen da so einen kleinen Hang.
00:32:13: Ich habe den einfach die Schräge vor der Liegerhalle ein bisschen angeschrägt, ganz wenig Gefälle drin und dass die quasi einen eingebauten Hang haben, indem sie sich hochdrücken können an die Futternetze dranzukommen.
00:32:29: und ich war da ja so ein kleines bisschen arrogant.
00:32:32: Ich habe das auch in der einen oder anderen Stelle schon mal erzählt, ich hab gedacht meine Pferde haben Berg- und Tal, die brauchen keine erhöhte Futterposition mehr.
00:32:40: Die rennen da den ganzen Tag hoch und runter hier kommen.
00:32:43: aber ich habe das vor zwei Jahren gebaut und es hat einen wahnsinnigen Effekt nochmal auf dem passiven Trageapparat gehabt und spätestens seitdem bin ich echter Fan von dieser Empfehlung und belästige euch damit immer wieder.
00:32:59: Genau, das heißt also ihr könnt es so ein kleines bisschen mitnehmen für euren täglichen Bedarf.
00:33:05: wenn man die Möglichkeit hat sowas zu machen dann hat das eben viel mehr Einfluss als die dreißig Minuten Bewegungstraining Tag machen können.
00:33:17: Und wenn wir bei Equidemia Trainingspläne schreiben, wenn wir uns Pferde angucken dann sind das immer wieder solche Gimmicks die wir da einbauen, die wir in der Haltung einbauten.
00:33:25: Dann vielleicht auch wieder in die Trainierbarkeit zu kommen und dann vielleicht auch wider zum Beispiel eine bessere Hochqualität zu kriegen weniger Trageerschöpfung zu kriegen usw.
00:33:34: Und tut gar nicht weh.
00:33:37: also ist gar nicht so schwer und wir kriegen eine direkte Entlastung der Halswirbelsäule obendrauf noch mit geschenkt.
00:33:44: ich hoffe meine lieben Ich hoffe, das hat die Frage geklärt.
00:33:50: Das war die heutige Folge von Equidemia Insights wie immer evidenzbasiert, empathisch und ethisch und Pferdetraining ein bisschen von der anderen Seite gedacht.
00:34:02: Wie schön es wird wenn wir verschiedene Disziplinen zusammen denken können?
00:34:05: Das macht mir sehr viel Spaß!
00:34:08: Schau gerne mal bei www.equidemia.com vorbei Und guck mal, ob da was für euch dabei ist.
00:34:15: Im Moment läuft noch das Casting für die neue Masterclass – eine Handvoll Plätze haben wir noch dabei!
00:34:20: Bewerbt euch gerne bei mir wenn ihr Lust darauf habt und wenn ihr einfach Freizeitreiter seid dann schaut doch mal im Campus vorbei.
00:34:28: Wir freuen uns über alle, die dabei sind.
00:34:31: Wenn nichts davon für dich das Richtige ist Dann freuen wir uns, wenn du ein Like hier lässt oder wenn du auf Social Media die Folge Teils, das hilft uns unglaublich unabhängig zu werden vom Algorithmus und mit ein bisschen Evidenz viel mehr Pferden und Menschen das Leben leichter zu machen.
00:34:52: Also ich wünsche euch eine wunderbare Zeit!
00:34:54: Wir hören euch in der nächsten Folge und ich freue mich auf eure Fragen und Kommentare bis dahin.
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