Kati Westendorf, warum fällt es uns so schwer, für unser Tier einzustehen?
Shownotes
In dieser Folge von Equidemia Insights sprechen Celina Skogan, Anja und Kathi über einen Moment, den viele Tierhaltende und Tierprofis kennen: Man merkt, dass etwas nicht stimmt, sagt aber nichts. Im Zentrum steht die Frage, warum wir in stressigen Situationen trotz vorhandener Kompetenz handlungsunfähig werden können und was psychologische Sicherheit, Sozialisation und Machtgefälle damit zu tun haben. Besonders spannend: Anja und Celina erzählen von zwei ähnlichen Erlebnissen mit ihrem Hund beziehungsweise Pferd, während Kathi diese psychologisch einordnet und zeigt, warum es sich dabei nicht zwangsläufig um individuelles Versagen handelt, sondern oft um ein komplexes Zusammenspiel von Nervensystem, persönlichen Erfahrungen und sozialen Strukturen.
Key topics
- Warum wir in stressigen Situationen trotz vorhandener Kompetenz handlungsunfähig werden können
- Was den Schritt vom Wahrnehmen zum Eingreifen erschwert und welche Rolle Angst, Höflichkeit und Konfliktvermeidung spielen
- Wie sich unsere Rolle als Fachperson verändert, wenn wir selbst zur betroffenen Tierhalterin werden
- Welche Bedeutung psychologische Sicherheit, Sozialisation und Machtgefälle im Umgang mit Kundinnen und Kunden haben
- Warum Selbstzweifel und Schuldgefühle aus einem komplexen Zusammenspiel von Nervensystem, Erfahrungen und sozialen Erwartungen entstehen können
- Wie sich solche Situationen auf die Beziehung zum Tier auswirken können, ohne sie zwangsläufig zu beschädigen
- Was Professionals tun können, um sichere Räume zu schaffen, in denen Widerspruch möglich ist und Tierhaltende für ihre Tiere einstehen können
- Warum Mindset, Skillset und Systemset gemeinsam gedacht werden müssen
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Transkript anzeigen
00:00:00: Irgendwie merkt man, dass was nicht stimmt und trotzdem greift man nicht ein oder eben erst viel zu spät.
00:00:06: Das ist der Satz um den es heute geht!
00:00:08: Liebe Anja, liebe Kathi ich freue mich total auf das Gespräch mit euch und das Besondere daran.
00:00:14: diese Folge ist aus einer Situation entstanden die sowohl der lieben Anja als auch mir passiert ist jeweils über Kreuz.
00:00:20: Ich als Pferdetrainerin saß mit meinem Hund beim Tierarzt und war völlig hilflos Und Anja Als Hundetrainer war mit ihrem Pferd beim Pferdertrainer eine ähnliche Situation reingerutscht.
00:00:31: Zwei Professionals jeweils ein bisschen außerhalb des eigenen Fachs, trotzdem mit einem guten Bauchgefühl und genau in dem Moment, in dem es drauf ankam klar zu sein.
00:00:42: waren wir das nicht.
00:00:43: vielleicht kennen die meisten von uns dass man denkt dieser moment indem der bauch längst Das Nein sagt und der Mund trotzdem irgendwie nix rauskriegt.
00:00:54: Katy bringt heute die psychologische Einordnung mit rein, unsere Leitfrage wie kann es uns passieren dass erwachsene kompetente Menschen in solchen Situationen plötzlich nicht mehr so klar handeln wie wir das eigentlich sonst tun würden?
00:01:10: Und wie wir vielleicht auch unsere Schüler frame würden?
00:01:13: aber wenn man selber in diese Situation kommt ja dann läuft das irgendwie anders.
00:01:17: Herzlich willkommen bei einer neuen Folge Equidemia Insights.
00:01:20: Pferdetraining mit Evidenz, Evidence, Empathie und Ethik.
00:01:24: Dafür stehen wir hier!
00:01:25: Mein Name ist Celina Skogern und heute habe ich zwei Menschen dabei auf die Ich mich richtig freue.
00:01:32: Herzlich Willkommen Anja und Kathi.
00:01:36: Ich würde jetzt einmal Anja zuerst kurz Hallo sagen, dass wir das hier gut hinkriegen in der Dreierkonstellation.
00:01:46: Mag sich einmal kurz selber vorstellen.
00:01:48: Hi, ich bin Anja!
00:01:49: Ich bin eine Hundeverhaltensberaterin und Hundetrainerin Und ja hab somit auch viel mit Menschen und natürlich auch mit Tieren zu tun und da habe selbst ein Quotapony was ich mit sechs Monaten übernommen habe und der jetzt inzwischen vier Jahre jung ist.
00:02:06: Genau so haben wir uns kennengelernt, ne?
00:02:07: Ja genau!
00:02:08: Und genau so haben sie uns kennengelehnt.
00:02:11: Jetzt erzähle ich dir immer von meinem Chihuahua... ...von meinem Kampchihuahuan und einem Karl Quarterpony.
00:02:17: Kathi, wir holen dich mal direkt dazu.
00:02:19: Hallo schön dass du wieder da bist.
00:02:21: die meisten Podcast-Hörer Kenne dich natürlich schon.
00:02:24: Trotzdem würde ich dich bitten, dich einmal kurz vorzustellen.
00:02:28: Ja, voll gerne!
00:02:28: Hallo, ich bin Kathi von Equinality und ich bin als Psychologin für TierhalterInnen- und Profisthetik mittlerweile ausschließlich in dem Bereich.
00:02:40: aber ich kenne die... Profession als Tierprofi eben auch, weil ich früher mal im Pferdetraining und in der Tierphysiotherapie unterwegs war.
00:02:49: Und aus der Reitkunstbabel kenne ich die Selina schon sehr lange.
00:02:53: Ich freue mich, dass sich heute so meine psychologische Perspektive mit reinbringen kann, weil das einfach ein Thema ist was meine Klientinnen auch ganz häufig haben.
00:03:03: Ganz schön, dass Anja schon eingeleitet hat.
00:03:05: Dass sie als Hundeprofi eigentlich sehr viel mit Menschen arbeitet weil ich finde das geht manchmal irgendwie verloren, dass das ja die Kundinnen sind und gleichzeitig ist es glaube ich so gerade Fachpersonen aber auch andere Tierhaltende sehr viel Erwartungsdruck an sich mit in solche Situationen nehmen, wo es ihrem Tier vielleicht nicht gut geht oder sie eben eine Fachperson brauchen.
00:03:27: und ich glaube darüber sollten wir heute mal reden.
00:03:30: Ja,
00:03:30: ich freue mich mega auf das Gespräch mit euch!
00:03:32: Ich fand es auch so schön denn das ist jetzt sicherlich zwei Wochen her, drei Wochen her da ist Anja das passiert.
00:03:38: dann kam sie aus der Situation und sagte du ich glaub' ich muss das mal reframe lass uns mal drüber reden.
00:03:43: Und das war so passend, denn gerade kurz vorher, zwei Wochen vorher war mir das passiert.
00:03:48: Ich kann das mal kurz erzählen.
00:03:50: Wir haben unsere Hündin mit in den Urlaub genommen die kleine Maus von meiner Tochter und es gibt irgendeinen... ich glaube Fuchs-Schwanzbandwurm heißt das Teil dass wir hier in Norwegen nicht mehr haben.
00:04:02: komischerweise wollen die Norweger das auch nicht zurückhaben.
00:04:04: Das heißt immer wenn das Tier das Land verlässt muss das eben eine Wurmkurve kommen.
00:04:08: Das ist ja jetzt eigentlich weiter nicht dramatisch.
00:04:11: und dann gibt's ja diese kleinen Hundekäke, in denen die Wurmkohl drin ist.
00:04:15: Dann geht man zum Tierarzt der Hund kriegt das Kekschen und dann unterschreibt er soweit schon fünfmal gemacht überhaupt nicht dramatisch.
00:04:22: Der Tierarz bei dem wir jetzt in Schweden waren war jetzt nicht so empathisch.
00:04:28: Er hatte nur eine Tablette und da habe ich gesagt naja wie sieht es denn aus kann ein Stückchen Käse oder so drum wickeln?
00:04:35: Und dann ist die Schwester rausgegangen kam wieder Mit einem Tierarzt, der hat den Hund fixiert.
00:04:42: Hat den Rachen aufgehalten und die Tablette von oben reingestoppt.
00:04:45: Das ging in weniger als dreißig Sekunden.
00:04:47: ich war super flexi konnte nichts mehr sagen Und genauso glücklich habe mein Hund natürlich geguckt und ich war irgendwie dann erst mal zwei Stunden sprachlos hinterher.
00:04:57: Ich hab es noch hinterher geschafft zu sagen naja Medical Training soll ja helfen.
00:05:03: Aber da hat's auch aufgehört und ich hab mich den ganzen Tag über mich selber geärgert, mich den Ganzen-Tag darüber geärgert dass ich es nicht geschafft habe früher für meinen Hund irgendwie einzustehen und dazwischen zu gehen.
00:05:16: Und so sagen hey Leute geht er so nicht da kriegt man noch eleganter hin und so ähnlich ist dir das ja auch passiert nicht wahr?
00:05:23: Ja so ähnlich.
00:05:24: also wir sind jetzt schon ein Jahr im Kontakt und ich habe dann eigentlich den Schritt wieder gewagt und wollte auch den Extreme Tray und wollte mich da aber anleiten lassen und das nicht alleine übernehmen, die Übungen durchzuführen und habe dann mir natürlich professionelle Hilfe nochmal an die Seite geholt.
00:05:43: Und auf dem Platz selber ging es mir erstmal gut und es kamen dann Situationen, die ich unterschiedlich bewertet habe bis letztendlich eine Situation war wo ich dann mitgemacht habe, wo ich mich im Nachgang gefragt habe wieso hab ich das überhaupt getan?
00:05:57: Da ging's dann letztendling darum dass der zum Ende dieser sechzig Minuten noch mal da gibt´s ein Teich Und da sollte er mit der Hufe reingehen, beziehungsweise oder das Maul praktisch in das Wasser reinreichen.
00:06:13: Oder reinhalten.
00:06:15: und da wurde sehr viel Druck angewendet.
00:06:18: und da habe ich mich dann gefragt okay warum mache ich es überhaupt mit bzw im Nachgang?
00:06:22: Warum habe ich das überhaupt mitgemacht obwohl mein Gefühl schon irgendwie was gesagt hat nie dich sitzt du bitte nicht.
00:06:30: Und da kam, da habe ich zwei Tage später mit Selina drüber gesprochen.
00:06:35: Wir haben festgestellt wir hatten zwei Sachen parallel irgendwie so fast.
00:06:41: Kati jetzt würde ich dich bitten uns mal ein kleines bisschen aus der Patsche zu helfen denn was passiert denn in so einem Moment psychologisch und warum reicht Kompetenz offenbar nicht automatisch aus um da auch handlungsfähig zu bleiben?
00:06:56: Ja, das ist eine total gute Frage aber auch ne sehr komplexe.
00:07:00: Ich werde vielleicht die ein oder andere zuhörende Person ein bisschen enttäuschen zwischenzeitlich weil ich diese Pauschalaussage immer sehr schwierig finde.
00:07:10: Wir sind einfach komplexen Wesen Aber ich versuche es ein bisschen runterzubrechen was generell zumindest wahrscheinlich in euch beiden stattgefunden hat Auch wenn ich euch beide überhaupt nicht über einen Kamm scheren möchte.
00:07:22: Es ist zum Einen so dass wir wissen dass unser Nervensystem genauso übrigens wie das der Tiere unter Stress einfach sehr, sehr anders funktioniert.
00:07:34: wenn es sehr starker Stress ist.
00:07:36: Das ist auch nochmal wichtig kommen wir gleich zu als in einem entspannten Zustand oder einem leicht aktivierten Zustand.
00:07:43: Also so ein klein bisschen Stress ist gar nicht schlimm, das kann sogar zum Beispiel die Handlungsfähigkeit erhöhen.
00:07:49: aber wenn wir starken Stress empfinden dann ist es so dass unser Gehirn einen anderes Aktivierungsmuster hat um das ein bisschen einfach auszudrücken und dementsprechend haben wir meistens weniger Zugriff auf zum Beispiel Funktion wie Handlungsfähigkeit, Emotionsregulation aber auch sowas wie Entscheidungsfähigkeit und solche Dinge.
00:08:14: Und haben dann häufig in diesen Momenten – und ihr habt das ja beide so geschildert – ein Gefühl von hier stimmt was nicht weil des Wahrnehmen noch funktioniert.
00:08:24: Es funktioniert.
00:08:25: ein Wahrnehmen von hier passiert etwas gegen meine Werte gehend oder gegen mein Bauchgefühl, wie du auch eingangs gesagt hast Celina Aber der Wahrnehmungsprozess ist noch mal ein anderer, als das was im Nachgang stattfinden muss.
00:08:37: Nämlich die Handlungsinitiation.
00:08:40: also ich muss irgendwas sagen können, ich muss irgendwie eingreifen können und genau dieser Übergang ist dann häufig blockiert in Anführungszeichen Wir können natürlich meistens trotzdem noch irgendwie handeln wir sind nicht immer alle komplett gelähmt Aber es ist eben so, dass wir manchmal dann nicht so Zugriff auf diese ganzen Kompetenzen haben.
00:08:59: Die wir vor allem auch in der anderen Rolle – da kommen wir bestimmt später nochmal zu – viel leichter darauf Zugriffs haben als in der Rolle wenn's unser eigenes Tier betrifft.
00:09:09: Denn das sei auch gleich jetzt zu Anfang gesagt hier in dieser Bubble wird ich uns alle mal zusammengehörig fühlen hier haben ja unser Tier sehr in unsere Identität auch integriert.
00:09:21: Das ist unser Familienmitglied, wir haben es sehr lieb!
00:09:24: Nicht nur einfach so Ja, ich habe da einen Hund oder ein Pferd sondern das ist schon sehr wichtig und dementsprechend macht es ganz viel mit dem eigenen Selbstbild wenn ich in den Momenten merke, meinem Tier geht's nicht gut oder ich brauche in irgendeiner Form Unterstützung.
00:09:40: Es war jetzt bei einem Tierarztbesuch nochmal anders plakativ vielleicht als im Training aber auch bei Anja hat man ja gehört so ne da wurde mehr Druck angewandt als für dich eigentlich passend war und so.
00:09:51: also da ist ja auch ein Stress wahrscheinlich in deinem Tieren irgendeine Form entstanden oder hätte entstehen können.
00:09:56: Und dann macht das was mit uns weil wir plötzlich denken oh bin ich vielleicht gar nicht die super tolle Tier-Mudi oder so super kompetent und einfühlsam mit meinem Tier, weil ich jetzt hier gerade nicht handeln kann.
00:10:11: Das heißt statt zu handeln geht die kognitive Bewertung und Einsortierung ganz unbewusst auch in dem Moment los und macht dann manchmal dieses Handel noch schwieriger, weil das ja weiteren Stress produziert.
00:10:24: Ich hoffe dass es ein bisschen klar ist, dass beim eigenen Tier deshalb häufig so viel schwieriger ist als in einer fachlichen Rolle und gleichzeitig eine Grundbegründung ist, wahrnehmen.
00:10:37: Bewusst wahrnehmen ist nochmal was ganz anderes als handeln können.
00:10:40: Ja
00:10:40: danke das ist schon mal ne schöne Einordnung.
00:10:43: Ich würde da gerne ein bisschen rein gehen mit euch beiden denn wir sind ja sowohl die Anja also auch ich wenn sie mit Menschen und Hunden arbeitet und ich mit Menschen Und Pferden arbeite.
00:10:55: Wir sind es sehr gewohnt einfach auch Verantwortung zu übernehmen und der Professional quasi im Raum zu sein.
00:11:01: Da jetzt jemand anderes mit rein verändert sich die Rolle natürlich, du hast es gerade schon angesprochen Kati, wir sind da nicht mehr der Professional im Raum sondern dann sind wir auf einmal natürlich auch auf Kundenseite, auf Mutti-Seite, sind ja total emotional drin und die Rolle verändert sich.
00:11:19: Anja vielleicht magst Du mal sagen dass die Sache mit dem Autoritätsgefälle, ich fand das ganz spannend auch bei der Vorbereitung des Podcasts.
00:11:28: Ich hatte vorher gar nicht so doll darüber nachgedacht weil ich eigentlich immer vor allem in meinem eigenen Unterricht oder wenn ich selber mit Menschen arbeite immer sehr darauf achte, dass wir gar nicht in diese Autoritätgeschichte so doll rein kommen.
00:11:41: aber natürlich ist es da irgendwie.
00:11:44: Natürlich ist das da, egal wie doll man sich Mühe gibt.
00:11:48: Wie hast du das empfunden?
00:11:50: Wie wichtig war das Autoritätsgefälle für dich in der
00:11:52: Situation?".
00:11:53: Ich glaube
00:11:53: es kommt grundsätzlich darauf an welche Beziehung ich schon zu diesen Menschen aufgebaut habe und wie der Mensch mir gegenüber tritt.
00:12:00: also auch... habe ich das Gefühl so akzeptiert zu werden wie ich überhaupt bin und mit meinen zusätzlichen natürlich auch meine Werte und Normen die sowieso mitbringen, die vielleicht aus dem Kinderstube sozusagen mitgebracht haben.
00:12:16: Werden die geteilt oder können sie vielleicht verändert werden?
00:12:19: auf meiner Seite?
00:12:20: Und dementsprechend ist es natürlich auch ein großes Thema gewesen Schätze ich die Person gegenüber ein.
00:12:30: Wie hoch stufe ich sie vielleicht auch?
00:12:32: Ist das sozusagen eine König-Königin, irgendwie sowas oder ist es eher der Partner nebenan... Also es gibt ja ganz unterschiedliche Möglichkeiten wie ich jemanden begegnen kann.
00:12:46: Kathi, warum stellen wir unsere eigene Wahrnehmung da plötzlich dann in Frage?
00:12:53: Oder ich kann auch anders fragen, warum vertrauen wir der Einschätzung des anderen mehr als unseren eigenen Gefühlen?
00:12:59: Vielleicht ist das die beste Frage.
00:13:01: Ja, ich verspreche dir, ich komme da gleich hin und hol mich im Zweifel zurück.
00:13:05: Ich muss nur ganz kurz was von Anja aufgreifen.
00:13:08: Das ist so wichtig, was du gesagt hast!
00:13:12: Wir sprechen von dem Faktor psychologische Sicherheit in diesem Beziehungskontext und es ist so so wichtig dass Als Fachperson auf der einen Seite aber natürlich auch für uns selbst in unser Selbstverständnis das verstanden haben, dass wir in dieser Triade ja wenn es ein Tier gibt eine Fachperson und eben eine Halter.
00:13:32: Rennen da's wir auf dem Schirm haben.
00:13:35: Das ist ganz viel macht.
00:13:38: einerseits wie viele psychologische Sicherheit habe ich im Beziehungskontext generell durch meine Prägungen entwickelt?
00:13:46: also ganz krass sprechen wir von der Person die vielleicht soziale Ablehnung in ihrer Prägung ganz viel erlebt hat?
00:13:52: oder sprechen wir von einer Person, die sehr viele soziale Unterstützung in ihrer prägung erlebt hat.
00:13:57: Ganz andere Grundstatus von wie sicher fühle ich mich generell in sozialen Situationen dann aber auch wie sicher fülle ich mich in dieser Jetzt sind Situationen mit eben genau dieser Person mir gegenüber.
00:14:12: Das macht ja auch noch mal einen großen Unterschied und das hat Anja grad so schön gesagt, weil es einerseits natürlich mit Werten zu tun hat.
00:14:19: und machen wir uns nix vor in unserer Tierbabel spielen die Werte eine exorbitant große Rolle.
00:14:25: Ich möchte mich zum Beispiel nicht per se immer über Tiere unterhalten wenn ich auf neue Menschen treffe, weil ich mir so denke ich weiß jetzt nicht ob unsere Schnittmenge so groß ist Weil einfach die Tierbabe sehr heterogen ist.
00:14:38: Das macht im Profikontext eben ganz viel, wenn wir jetzt auf diese Fachrolle und das Machtgefälle schauen.
00:14:46: Das finde ich ganz wichtig, vermittel ich in meinen Fortbildungen auch eigentlich als ein Kernbaustein weil wir automatisch als Fachpersonen einen Gefälle haben.
00:14:56: Das ist einfach etwas was wir in unserer Kultur auch seit klein auf erzählt bekommen.
00:15:02: Wir müssen erstens ältere Personen immer respektieren und die, die irgendwas zu sagen haben.
00:15:08: Also Lehrerinnen oder in irgendeiner Form dann mal Chef-Chefin wie auch immer.
00:15:14: Und das passiert eben auch gerade im Kontext von Fachpersonal was vielleicht sogar im Gesundheits-, Tiergesundheitsberuf arbeitet.
00:15:22: ÄrztInnen zum Beispiel haben wahnsinnig viel grundlegende Obrigkeit irgendwie ja?
00:15:28: Und so sind wir einfach ein Stück weit sozialisiert.
00:15:30: Das heißt Egal, wie sehr ich versuche als Tierprofi das auf Augenhöhe zu gestalten.
00:15:37: Es wird immer ein Machtgefälle geben.
00:15:39: und jetzt switche ich wieder zu deiner Frage weil wir ja nochmal kurz die Rolle auch ändern wollen.
00:15:44: Wenn ich also als Tierhaltende so einer Person gegenüberstehe dann habe ich sowieso mehr oder weniger je nach Prägung dieses Machtgefälle was mich unbewusst beeinflusst.
00:15:55: wenn nicht jetzt zusätzlich vielleicht internalisiert habe dass ich Sowieso nicht so viel Weiß zu der Thematik oder dass ich vielleicht mir besonders viel Mühe geben muss, dass mein Tier gesund ist und fröhlich ist.
00:16:11: Weil sonst bin ich vielleicht gescheitert als Tierhaltende oder so.
00:16:16: Dann habe ich internale Arbeitsmodelle und auch Glaubenssätze die zusätzlich dazu beitragen, dass ich mich in der Situation nicht sonderlich kompetent fühlen werde und eh schon ein bisschen sage bitte hilf mir!
00:16:30: In Bezug auf die Fachpersonen selbst, wenn ich sonst in meinem Bereich in meiner Rolle total klar habe als Fachperson selbst.
00:16:38: Dass ich das gut händeln kann heißt es noch lange nicht dass sich das als Privatperson nenne ich jetzt mal genauso sehe.
00:16:46: und Wenn dann auch noch Stress entsteht weil die Situation komisch wird und mein Bauchgefühl nicht zudem passt wie Ich mich gern verhalten würde oder was ich auch vielleicht erwartet hab Dann kommt ja vielleicht auch noch der Faktor kognitive Dissonanz zum Beispiel dazu, den wir zusätzlich zu sozialem Stress und den Schwierigkeiten ins Handeln, ins Kommunizieren zu gehen haben.
00:17:08: Und dann fängt mein Kopf an dieses Problem lösen zu wollen weil es Gehirn hasst!
00:17:13: Kognitive Desolanz und würde so oder so automatisch versuchen es irgendwie zu lösen, was aber nicht immer nur dazu führt dass wir uns wohler fühlen sondern manchmal eben auch das wird zum Beispiel die Selbstabwertung selbst Beschuldigung wählen als Weg.
00:17:27: Oder eben auch noch weiter hinaufstellen der Fachpersonen um dieses Problem in uns selber zu lösern und dann wird's noch schwieriger.
00:17:35: ich habe gar keine Ahnung ob ich damit jetzt deine ursprüngliche Frage beantwortet habe Aber ich hab's mal erzählt.
00:17:40: Hagt doch gerne nochmal Entschuldigung
00:17:43: Genau.
00:17:43: Ich frame das jetzt ein kleines bisschen, ja?
00:17:46: Danke für die großartige Erklärung.
00:17:48: Du hast es sehr schön umkreist würde ich mir sagen.
00:17:53: wir haben das jetzt mal von allen Seiten beleuchtet.
00:17:57: Ich würde gerne nochmal ein bisschen reingehen denn du hast so viele Türen gerade aufgestoßen Und eine Tür, die ich ganz wichtig fand, die ihr jetzt beide genannt habt war ... Die eigene Sozialisierung.
00:18:09: Welche Rolle spielen Höflichkeit?
00:18:11: Konfliktvermeidung und auch die Angst vielleicht schwierig zu sein.
00:18:15: Kathi du hast davon gesprochen.
00:18:17: hatte ich in meiner Sozialisierung viel soziale Unterstützung oder eben nicht?
00:18:24: Wie erlebe ich das im Umgang mit anderen Menschen?
00:18:28: Ich würde da ganz gerne mal mit euch ein bisschen reingehen.
00:18:32: Magst du da noch mal was zu sagen?
00:18:34: Ja, also du kannst auch gerne noch deine Frage konkretisieren.
00:18:38: Aber grundsätzlich macht es ja einfach einen riesigen Unterschied welcher Lernerfahrung quasi habe ich im sozialen Kontext erlebt und das können... Das ist jetzt so ein bisschen Psychologin-Klischee aber es ist halt einfach so.. Was hab' ich zum Beispiel in meiner Kindheit für Erfahrungen gemacht?
00:18:54: Dürfte ich Fragen stellen?
00:18:57: Unwissend sein, durfte ich Stopp sagen.
00:19:00: Durfte ich Grenzen haben?
00:19:01: und es hat nicht nur was mit der Kindheit natürlich zu tun sondern auch im weiteren Verlauf im Leben.
00:19:06: aber Ich habe ja eine Grundidee von Mein verhalten wird wahrscheinlich in diesem Kontext das oder dass in meinem Gegenüber auslösen können.
00:19:15: Und dann werge ich automatisiert ab Kosten nutzen so ein bisschen Ja.
00:19:20: und wenn ich aber sehr viel angst davor hab dass ich jetzt zum Beispiel als schwierig wahrgenommen werde und dann das Machtgefälle besteht.
00:19:28: Und dann vielleicht die Konsequenz sein könnte, dann ist aber dieser Tierarzt oder die Trainerin vielleicht nicht mehr so nett zu meinem Tier oder nicht mehr geduldig, oder erklärt nicht mehr gut.
00:19:38: Dann habe ich einen inneren Konflikt der Bahn, berechend relevant ist für das Wohlergehen meines Tieres aber auch für mich und dann entscheide ich mich vielleicht, wie du gesagt hast Höflichkeit oder solche Dinge, entscheide Ich mich vielleicht dazu, mich mehr anzupassen was aber dann eben wieder auf Kosten zumindest gefühlt wissen wir ja nicht immer ob die Tiere das jetzt nachhaltig wahnsinnig schlimm fanden Aber kann ja durchaus sein sprechen wir bestimmt auch gleich noch mal drüber, was es dann für Auswirkungen haben kann.
00:20:07: Ja, dann habe ich halt auf Kosten meines Tieres entschieden weil ich das Gefühl hatte und meistens ist das eben etwas was unbewusst sehr schnell abläuft, dass die Kosten sonst zu hoch gewesen werden und dass die psychologische Sicherheit war in dem Moment quasi nicht gegeben zu sagen stopp so möchte ich sie nicht machen.
00:20:24: oder können Sie mir das nochmal erklären?
00:20:26: Ich sehe dich gerade ganz engagiert nicken.
00:20:28: magst du da was zu sagen?
00:20:30: Nee, jetzt gerade
00:20:32: nicht.
00:20:34: Darf's auch nein sagen!
00:20:37: Der Gedanke der mir bei deinen Ausführungen gekommen ist, Kati, dass ich immer als Allererstes in diesen Momenten denke vielleicht übertreibe ich grade.
00:20:52: Vielleicht muss das so und ich bin ja auch ein bisschen soft Und ich bin eine Wendy Also das allererste, was dann immer direkt kommt in der Situation ist.
00:21:03: Ich will nicht schwierig sein jetzt irgendwie mittendrin dazwischen zu gehen.
00:21:09: Finde ich schwierig!
00:21:09: Ich will auch keinen anderen professional blows stellen und... Dann kommt immer als allererstes dieser Selbstzweifel und ich denke mir okay vielleicht übertreibe ich gerade einfach und es ist vielleicht ein bisschen old school aber wird schon nicht so schlimm sein.
00:21:27: Da kommen wir an dieses, was du gerade gesagt hast am Ende des Tages entscheid ich dann auf Kosten meines
00:21:30: Tieres.".
00:21:31: Ja voll!
00:21:32: Weil wir ja solche Prägungen meist sehr lange in unserem Leben und unserem Gehirn schon geübt haben, sodass es klingt.
00:21:39: Ich spreche da immer gerne von dieser Autobahnmetapher im Kopf weil ich die einfach sehr passend finde dafür.
00:21:44: Unser Gehirnen wählt ja die Wege, die es sehr gewohnt ist Und eine Prägung in der Hinsicht ist halt meistens sehr viel älter als eine Prägung in Bezug auf zum Beispiel.
00:21:56: Ich will jetzt gut auf mein Tier aufpassen, die ist durchaus auch sehr gut von übernetzt in unserem Kopf aber trotzdem noch mal anders relevant weil wir dürfen ja nicht vergessen, wir sind soziale Wesen und sozialer Ausschluss gerade wenn wir das früher lebt haben ist einfach für unser Nervensystem so bahnbrechend relevant dass es einfach letztlich lebensrelevant akut Stresssituationen, wo der Stress wirklich auch hoch ist.
00:22:23: Weil wir Sorge um unser Tier zum Beispiel haben noch mal viel vulnerabler sind und dann... Also ich hab richtig gerade im Gänsehaut bekommen als du es geteilt hast weil ich diese Gedanken auch total kenne.
00:22:33: Ich habe diese Prägungen auch gemacht durch meine Neurodivergänz Dass man dann einfach schnell so dieses Muster aktiviert hat von Ich bin zuviel!
00:22:42: Ich darf jetzt hier auf gar keinen Fall irgendwie komisch sein oder nerven Bin wieder zu sensibel, weil mir das halt siebenhundert Millionen Leute vorher irgendwie mal in komischen Kontexten gesagt haben.
00:22:55: Ja und dann kommt die Rückschau?
00:22:56: Dann kommen wir aus der Situation raus quasi wieder.
00:23:00: Und dann kommt der Gedanke ich hätte eigentlich anders agieren wollen.
00:23:04: Ich wusste doch dass ist nicht in Ordnung.
00:23:08: Warum habe ich nichts gesagt?
00:23:09: und ich weiß nicht wie es bei dir ist Anja aber Ich bin dann so richtig guter drin, so richtig nadenlos mit mir zu sein.
00:23:18: Und mir wochenlang oder tagelang Vorwürfe zu machen und zu sagen, er kann doch nicht sein!
00:23:24: Also wirklich einmal draufzuhauen auf mich selber und zu sein, er kanne eigentlich nicht richtig sein.
00:23:31: Ja, das ist ja nicht nur einmal.
00:23:32: Das ist ja ein Überstunden.
00:23:34: Das zieht sich dann auch in die Nacht hinein.
00:23:36: also dann tatsächlich sich zu fragen okay wieso habe ich nicht so reagiert wie sonst?
00:23:40: Ich kann nein sagen.
00:23:42: warum gerade in der Situation nicht das nochmal auseinanderzunehmen und zu gucken ok woran nags denn überhaupt dass?
00:23:48: dann aber auch noch mal mit anderen zu besprechen unter anderem ja mit dir und aber auch mit sich anderen Leuten um zu gucken, wo war denn jetzt der Schlüsselpunkt?
00:23:58: Gab es überhaupt den einen Schlüsselpunkten?
00:24:00: Gibt's vielleicht nicht sogar mehrere Auslöser?
00:24:03: und mega spannend.
00:24:06: Und ich hatte das sehr lange nicht, dass ich so ein Auslöser hatte.
00:24:12: Ich finde das aber gut weil sonst würden wir heute hier nicht zusammenkommen!
00:24:17: Ja, ich war unglaublich dankbar als du das angesprochen hast.
00:24:20: Mich hat es über Wochen beschäftigt und meine Tochter spricht da jetzt noch mal nicht mehr vor und sagt Mama weißt ja noch wie wir mit der Kaya beim Tierarzt waren?
00:24:28: Und wir waren dann später nochmal mit ihr aufreißen.
00:24:32: Zumindest hatte ich was gelernt und hatte die Leberwurst selber eingepackt und habe dafür gesorgt dass sich nicht die gleiche Situation wieder erlebe.
00:24:43: Ich war so unglaublich dankbar, dass du das erzählt hast und dass du es angesprochen hast.
00:24:48: Also vielleicht geht es gar nicht darum, dass ich zu empfindlich bin sondern vielleicht ist das irgendwie ein systemisches Problem Und wir dürfen da gerne mal Licht raufwerfen.
00:25:01: Wir dürfen in der Gruppe darüber reden, denn offensichtlich bin ich dann nicht mit alleine und das alleine hat mich schon die Last von den Schultern genommen.
00:25:10: Danke an dieser Stelle.
00:25:12: Sehr
00:25:12: gerne, kein Problem!
00:25:14: Das hat mir total viel last von den Schultern genommen und deswegen auch die Idee dich und Kathi einzuladen uns zu sagen, also es ist kein Einzelphänomen sondern wir sind ja alle von Betroffen oder vielleicht nicht alle viele Ähm, der von Betroffen und offensichtlich haben wir hier ja ein Problem in dem System.
00:25:34: Wie erlebst du das Kati in deinen Coachings auch?
00:25:38: Ja über Systemprobleme kann ich sehr lange und sehr wütend reden.
00:25:42: Glaubst du, glaubst du nimm dir gerne die Zeit lass es rauchen.
00:25:45: Genau wie ich mir mit ihr wütende.
00:25:47: Oh
00:25:48: wirklich!
00:25:49: Also ich glaube wir müssen einfach... Ach ja, weiß ich auch nicht wo ich da jetzt anfangen soll.
00:25:55: Also wir haben definitiv einerseits ein Systemproblem und ich finde es gerade so schön dass ihr euch da gegenseitig gerade auch noch mal so gedankt habt weil was passiert wenn wir darüber sprechen uns nicht mehr alleine fühlen?
00:26:06: Ja genau diese psychologische Sicherheit die wir verloren haben in dem Moment kommt wieder ein Stück weit zu uns zurück und bin das so krass dass wir davon ausgehen können.
00:26:19: Also, das ist jetzt eine Annahme.
00:26:20: Das ist ein bisschen frech vielleicht auch aber wir stellen jetzt mal auf weil wir sind auch ein bisschen wütend aufs System.
00:26:26: Wir können ja vielleicht davon ausgehen dass dieser Mensch der so gehandelt hat ob es jetzt Trainerin ist oder Tierarzt sie sich vielleicht gar nicht großlänger Gedanken jetzt auch darüber machen und ihr habt euch irgendwie Tage und Wochen lang mit dieser Situation weiter rumgeschlagen.
00:26:42: also gibt natürlich auch Tierprofis die sehr viel dann im Nachgang darüber nachdenken und auch sich austauschen weil sie gemerkt haben, dass da was schief gelaufen ist.
00:26:51: Aber es gibt einfach auch viele die das überhaupt nicht auf dem Schirm haben oder eben auch so die Grundeinstellung haben von ja juckt mich nicht oder tatsächlich war wieder mal so eine... Ich sag jetzt mal ganz frech so ne hysterische Frau Ja?
00:27:05: Also wir haben ja sogar einen geschichtlich geprägten Begriff der die Frau als irgendwie komisch und zu sensibel irgendwie da framed Und das finde ich ganz ganz schlimm tatsächlich So, aber weil wir versuchen wahrscheinlich hier ein bisschen lösungsorientierter drauf zu gucken ist es glaube ich als Fachperson ganz wichtig dass wir alle wissen das wir Teil dieses Systems sind.
00:27:30: Also nicht nur Fachpersonen sondern generell auch Tierhaltende.
00:27:33: was bedeutet?
00:27:34: Dass wir alle manchmal gewaltvoll sind ohne es zu wollen und was auch bedeutet dass wir manchmal in der Situation sind dass wir nennen wir's mal Opfer von diesem System halt ein Stück weit auch sind und dass gar nicht immer ganz konkretes mit dem Menschen vor uns zu tun hat, sondern wir haben ja alle diese Prägungen drin.
00:27:53: Also patriarchat, Diskriminierungsformen anderer Art bla bla bla... Wir haben das alles irgendwie drin und ich glaube dass es sehr viel hilft wenn man das also nicht allen menschen aber vielen, weil man das in der rückschau auch mit drin hat, dass man merkt so hey!
00:28:09: Es war nicht mein individuelles Versagen zum Beispiel, dass sich für meinen tier dann nicht einstehen konnte, sondern multi-faktoriell begründet zum Beispiel und gleichzeitig auch als Profi zu sagen, hey es ist nicht nur mein individuelles Versagen wenn ich mich mal versehentlich gewaltvoll verhalte.
00:28:30: Wir können das ja auch nochmal definieren wenn ihr wollt.
00:28:32: aber für mich fängt es halt auch an beinahe ohne empathisch sein versehntlich diskriminieren bla bla.
00:28:39: Es geht nicht so sehr darum sich selbst dann zu beschuldigen und das passiert halt oft, wenn unser Gehirn versucht diese Kognitive Dissonanz zu lösen.
00:28:47: Das ist einfach ganz viel an Selbstabwertung auch produziert.
00:28:54: Sondern dass wir merken okay es gibt aber auch Handlungsräume und vielleicht auch Dinge die ich mit bedenken kann geben wir dann zwar ein bisschen weniger Kontrolle über die Situation und das ist manchmal gruselig für unser Nervensystem.
00:29:10: Deshalb ist Schul tatsächlich manchmal auch so ein Mechanismus von unserem Nerven-System sich wieder Kontrolle herzustellen, aber es hilft um dazu zu lernen.
00:29:20: und dass zum Beispiel auch ein Aspekt den du Celina eben angesprochen hast, ne?
00:29:24: Dass du beim nächsten Mal die Leberwursttube dabei hattest Ich könnte mir vorstellen, dass das ein Faktor war der dir dann für die nächste Situation auch ein Stück Sicherheit wieder gegeben hat.
00:29:34: So weil für diese eine Sache bin ich jetzt zumindest vorbereitet.
00:29:37: Das wird mir nicht nochmal passieren.
00:29:38: Genau!
00:29:39: Das wäre ja auch ne positive Auswirkung, die wir dann erreichen können.
00:29:43: Aber es ist auf jeden Fall nichts nur auf individuelles Versagen oder irgendwas zurückzuführen und ich finde das kann schon viel Entlastung schaffen wenn man uns da mehr fast hätten einfach auch bewusst werden.
00:29:54: Katin, dein Antworten ist immer so viel drin!
00:29:56: Ich würde eigentlich in jeden einzelnen Satz gerne noch mal reingehen.
00:30:04: Also ich
00:30:04: hab Zeit?
00:30:05: Ja
00:30:06: sehr gut, ich mag das total gern dass du die hysterische alte kurz angesprochen hast.
00:30:11: und ja da haben wir natürlich ein geschichtlichen Hintergrund.
00:30:16: Natürlich versuchen wir, lösungsorientiert zu sein.
00:30:20: Ich finde das aber persönlich genauso wichtig bei den Finger ab und zu mal in die Wunde zu legen und zu sagen Mensch da gibt es einfach eine Struktur für... Wir haben diese Prägung in uns, wir haben das vielleicht lange lange Zeit geglaubt.
00:30:34: Wir hatten jetzt gerade kürzlich im Podcast habe ich den kathesischen Fehler gemacht also die Annahme von Descartes dass Tiere keine Innenwelt haben wie sich in der Folge davon unser Verhalten oder unsere Sichtweise auf das Pferd, auf den Hund geprägt hat und dass wir da eben die Basis finden für diese ganze Dominanzbubble.
00:30:56: Und natürlich hilft uns das nicht jetzt, das stundenlang drauf herumzureiten und zu sagen ja früher haben Frauen oder Hausfrauen hier systematisch alkoholisiert worden und hatten ihr Hausfraunmittel in der Ecke stehen weil sie alle so hysterisch waren.
00:31:12: Aber das zumindest anzusprechen und zu sagen, Das ist Teil unserer Kultur.
00:31:18: Dass wir so auf Frauen, dass wir so auch Tiere drauf gucken Und wie gut, dass Wir heute weiter sind und dass wir unseren Blickwinkel anpassen dürfen.
00:31:29: Ich finde es einfach unglaublich wichtig, das auch so zu benennen Denn das macht ja auch wieder was.
00:31:37: Er erklärt schon wieder ein bisschen Das ist eine Grundannahme, die in unserer Gesellschaft immer noch unterschwellig weitverbreitet ist.
00:31:47: Auch wenn wir jetzt evidenzbar sagen können, gibt es keine Grundlage dafür!
00:31:52: Aber trotzdem ist dieses Gefühl, dieses Grundgefühl in der Gesellschaft ja noch da und das bringt uns auch in diese Dissonanzen.
00:32:00: Da darfst du gerne rein grätschen?
00:32:02: Ja, gerne!
00:32:04: Ja, voll.
00:32:05: Also ich glaube der eine wichtige Punkt den wir nochmal betonen können ist dass wir das alle halt internalisiert haben ja genauso wie wir alle internalisierten Rassismus haben und so weiter.
00:32:16: weil wir einfach so geprägt sind heißt aber ja nicht dass wir nicht daraus lernen und Dinge auch anders betrachten können.
00:32:24: Und genau das macht auch ein Stück weit kognitive Dissonanz.
00:32:27: Wenn meine Grundprägung zum Beispiel ist, ich nehme jetzt mal Selina's Beispiel an ja nicht dass du dich nicht gesehen fühlst aber einfach weil es bei Selina auch noch einen Mann war.
00:32:36: Das macht tatsächlich nochmal eine andere Dynamik.
00:32:40: Ich glaube ja bei dir war es eine Frau richtig oder zumindest weiblich gelesene Person wie auch immer.
00:32:46: Jedenfalls gehen wir jetzt mal von diesem Tierarzt aus und nennen ihn mal Mann weil er sich mir nicht mit anderen Pronomen vorgestellt hat.
00:32:52: Es ist einfach schlichtweg so, dass das noch mal mehr macht.
00:32:56: Ja?
00:32:56: Es ist eine Grundreaktion von uns durch diese kulturelle Prägung, da es wir dann noch schneller... Nicht alle wie immer!
00:33:06: Aber grundsätzlich eine Tendenz besteht, dass wir noch schneller in dieses... Ich mach's mal ganz plakativ ein bisschen dieses kleine Mädchen zurückfallen.
00:33:17: Oh ja!
00:33:18: Der große weiße Mann erzählt mir jetzt, wie die Welt funktioniert.
00:33:21: Ist ein bisschen übertrieben und überspitzt.
00:33:24: aber das ist einfach so eine Idee, die wir in unserem Nervensystem haben und das dürfen wir glaube ich mitdenken.
00:33:30: So rein systemisch.
00:33:33: Genau!
00:33:34: Das ist der feministische Part, den wir mitdenkern können.
00:33:39: und dann gibt es natürlich auch noch ganz viele andere Formen... Das macht auch kognitive Dissonanz, wenn ich mich selber als kompetente Frau mit sehr viel Wissen wahrnehme und dann mich kurz wieder fühle wie so ein kleines Kind.
00:33:53: Und das muss gar nicht nur was mit der männlichen Person vor mir zu tun haben sondern eben vielleicht auch einfach durch die Machtgefälle.
00:34:00: Dass ich dann plötzlich wieder denke, oh!
00:34:02: Vielleicht weiß ich ja doch nicht genug?
00:34:04: Und vielleicht bin ich jetzt doch gerade wieder... vollkommen unwissend und sollte lieber dieser Chorifee, die mir was erzählt zu hören.
00:34:12: Und vielleicht stelle ich mich an und bin zu sensibel?
00:34:14: Dann geht diese ganze Kette los weil wir denken ja auch ganz viel in Assoziationen.
00:34:18: das dürfen wir nicht vergessen.
00:34:19: wenn unser Hirn dann einmal in diese Aktivierung reingekommen ist dann ist es ein bisschen wie Sterne gucken nur nicht so angenehm.
00:34:27: Dann ploppen halt auch immer weitere Dinge auf die dieses Grundgefühl und die Grundannahme so bestärken.
00:34:36: Wir sprechen auch von zum Beispiel je nach Ausrichtung, aber z.B.
00:34:40: von Chemathar.
00:34:42: Das könnt ihr euch vorstellen wie so eine Schublade die aufgeht im Gehirn sehr einfach formuliert und dann sind da Dinge abgespeichert Die zu dem Körpergefühl zu den Gedanken zu den Gefühlen Und auch dem Verhalten passen und das ist halt meistens etwas was diese Grundjournalität in mir bestätigt.
00:35:03: Ja, also dann fühle ich mich klein unwissend kann keine guten Entscheidungen treffen muss auf diese Person vor mir hören blablabla und das macht es glaube Ich dann auch nochmal schwerer mit dem thema cognitive dissonanz.
00:35:14: sehr schön danke dafür Anja.
00:35:18: Lass uns mal einmal den vierbeiner wieder zurück mit ins spotlight.
00:35:21: holen wir jetzt ein bisschen über unsere eigene therapie therapy stunde Außenvorgelassen haben.
00:35:26: ich würde dich jetzt gerne Einmal als ferdemami fragen Hat es für dich die Beziehung zum Pferd tatsächlich verändert?
00:35:34: Hattest du in dem Moment das Gefühl, dass sich die Beziehen verändern oder im Nachgang?
00:35:38: Oder eben gar nicht.
00:35:40: Ich musste erst mal auf den Platz ein bisschen durchatmen und mich sortieren Und mein Hormonhaushalt musste sich erstmal wieder regulieren und dementsprechend aber auch für das Tier ich hatte so zwischendurch habe ich ja Mal meinem Pferde in die Augen schauen können hatte so das Gefühl, da ist irgendwie doch ganz viel Angst.
00:36:02: Ich weiß nicht ob es sich jetzt negativ auswirkt und danach.
00:36:06: also ich glaube ich habe mir viel mehr Gedanken gemacht als mein Pferd Und nachhaltig würde ich die Beziehung nicht als gestört bezeichnen sondern sie ist weiterhin sehr gut und Es lag aber glaube ich eher daran wie ich damit umgehe.
00:36:26: Gehe ich noch genauso offen auf das Tier zu oder habe ich meine persönliche Haltung verändert?
00:36:32: Und ich glaube, dass macht ganz viel aus.
00:36:34: Wenn ich selber – das ist, glaube ich vergleichbar mit einem Tierschutz zum Beispiel übernommen habe Stelle ich mir die ganze Zeit vor, was der da erlebt hat?
00:36:45: Oder bin ich eher bereit mit ihm eine Neugeschichte zu beginnen und lasst die alten Sachen ruhen.
00:36:52: Und dementsprechend ist das relativ schnell abgehakt gewesen als mit ihm die Beziehung...
00:36:59: Ich versuch das einmal zusammenzufassen so wie ich das gehört habe und du darfst mich bitte gerne korrigieren!
00:37:08: Was ich gehört habe, ist das Pferd fand die Situation genauso unangenehm wie du.
00:37:15: Ihr seid aber zusammen da durchgegangen und auch wenn du dir im Nachgang noch Gedanken darüber gemacht hast bedeutet dass nicht, dass sich die Beziehung tatsächlich zwischen euch verschlechtert hat.
00:37:24: So
00:37:24: ist mein Empfinden.
00:37:25: ja!
00:37:27: Ich empfinde es sehr ähnlich mit meinem Hund – ich war ja dann beim nächsten Mal auf besser vorbereitet, da lege ich großen Wert drauf.
00:37:36: Und da würde ich dich gerne, jetzt haben Pferde ja grundsätzlich nochmal eine etwas andere Kognition als Hunde.
00:37:41: Mit Hunden habe ich leider nicht so viel Planung wie mit werden?
00:37:45: Frag mich da lieber nicht!
00:37:46: Deswegen würde ich Dich gerne als Hunderexpertin mal mit deinem Professional Background hier reinholen und sagen... Wie erlebst du das in deiner täglichen Praxis wenn solche Fälle zu dir kommen?
00:37:58: Du hast gerade auch von Tierschutzfällen ein bisschen gesprochen.
00:38:01: Das ist ja fast vergleichbar, ne?
00:38:03: Da haben wir ja auch eine Vorbelastung.
00:38:04: in der Beziehung Geht es mehr darum, wie wir die Situation vielleicht auch im Nachgang händeln?
00:38:13: Also ob wir übervorsichtig werden im Umgang oder unsicher.
00:38:16: Oder können wir tatsächlich davon sprechen, dass so ein... Ich mag das nicht Ausrutscher nennen weil ich finde dieses Wort verniedlich, dass immer so ein bisschen... Darum geht's nicht.
00:38:28: aber ich glaube Wir sind uns einig darüber, dass sowohl eure Beziehung zwischen dir und deinem Pferd als auch meine Beziehungen zwischen mir und unserem Hund eher auf was anderem aufbaut.
00:38:40: Normalerweise haben wir da nicht so viel Stress und Gewalt und Dessonanz zwischen uns, sondern
00:38:45: eigentlich
00:38:46: sind wir ganz gut miteinander.
00:38:48: Und ich hatte tatsächlich fast das Gefühl... dass dann eine gewisse Resilienz in der Beziehung auch ist und wir so einen Bounceback haben.
00:38:57: Und sagen, Puh!
00:38:59: Da sind ja jetzt... also wir fanden das beide.
00:39:01: irgendwie war nicht so schön aber wir sind auf der anderen Seite heil rausgekommen.
00:39:04: Und wie gut, dass wir uns haben?
00:39:06: Ja
00:39:06: so würde ich das aussehen.
00:39:07: Also wenn man das wirklich konkret bei dem Beispiel belassen, dann können wir es auch so annehmen.
00:39:13: Hunde lernen ja auch sehr assoziativ.
00:39:15: Das heißt die können ja selbst werden jemand anderem Tier oder einem anderen Tier, oder einen anderen Hundgewalt zugefügt wird.
00:39:22: Also wirklich auch körperliche Gewalt zu gefügt werden kann das dem Hund auch schon in Anführungsstrichen weh tun, den die Gewalt nicht erfährt.
00:39:33: und dementsprechend wenn wir jetzt aber tatsächlich bei der Flughafen bzw.
00:39:38: beim Tierarzt bei dir bleiben würde ich sagen dass eure Bindung ja schon gut war zu dem Zeitpunkt so dass ihr das auffangen konntet.
00:39:49: Da würde ich es erstmal beibelassen.
00:39:52: Dass wir das am Ende des Tages integrieren können und dass nicht zwischen uns steht, denn ich glaube, da ist ja auch eine große Angst die viele von uns immer haben.
00:40:02: Da ist das nicht perfekt gelaufen in der Situation.
00:40:05: Wir hatten Stress beim Verladen, wir hatten ein unangenehmes Erlebnis auf einem Kurs, höre ich ganz oft oder eben jetzt hier an der TH Situation.
00:40:16: Und dann kommen viele Menschen zu mir hinterher, machen sich Vorwürfe und sagen Mensch was habe ich mal im Pferd angetan der wird mir das ewig hinterher tragen.
00:40:23: So erlebe ich das nicht.
00:40:27: Ich glaube es kommt auch immer noch auf die Persönlichkeit des Tieres drauf an.
00:40:30: Also wenn ich natürlich so wie beim Menschen ja letztendlich auch also wenn ich jemand sehr empfängnis Also sehr sensiblen Hund habe der nimmt vielleicht Würde solch eine Situation, wie ihr sie erlebt habt jetzt mit dem Tierarzt würde die vielleicht anders verarbeiten gegenüber einem Tier was sagt oh ich bin eigentlich ganz in der Mitte und mir geht es so weit gut.
00:40:50: Und ja gut dann ist das jetzt halt mal passiert.
00:40:52: Dementsprechend kann sich natürlich auswirken im Sinne von wird er vielleicht unsicherer oder engsicher an gewissen Situationen?
00:40:59: Oder ist der Hund einfach trotzdem noch in der in der Beziehung.
00:41:06: Ich glaube, was mir einfach auch wichtig ist... ich denke wir haben beide etwas gelernt.
00:41:13: fürs nächste Mal quasi und das ist wahrscheinlich auch ein ganz wichtiges Element würde ich jetzt mal ganz wild drauf losraten und sagen gehen wir immer wieder hin und setzen unser Tier in die gleiche Situation.
00:41:29: es ist wirklich schlechtes dort!
00:41:32: uns allen der gleichen Situationen wieder aus.
00:41:34: Es ist wirklich schlechtes Deutsch, vielleicht mag mich jemand korrigieren.
00:41:38: Aber wiederholt sich dieses Erleben quasi?
00:41:43: Oder sagen wir okay einmal da reingefallen Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
00:41:49: machen wir so nicht weiter.
00:41:51: ändern wir was für die Zukunft.
00:41:52: ja Lass uns mal einmal bitte noch die Seiten wechseln bevor wir das hier Bevor wir das hier rund machen, bevor wir das abrunden.
00:42:02: Auf Englisch geht es viel schöner, dass man immer Rapid hat.
00:42:05: Lass uns mal einmal die Perspektive wechseln auch zu unserer Verantwortung als Professionals.
00:42:10: Das ist ja auch ein Herzensthema von dir, Cardi.
00:42:14: Wenn wir auf der anderen Seite stehen des Machtgefälles... Was können wir denn tun?
00:42:23: Wie kann ich denn aktiv quasi als Professional Ein gutes Setting schaffen, damit Menschen mir tatsächlich auch widersprechen können.
00:42:34: Sich auch trauen mehr zu widersprechen und das nicht nur theoretisch
00:42:38: dürfen.".
00:42:39: Das ist eine sehr gute Frage!
00:42:41: Ich muss mich jetzt kurz ein bisschen Impulskontrolle betreiben, weil ich ungefähr siebzehn Stichpunkts zudem aufgeschrieben habe was an ihr gesagt.
00:42:49: Aber ich darf es aufbauen.
00:42:50: Warte, lass uns das doch zuerst machen und dann gehen wir hinterher.
00:42:54: Ich will doch wohl nicht sagen, klar!
00:42:56: Die nehmen uns gerne.
00:42:59: Ich fand das nämlich so wichtig was Anja gesagt hat diese ganzen Facetten die auch da eine Rolle spielen wie sich dass jetzt auf die Beziehung auswirkt weil das können ja oft die Menschen einfach auch sehr gut übertragen Und auch nicht nur auf die beziehungen sondern generell auch auf uns selbst.
00:43:14: Ja Was sich ja verändern kann ist das Selbstbild.
00:43:18: wenn ich zum Beispiel danach, weil die Erfahrung für mich so doll war nicht mehr diese Grundidee hab von Ich bin eine gute Tiermodi um das jetzt ganz plakativ zu sagen.
00:43:28: dann wird sich auch was in der Beziehung verändern, weil ich mein Bild auf mich selbst verändert habe und sehr wahrscheinlich dadurch auch mein Verhalten anpasse die Interpretation des Verhaltens meines Tieres anpaste.
00:43:40: Irgendwann wird wahrscheinlich auch das Tier sagen ja früher wahrscheinlich als später da seid ihr viel mehr im Thema.
00:43:47: Das irgendwie verhält die Alte sich komisch so ne?
00:43:51: Also das wird es hier natürlich merken!
00:43:53: Und wir haben aber ja die Möglichkeit Aus solchen Situationen sehr unterschiedlich rauszukommen, dass zum Beispiel das Resilienz-Thema angesprochen.
00:44:03: Das wäre ja die Variante, dass wir hinterher zu einem Zustand zurückkommen der sehr ähnlich ist zudem von vorher außer dass wir die Erfahrungen halt logischerweise nicht rauslöschen können, ihr was gelernt habt bla blabla.
00:44:15: aber euer Qualitätsstandard sozusagen eurer Wohlbefindnis auf dem gleichen Modus.
00:44:21: natürlich kann es auch schlechter ausgehen, vor allem wenn die Erfahrung sehr krass ist zum Beispiel.
00:44:28: Aber es kann ja sogar das finde ich ein ganz spannendes Thema auch aus der psychologischen Forschung zu sogenannten posttraumatic growth kommen also dass wir hinterher sogar besser dastehen als vorher.
00:44:43: und bitte, ich bin überhaupt nicht Team toxische Positivität.
00:44:48: Du musst dir das nur irgendwie schön denken und einen Sinn darin finden.
00:44:50: also nee manche Dinge sind einfach scheiße aber es gibt einfach diesen Faktor wenn wir das sehr gut bewältigt kriegen dass es sein kann dass wir so viel daraus integrieren nicht nur vielleicht eine Leberwursttube sondern wirklich auch noch für unser selbst für die Beziehung zum Tier usw.. Dass wir sogar nach so einer Erfahrung mehr wohl befinden haben, resilienter auf das nächste reagieren könnten und so weiter und sofort.
00:45:17: Also die Variante gibt es auch.
00:45:18: ich erwähne das immer gerne weil zumindest in meiner Z-Gruppe von Menschen sehr häufig auch die Grundangst besteht vor solchen Stresssituationen und dann manchmal sogar schon vermieden wird zum Beispiel eine Klinik zu fahren oder sowohl einfach Angst davor besteht was könnte passieren?
00:45:38: Genau!
00:45:38: Und ich glaube, die anderen Sachen kann ich mir verknifen damit wir ein bisschen die Zeit und Blick haben.
00:45:44: Das war mir noch wichtig dass wir das so ein bisschen reframe, dass es gar nicht immer nur ganz dramatisch ausgehen muss, kann aber nicht muss!
00:45:53: Die Fähigkeit zur Integration, das hast du gerade so schön erzählt und das hat ja auch ganz viel... Ich bin hier nicht vom psychologischen Pfachter.
00:46:03: Seid ihr beide besser drinnen als ich?
00:46:08: Ich stelle jetzt mal eine steile These auf, das hat ja auch was damit zu tun wie unsere Beziehung sonst so ist.
00:46:14: Nicht nur der eine Moment entscheidend ist sondern das große Bild und für mich als Person ist es immer ganz wichtig dass ich das Gefühl habe das wird anerkannt.
00:46:24: Das war gerade Kacke würde ich jetzt nicht gerne noch mal wiederholen, aber es wird anerkannt dass das kacke war.
00:46:33: Das war für uns beide Kacke und jetzt können wir auch weitergehen und können das irgendwie integrieren.
00:46:37: im besten Fall haben wir was gelernt und können's beim nächsten Mal besser machen.
00:46:40: Voll!
00:46:41: Das war gerade ein wichtiger Satz.
00:46:43: Es war für Uns Beide Kacche weil der öffnet dann auch die Töfe selbst mit Gefühl statt ganz hier selbst Beschuldigung im Nachgang.
00:46:52: Dass wir wirklich wahrnehmen.
00:46:53: hey das war nicht nur für mein Tier schwer sondern auch für mich war das grad schwer.
00:46:58: Ja Danke, dass du das nochmal rausgearbeitet hast.
00:47:01: Genau und es war für uns beide nicht schön.
00:47:05: Das gibt's ja einfach auch mal im Leben.
00:47:08: Wäre schön wenns anders wäre aber ist meistens nicht so.
00:47:11: Und jetzt fange ich euch ein und wir gehen zurück in unsere professionelle Setting und würde gerne mit euch gemeinsam darüber nachdenken.
00:47:21: denn Ja!
00:47:22: Wir versuchen lösungsorientiert zu sein im Podcast was für Werkzeuge haben wir als Professionals?
00:47:29: Viele unserer Zuhörer sind Professionals, viele sind auch Tierbesitzer.
00:47:34: Was für Werkzeuge haben wir auf beiden Seiten?
00:47:38: Auf der einen Seite als als Professional damit wir quasi Settings schaffen können dass Menschen gemeinsam mit ihren Tieren sich trauen bei uns zu widersprechen und sagen zu können das fühlt sich gerade nicht gut an.
00:47:55: irgendwas ist hier fühlt sich nicht gut an.
00:48:00: Das passt nicht.
00:48:01: und nicht nur, dass wir theoretisch sagen ja die darfst natürlich auch nein sagen sondern das wird tatsächlich quasi aktiv da so ein bisschen vor Beugen.
00:48:11: Anja wie gestaltest du das bei dir in deiner Praxis?
00:48:14: Also
00:48:14: ich versuche immer den Menschen und dem Tier entsprechend Raum zu geben.
00:48:18: Pausen werden eingelegt für beide.
00:48:21: Ich muss natürlich mir auch vorher einen gewissen Wissensstand Fragen bei den Menschen, wie viel Vorerfahrung war die Person schon mal anderen Trainern gewesen?
00:48:32: Wo ist der jetzige... Was ist das Ziel?
00:48:35: Die Intention von dem Ganzen.
00:48:37: Wo darf es hingehen?
00:48:38: und dementsprechend gucke ich dann, versuche auch auf nonverbale Signale zu reagieren.
00:48:45: Wie ist die Körperschaltung?
00:48:47: Ist sie angespannt?
00:48:48: also heißt zum Beispiel sind die Schultern oben ist die Mimik noch weich von dem Gesicht zum Beispiel.
00:48:56: Wie bewegt sich die Person?
00:48:57: Hat die ein leichtes Gangbild, also ähnlich eigentlich auch wie bei den Pferden laufen sie leicht und geschmeidig oder sind sie relativ angespannt oder total angespannt?
00:49:09: und dementsprechend stoppe ich dann die Situation und frage nach und genauso es ist ja beim Hundert letztendlich auch.
00:49:16: Also natürlich kann man nicht ohne Stress.
00:49:19: Also es geht ja nicht, sobald man in andere Situationen reingeht im Sinne von das ist eine neue Umgebung.
00:49:28: Da geht's dann letztendlich auch schon los ne?
00:49:31: Der Mensch kommt auf dem Hundeplatz kennt den Hunde Platz noch nicht und so weiter.
00:49:35: also da gibt sehr ganz viele Sachen Und ich finde das erste Telefonat der erste Kontakt Das erste Gespräch ist schon sehr entscheidend oder die erste E-Mail, wie man sich so austauscht.
00:49:48: Ob es wertschätzend ist, ob es empathisch ist und ich gucke wirklich ganzheitlich das ist ganz wichtig zu schauen.
00:49:57: nicht nur bei einzelnen Fragmenten sondern beim Tier geht es mir auch darum sowie bei euch auch was macht die Ernährung?
00:50:05: Was macht das Umfeld?
00:50:06: Wie ist der Tagesablauf Schlafe, Rhythmus.
00:50:11: Das zählt alles mit dazu.
00:50:12: und natürlich aber auch wie geht es dem Menschen?
00:50:16: Was macht der beruflich?
00:50:17: Wie viel Zeit kann er sich für das Tier nehmen?
00:50:20: Also wirklich ganz viele Schrauben, woran man drehen
00:50:23: kann.".
00:50:24: Ich
00:50:24: hatte so sehr gehofft dass du das sagst und du hast es natürlich gesagt.
00:50:27: danke dafür!
00:50:28: Du achtest auf die nonverbale Kommunikation.
00:50:33: Das ist sicherlich ein wichtiges Tool in meiner Arbeit.
00:50:39: Spätestens da können wir natürlich dann nach reingehen und bewusst auch Pausen setzen.
00:50:43: Und den Menschen einen Moment zum Durchatmen geben, denn natürlich hast du recht ne?
00:50:49: Die Situation ist herausfordernd, eine Unterrichtssituation ist immer herausfordernt.
00:50:56: Keiner von uns schläft dabei ein aber wir können als Professionals Rahmen schaffen die angenehmer sind, die auch raum lassen für die Aufregung.
00:51:07: Und ich erzähle mal gerne die Geschichte wie am Anfang bei mir... Ich musste als Praktikant hin zu Band gehen!
00:51:13: Ich habe nämlich leider meine Strass-Level den ersten zwei Wochen nicht so weit runtergekriegt dass ich überhaupt hören konnte was er sagt.
00:51:20: also wir können dann natürlich Räume schaffen und Dass so aufbauen, dass unser Schüler oder die Menschen mit denen wir arbeiten.
00:51:32: Die Tiere mit denen wer arbeiten vielleicht nicht over the edge gehen.
00:51:36: Das würde ja reichen darf ja aufregend sein das ist ja nicht schlimm aber Vielleicht ist es ein angenehmes gefühl mit dem sie daraus gehen.
00:51:42: Kati du hast bestimmt noch ein paar wertvolle tipps für uns.
00:51:45: hoffe ich habe zumindest jetzt erst mal ein paar Gedanken noch.
00:51:48: Ich fand es ganz schön zu hören wie anja das macht und ich würde Ein bisschen darauf bezug nehmen wollen weil das so vielleicht auch etwas Praxis näher ist.
00:51:59: Wir hatten ja so eingangs auch die Frage, wie können wir den Setting schaffen in denen Menschen... sich auch trauen, irgendwie zu sagen.
00:52:07: Ich möchte das so nicht oder wie auch immer dass es nicht so ein theoretisches Konstrukt ist weil ich glaube das ist schon einen Unterschied den viele Tierprofis nicht auf dem Schirm haben Weil sie's also gar nicht jetzt irgendwie anmaßend gemeint sondern weil es einfach da auch wieder ein Systemproblem ist, dass es halt in den Tierprofi Ausbildung vorwiegend ums Tier geht Sie dann aber so Hupsi später ja ganz viel mit Menschen zu tun haben.
00:52:29: Aber eben diese Brücke manchmal fehlt.
00:52:34: Was sehr, sehr wichtig ist, dass Entscheidungen nicht nur informiert getroffen werden können.
00:52:38: Ich glaube daran sind hier Profis meistens schon sehr gut, dass sie ihre Kundinnen sehr gut informieren können.
00:52:44: aber es ist auch wichtig das möglichst freiwillige und auch wieder rufbare Entscheidungen sind also dass ein Setting erstellt wird und es wird dauern.
00:52:55: Es ist auch manchmal eine Prozessbegleitung dass die Person wirklich spürt und nicht nur gehört hat, sondern wirklich spürt.
00:53:02: Ich darf jederzeit widersprechen Stoppsagen mich umentscheiden ohne das mehr das negative Konsequenzen macht.
00:53:11: so ein bisschen jetzt dieser Full Circle Moment zum Anfang wo wir darüber gesprochen haben, dass es einfach wichtig ist dieses Sicherheitsgefühl zu bekommen je nach Prägung die ich hatte dass ich hier widersprechen kann, weil vor mir jemand ist der das wertschätzend aufnimmt und mich nicht dafür ablehnt oder von mir denke ich sei schwierig.
00:53:36: Und das ist glaube ich einen Punkt den wir bedenken können.
00:53:39: Das macht in der logischen Schlussfolgerung, dass es nicht reicht zu sagen du darfst jederzeit nein sagen!
00:53:46: Es kann auch wichtig sein, das jetzt klar zu benennen Aber es ist nicht immer ausreichend.
00:53:51: und wollte gerne den Aspekt von Anja und auch dir aufgreifen mit dem Ausdrucksverhalten des Menschen, weil wir da manchmal einen Punkt ein bisschen vergessen.
00:54:05: Ich bin gerade etwas sehr gebeist aufgrund einer Fortbildung, deshalb teile ich das jetzt mit euch.
00:54:10: Ich mache ja ganz viel in Bezug auf Traumasensibilität aber eben auch in Bezugs auf neurodivergente Menschen was ja gar nicht so wenige betrifft.
00:54:19: Gerade im Kontext mit Tieren werdet ihr da wahrscheinlich mit konfrontiert sein und da ist das Ausdrucksverhalten nicht immer zu verlässig.
00:54:28: Es muss nicht mal aufgrund von Trauma oder Neurodivergenz sein, es gibt natürlich auch andere Prägungen die zum Beispiel machen.
00:54:35: Das hatten wir heute schon, dass wir einfach höflich lächeln weil wir Sorge haben wenn wir jetzt Nein sagen oder was auch immer das wir halt irgendwie komisch sind oder so.
00:54:44: und ich nehme jetzt ein Beispiel weil ich das die ganze Zeit mache und innerlich schmunzeln musste als Anja das ausgesprochen hat mit dem mit der Körpersprache zb.
00:54:53: Ich bin die ganze zeit am stimmen.
00:54:55: Also ich habe die ganze Zeit hier so ein Knet-Dings in der Hand.
00:54:58: Und für ganz viele Menschen wäre das, in der Erstinterpretation... Oh!
00:55:03: Die Person ist irgendwie aufgeregt nervös ängstlich was weiß ich?
00:55:06: Aber es ist in meinem Fall einfach nur ein Tool dass sich mich besser konzentrieren kann aufgrund meiner Neurotivergenz.
00:55:13: Das könnte eine Sache sein, die wir manchmal viel interpretieren weil wir dann sehr viel Aktivität zum Beispiel körperlich als Nervosität Misframen, ein Beispiel.
00:55:27: Auf der anderen Seite könnte es sein dass wir vielleicht eine Autistin vor uns haben die einfach sehr wenig Mimik zeigt, sehr wenig emotionalen Ausdruck im Gesicht und wir viel interpretieren das vielleicht als oh.
00:55:40: die ist aber vielleicht sehr nervös oder mag, mag mich gar nicht irgendwie nicht zustimmend oder so.
00:55:46: Und je nachdem wie stark die Personen Dinge auch maskieren kann es sehr, sehr schwierig sein für eine Fachperson im Tierbereich und generell für andere Menschen zu erkennen dass die sich gerade nicht wohl fühlt.
00:56:00: Weil ihr ganzes Leben lang darauf geprägt wurde.
00:56:04: Wenn du nicht sozial ausgeschlossen werden willst, dann imitiere das Verhalten was sozial angemessen angepasst ist.
00:56:10: Und es ist eben bei Menschen mit zum Beispiel Neure Divergents aber vielleicht auch Traumat haben in der Lebensgeschichte nochmal anders krass ausgeprägt als vielleicht in der nennen wir's mal Durchschnittsgesellschaft wenn wir an eine Normalverteilung denken ohne dass alles außerhalb dieser Kurve oder an den Rändern komisch wäre, sondern einfach nur anders.
00:56:32: Und ich glaube das ist wichtig dass wir das in unserem empathischen Prozess nicht vergessen, dass es natürlich so ist, dass sich meistens Emotionen auf Verhaltensebene und auch Mimik zeigen aber es eben Gründe geben kann warum sie das nicht tun und dann kann es echt zu krassen Missverständnissen kommen.
00:56:49: und ich glaube deshalb würde ich einfach nur ergänzen wollen Es hilft sehr sehr doll eine Grundhaltung in der Ich Nicht sofort ins Interpretieren gehe und mir versehentlich anmaße zu wissen, wie es einem in meinem Gegenüber geht oder was der gerade braucht.
00:57:07: Sondern im Zweifel einfach zu fragen!
00:57:10: Das macht schon ganz viel in vielen Situationen wenn wir diese Grundhaltung Menschen gegenüber haben dass wir nicht denken und diesen Bayes haben wir alle das die eigene Wahrnehmung grundsätzlich die Wahrnehnung von Menschen ist.
00:57:23: Wisst ihr mich mein?
00:57:25: Ich höre jetzt auf ihr tut gerne
00:57:28: Ich muss gerade daran denken, überhaupt nichts mit unserem Thema zu tun und doch so viel.
00:57:32: Deswegen muss ich das jetzt leider erzählen – ihr müsst mir zuhören!
00:57:37: Ich habe gerade ein Podcast aufgenommen letzte Woche mit der wunderbaren Leiser Aschen.
00:57:42: Die ist Researcherin.
00:57:44: im Bereich Pferd untergeht es vor allem gar nicht so sehr um die Pferde sondern um Menschen und Kompetenz beim Menschen.
00:57:51: Die Frage, die sie gestellt hat jetzt in dem letzten Paper was jetzt irgendwann veröffentlicht wird und sobald es dann raus ist kommt auch der Podcast.
00:57:59: Die Frage diese gestellt halt ist wenn uns so viel mehr Informationen zur Verfügung stehen wie welfare eigentlich besser geht warum kommt davon so wenig im täglichen Leben an?
00:58:09: Das angelegte Studie die Sie gemacht haben in den Reitschulen in der UK.
00:58:17: Ich fand es sehr schön, wie Sie das angegangen sind am Ende des Tages.
00:58:20: Denn ganz oft haben sie immer wieder dasselbe rausgearbeitet und haben die Professionals eben nicht nur beobachtet sondern haben sie aktiv mitarbeiten lassen und aktiv Feedback geben lassen.
00:58:31: ihre eigene Wahrnehmung da.
00:58:33: deswegen ist es mir gerade eingefallen weil du immer wieder sagst ne?
00:58:35: Ist nicht nur eine... ...ist nicht eindimensional!
00:58:39: Und was dabei rausgekommen ist, dass es im Endeffekt um drei Ebenen geht und du hast quasi Mindset, Skill Set und System Set.
00:58:49: Unser Skill Set unsere Fähigkeiten, unsere Kompetenz die kann so groß sein.
00:58:53: wenn wir auf der anderen Seite im MindSet irgendwo ein Gap haben kommen wir an das Skill Set nicht dran.
00:59:00: oder wenn es das System von außen ist das dafür sorgt dass wir uns nicht trauen in die eine oder andere Richtung zu gehen, kommen wir an das Skillset nicht ran.
00:59:08: Können wir diesen Update-Button nicht drücken?
00:59:12: Und ja genau ich fand dieses Bild so schön es ist so plastisch und dann können wir irgendwie alle rausgehen um es vielleicht auch weniger inkompetent oder weniger inkomblett fühlen.
00:59:24: denn vielleicht geht es gar nicht darum nochmal irgendwo ein Zauberlöfenzahn zu finden, sondern vielleicht geht es eher um diese Verbindung von organisch da irgendwie... ...drennenbleiben und den Herausforderungen des Lebens die wir ja sowohl als Profi-als auch als Tiermama haben.
00:59:44: Dann gemeinsam entgegenzutreten ohne dass wir dieses von oben drauf kriegen.
00:59:51: Sagst ruhig?
00:59:51: Ich sehe wie die Lippen sich bewegen!
00:59:53: Meine
00:59:54: jetzt?!
00:59:55: Ja deine!
00:59:56: Na schau hab ich gar nicht gemerkt.
01:00:00: Ja, ich finde das extrem gut nochmal auf den Punkt gebracht und danke dir sehr für den Einblick weil es total viel Sinne gibt.
01:00:09: Also gibt ja eine Milliarde Modelle immer aus ganz verschiedenen Professionen und ich find's so witzig dass wir im Kern dann oft zu denselben Schlüssen kommen, weil es einfach so ist, dass das ja unterschiedliche Bereiche sind die mich da beeinflussen Die Betrachtung, dass das Ganze multifaktoriell ist.
01:00:31: Da sind wir uns ja auch alle drei einig, ne?
01:00:33: Das habe ich bei euch beiden jetzt auch schon mehrfach irgendwie rausgehört und es ist ja auch ein Kernthema von Selina's Arbeit.
01:00:41: Und ich glaube dieses Bewusstsein darüber... ...ist so wichtig!
01:00:45: Dass wir das auch wenn wir dann in der Profirolle sind und die Situation für unsere KundInnen gestalten wollen.
01:00:54: Dass wir wahrnehmen, dass wir immer einen Einfluss haben aber eben auch nicht alles kontrollieren können, weil das Leben kein Labor ist und weil wir logischerweise auch in unserem Gegenüber und in dem Tier was dabei ist.
01:01:09: Und wenn uns selbst so viele Einflusskomponenten haben, dass es auch vollkommen normal ist – jetzt kommt es für mich wichtiges!
01:01:17: dass wir Fehler machen.
01:01:18: Das ist sogar was Gutes, weil dann können wir theoretisch daraus lernen und haben eine neue Information in unserem System.
01:01:24: aber wir haben alle gerade in unserer kulturellen Kreis ganz viel Angst davor ein Fehler zu machen.
01:01:31: Und viel Anspruch.
01:01:32: das war ja etwas was ich an ganz auch erwähnt habe ne?
01:01:34: Es wäre oft so eine Anspruchshaltung krass auch an uns haben in Bezug auf die Tiere aber auch auf unsere Arbeit bezogen und eigentlich ist es doch voll cool Also richtig radikal zu akzeptieren, dass wir eigentlich auch viele Dinge in so Situationen nur falsch machen können.
01:01:51: Und das ist es aber nicht schlimm, weil wir ganz viele andere Dinge auch richtig
01:01:55: machen.
01:01:57: Großartig!
01:01:58: Ich würde diesen Full Circle Moment hier eigentlich gerne stehen lassen bevor wir das nächste Thema aufmachen und nochmal eine Stunde quatschen.
01:02:05: Ähm, Kathi noch mal ganz kurz.
01:02:07: Wenn ich mich recht entsinne du bietest eine Fortbildung dazu an für Fashion also oder?
01:02:12: Ja tatsächlich entweder für diejenigen die sagen Ich will eigentlich nur mich besser auf das Tier fokussieren können und der Mensch soll nicht so wilde wehre Sachen machen Und eine Grenzen sollen gewahrt werden und so.
01:02:23: Das gibt es einmal die Emotionsexpertise, aber es gibt auch für allejenigen, die ein bisschen nördig da reingehen wollen und nicht zusätzlich noch Psychologie studieren wollen, gibt's halt ne sehr intensive Weiterbildung den Prozesskompass.
01:02:37: Genau findet ihr!
01:02:39: nicht auf meiner Homepage, weil ich mit Technik sehr viel schlechter bin als mit psychologischem Wissen.
01:02:43: Deshalb schreibt mir doch gerne im Zweifel einfach!
01:02:46: Aber sonst findet man es auch auf Instagram.
01:02:48: Wir
01:02:49: würden sowohl deinen Instagram- als auch deiner Homepage dann einfach an die Snow Notes reintun.
01:02:53: und Anja wenn ich jetzt sympathisches Hundetraining so vorfinden möchte...
01:02:57: Ihr findet mich im Internet unter www.eure-hundezeit.de und da gerne per E-Mail oder auch gerne anrufen, genau.
01:03:07: Arbeitest
01:03:07: du online?
01:03:08: Oder in welcher Region bist du tätig?
01:03:10: Beides!
01:03:10: Ich bin online, stehe ich zur Verfügung macht er per Zoom-Angebote und aber natürlich auch praktisch im Göttinger Raum.
01:03:20: Tastisch,
01:03:20: dann würden wir das nämlich auch ganz gerne in die Shownauts mit reinnehmen damit ihr beide auch gefunden werden könnt.
01:03:28: Und
01:03:29: wenn wir schon so viel Kompetenz in einem Podcast haben da muss man ja sagen ein bisschen streuen dass die Leute an euch rankommen bedanke ich mich ganz herzlich für eure Zeit.
01:03:41: und an unsere Zuhörerinnen nochmal einmal der Wunsch.
01:03:44: Wenn ihr Spaß an der Folge hattet, dann freuen wir uns sehr darüber wenn ihr ein Like da lasst!
01:03:50: Wenn ihr es irgendwie auf den Socials mit verteilt, wenn ihr unseren Abo im Kanal da lasft oder was auch immer für euch passend ist... Ich stehe ja so'n bisschen mit Social Media auf Kriegsfuß.
01:04:03: deswegen bin Bin ich immer froh, wenn ich meine Zeit in so schöne Dinge hier investieren kann und gar nicht in den Social Media-Hassel
01:04:14: reingehe.
01:04:14: In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein wunderschönes Wochenende!
01:04:19: Ich freue mich auf die nächste Folge – ich habe gerade zwischen den Zeilen schon mindestens das nächste eine Thema gehört vielleicht auch Zwei, wo wir sicherlich noch mal tiefer reingehen und ich freue mich sehr auf euer Feedback.
01:04:33: Was ihr aus dieser Folge mitnehmen könntet und ja vielleicht habt ihr das eine oder andere Erlebnis was ihr mit uns teilen möchtet.
01:04:42: in diesem Sinne bis bald!
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