Die Pferdigkeit des Pferdes
Shownotes
In dieser Folge von Equidemia Insights spreche ich darüber, warum ich Pferde nicht über ihre Disziplin, ihr Verhalten oder unsere Trainingsziele definieren möchte. Im Mittelpunkt stehen ihre Biologie, ihre Wahrnehmung und ihre artspezifischen Bedürfnisse. Die zentrale Frage lautet: Was erlebt das Pferd eigentlich wirklich?
Ich verbinde die Konzepte Teleonomie, Allostase und Homöostase sowie Schmerz und Stress und zeige, warum äußere Ruhe oder angepasstes Verhalten nicht automatisch Wohlbefinden bedeuten.
In dieser Folge:
Jedes Pferd ist zuerst ein Pferd: Warum Zucht, Domestikation und Training seine biologischen Bedürfnisse nicht aufheben.
Vom Alphawolf-Mythos zum Pferdemythos: Wie Dominanzdenken unsere Vorstellungen von Pferdeverhalten und Training geprägt hat.
Teleonomie, Affordanzen und Agency: Wie artspezifisches Verhalten, Umweltbedingungen und Handlungsspielräume das Erleben des Pferdes beeinflussen.
Allostase und chronischer Stress: Warum sich viele kleine Belastungen summieren können und Anpassung ihren Preis hat.
Brav sein ist kein Wohlbefinden: Warum Compliance und äußere Ruhe keine verlässlichen Belege für geringe Belastung sind.
Normalverhalten als Referenz: Warum wir wissen müssen, wie Pferde sich unter geeigneten Bedingungen verhalten.
Training beginnt im Alltag: Wie wir auch beim Putzen, Verladen, Tierarztbesuch und in der Hufbearbeitung mehr Vorhersehbarkeit, Mitgestaltung und Erholung ermöglichen können.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben in nineteen, sieben und vierzig ein Zoologe beobachtet Wölfe.
00:00:05: Und zwar Wölfen die einander fremd sind und die sich in einem Zoo Gehege befinden und zusammengesperrt wurden.
00:00:12: Sie müssen sich Notgedrohungen arrangieren und aus genau diesem Setting entsteht ein Bild das über viele Jahrzehnte Das vorherrschende Bild in der Ethologie ist Der Alfa Wolf der sich seine Positionen in ständigen Rangen kämpfen Er kämpft.
00:00:29: Dieses Bild wandert weiter, das wird auf Hunde übertragen und auch auf Pferde!
00:00:34: Die Dominanztheorie prägt jahrzehntelang auch das Pferdetraining.
00:00:39: Erst nineteen-neun-neinzig wird es korrigiert als der Wolfsforscher David Mack ganz klarstellt in freier Wildbahn sind Alvertiere – ganz einfache Elterntiere.
00:00:50: Die ganze Theorie beruhte auf Tieren unter enorm völlig unnatürlichem Stress, völlig normales Verhalten unter völlig abnormalen Bedingungen gezeigt.
00:01:02: Ein Mythos kommt ziemlich schnell in die Welt und es ist recht schwer den wieder wegzukriegen vor allem wenn er gut in unser menschliches Weltbild passt uns gerade irgendwie uns dienlich ist und viele Dinge erklärt uns da verschützt unbequeme Fragen zu stellen.
00:01:20: und jetzt die Frage die mich nicht loslässt was wenn wir bei unseren Pferden genau denselben Fehler gemacht haben oder aber auch immer noch machen.
00:01:30: Wenn wir das Verhalten von Pferden, die dauerhaft am Limit ihrer Anpassungsfähigkeit leben für normal halten?
00:01:37: Weil uns schlicht ein echtes Referenzbild fehlt?
00:01:40: und die Frage geht es uns heute um die einzige Frage, die uns da wirklich weiterbringt nämlich was erlebt einen Pferd eigentlich?
00:01:50: what is the horse experiencing really?
00:01:53: Darum geht's ja heute.
00:01:54: Ganz herzlich willkommen bei einer neuen Folge Equidemia Insights, dem Podcast für Pferdetraining mit Evidenz!
00:02:01: Ich bin Celina Skogran die Gründerin von Equidemia und... Euer Host.
00:02:06: Hier im Podcast denken wir gemeinsam Pferdetraining neu, wir wollen ethischer, empathischer und vor allem evidenzbasierter das Leben mit Pferden gemeinsam gestalten ganz ohne Gurus dafür mit viel Liebe sowohl für Pferde als auch für den Menschen der sein Pferd so sehr liebt!
00:02:29: Heute habe ich einen Satz für dich, der auf den ersten Blick fast zu simpel klingt um eine ganze Folge zu tragen.
00:02:35: Aber genau deshalb lieb' ich ihn so sehr!
00:02:38: Denn jedes Pferd – und das ist der Satz ja?
00:02:41: Jedes Pferde ist zuallererst immer mal ein Pferdd.
00:02:45: völlig egal, ob es ein Sportpferd ist.
00:02:47: Ein Pony ist eine Wildpferde.
00:02:49: Es ist ein Pferd zuallererst.
00:02:51: Ist immer mal ein Pherd.
00:02:53: klingt ziemlich banal weiß ich aber das was gerne mal so'n bisschen unter den Tisch fällt?
00:02:59: Ich weiß nicht.
00:02:59: ihr habt ihn vielleicht letztens gehört.
00:03:01: Ich war im Podcast zu Gast bei dem Kollegen von Team Huf.
00:03:05: die Christina hat auch ganz ganz wunderbar Von der Fortbildung erzählt auf der sie war und genau dass war das Thema, was da viel zu kurz gekommen ist.
00:03:16: Nächstes nämlich immer ja die kleinen Sottel-Ponys aber auch ein Sportpferd hat vier Beine.
00:03:20: Hattenkopf, hatten Schwanz.
00:03:21: ich bin mir ganz sicher es kackt vorne bei, hinten tritts ähm... Es frisst heu, es isst ein Pferd und äh.. Das ist was wir, dass dürfen wir nicht vergessen wenn wir uns unsere ganzen besonderen Achsofenzi, Sportpferde, Araber, Fredericks Borger, Lucitano angucken.
00:03:45: Es ist ein Pferd!
00:03:47: Lass uns ganz kurz daran bleiben denn dahinter steckt noch viel mehr Wissenschaft als der Satz auf den ersten Blick verrät.
00:03:53: und eine Frage die ich dir gleich mitgeben will damit sie dich die ganze Folge über begleitet und die Frage isst was erlebt das Pferdd eigentlich?
00:04:03: Genau jetzt in diesem Moment In dieser Sekunde, in dieser Übung.
00:04:08: In dieser Box, in diesem Paddock... ...in der Reit.
00:04:13: Wir nähern uns dem heute aus verschiedenen Richtungen an.
00:04:16: Aus drei Richtungen ziemlich genau und ehrlich gesagt keine davon ist besonders sexy auf dem Papier.
00:04:24: Trotzdem sind sie alle notwendig und wenn wir da ein kleines bisschen reingucken verspreche ich euch es lohnt sich!
00:04:31: Es wird spannend, es wird neugierig.
00:04:34: Das eine ist, es ist ein Konzept das um zwanzig sechsundzwanzig einen schicken neuen Namen bekommen hat.
00:04:41: So neu ist der gar nicht aber der transportiert eine uralte Idee.
00:04:47: jede Idee braucht einen Name und der Name ist das Teleonomen.
00:04:51: Teleonom bedeutet Art spezifisches Verhalten wenn wir das übersetzen wollen.
00:04:56: Zweitens das Konzept von Homeostase und Allostase also die Frage was Was ist ein Körper eigentlich wirklich kostet sich ständig an die Welt?
00:05:05: Anzupassen, der sich gar nicht ausgesucht hat.
00:05:09: Wenn wir also einen Tier, ein Körper aus seiner eigenen Lebenswelt rausnehmen und in unsere menschliche domestizierte Welt setzen dann kostet das natürlich eine Anpassungsleistung und das ist die Frage die wir hier stellen heute.
00:05:24: Und drittens das große Thema Schmerz, dass uns hier übergeordnet seit einiger Zeit immer mal wieder begleitet.
00:05:31: Genauer gesagt geht es eigentlich noch um die neue Definition von Schmerzen.
00:05:36: Da steigen wir gleich ein kleines bisschen tiefer ein.
00:05:40: Das hat jetzt die Pferdewelt erreicht und ja ruckelt da so ganz ordentlich rum, ne?
00:05:47: Es ruckelt ganz ordentlich auch rum an unserem... Mein Pferd hält das locker aus!
00:05:51: Drei-Fachtthemen würde man meinen, ist aber eigentlich nur eine einzige Frage.
00:05:56: Nur immer wieder ein bisschen aus einer anderen Perspektive gestellt und da nehme ich dich jetzt mit rein ganz ohne Fach chinesisch versprochen auch wenn du heute das Wortalostase zum allererst mal hörst kannst du auch wieder vergessen dass nicht wichtig.
00:06:09: das Konzept der Anpassung das ist wichtig.
00:06:12: lass uns loslegen und zwar mit der Frage was einen Pferd eigentlich unveränderlich zu einem Pferд macht denn?
00:06:20: Ich habe das vorhin schon gesagt Zuallererst ist das Pferd immer ein Pferdd.
00:06:24: Und fangen wir mit dem Wort an, was wahrscheinlich noch nie gehört hast?
00:06:27: Kein Wunder!
00:06:29: Es sind ziemlich altes Wort, dass jetzt wieder leben.
00:06:34: eingehaucht wurde, hat auch einen großen Hintergrund.
00:06:37: Ich habe das schon eine Folge zugemacht.
00:06:38: da ging es um das Thema Welfare Washing.
00:06:41: denn genau das ist das was wir jetzt so ein kleines bisschen erleben wenn wir über Social Licensing sprechen, wenn wir Über Equal Welfares sprechen und wenn wir auch über Pferdetraining neu denken sprechen dass wir ganz oft nach wie vor aus einer menschlichen Perspektive Denken und das vielleicht der eine oder andere nicht so gerne dahin gucken möchte, wo es ein kleines bisschen weh tut.
00:07:06: Und da meine ich jetzt gar nicht... Also ich rede jetzt gar nichts von besonders wilden Sachen, sondern da geht's vielleicht darum dass es irgendwie doch bequemer ist wenn das Pferd sauberer in seiner Box steht als wenn das Schlampfer direkt vom Paddock Trail kommt.
00:07:18: Und dann will man da vielleicht gar nicht so genau hingucken, wenn man den schönen Stall mit der Reiteile vor der Tür hat.
00:07:25: Dass das Pferd da eigentlich zwanzig Stunden in der Box steht und die restlichen zwei Stunden auf einem Viermal vier Meter Paddock, der ja eigentlich nicht paddock heißen dürfte So!
00:07:36: Das ist das Thema Wellfairwashing Die Kugeln an der Box, die Dekoration, die ist poliert.
00:07:42: Das Pferd steht aber eben immer noch auf vier mal vier Metern wenn es gut läuft und dann wundern wir uns warum sich denn so viel bewegen will?
00:07:48: Wenn wir damit in einer Reiterle sind ja Mensch!
00:07:51: Wo kann das denn herkommen?
00:07:53: oder dann wunden wir uns dieses Koordinationsschwierigkeiten?
00:07:56: Ja Mensch, da ist es ja eine wilde Nummer.
00:07:58: wo kann dass denn her kommen wenn das den ganzen Tag... Maximal mit den Strohbüscheln in seiner Box kämpfen muss.
00:08:05: Also ihr versteht, worauf ich hinaus will.
00:08:07: Deswegen ist das Szenenum so wichtig.
00:08:11: Die Gruppe um Christina Wilkins und Catherine Hancher hat dem Begriff zwanzig sechsundzwanzig wieder ja ein bisschen an die Oberfläche gebracht.
00:08:24: Und in der Publikation In Frontiers vorgeschlagen.
00:08:29: Das musste ich natürlich selbst erst lernen, weil ich das falsch verstanden hatte oder einfach nicht.
00:08:34: Ich wusste die Idee dahinter ist schon... relativ altes Adjektivteleonomie.
00:08:40: Das stammt schon von fünftig von dem Biologen Colin Pittendry und beschreibt die zielgerichtetheit biologischer Prozesse, hört sich komplizierter an als es ist.
00:08:52: Ganz simpel gesagt ein Lebewesen is durch seine Evolutionsgeschichte auf bestimmte Verhaltensweisen Bedürfnis- und Reaktionsmuster hin ausgerichtet, und zwar ganz ohne bewussten Plan oder auch über Spitz gesagt.
00:09:04: Es ist völlig egal wie oft du deinem Pferd Currywurst-Pommes anbietest.
00:09:08: es wird immer das Gras fressen.
00:09:10: Es is völlig egal, wie oft de deinem pferd hier in Norwegen wurde.
00:09:14: Das früher tatsächlich gemacht, wenn's wenns Hungersnöte gab bei dem Winter Wie oft du da im Pferdd toten Fisch vor die Nase hältst?
00:09:20: Es wird den nicht so gut verdauen können wie es das bei Gras oder kann.
00:09:27: Das heißt also Ja, da ist kein Plan hinter.
00:09:30: Sondern das Lebewesen gehört einfach in diese biologische Nische an die es adaptiert.
00:09:35: Da ist es gut drin!
00:09:37: Da ist quasi der Beste, der Survival of the fittest.
00:09:41: Was jetzt neu ist im Jahr zwanzig sechsundzwanzig, ist dass wir einmal ein Hauptwort daraus gemacht haben – das Telenom und damit das komplette als spezifische biologisches System eines Tieres benannt wird.
00:09:58: Alles, was er entfährt durch seine Evolutionsgeschichte und veränderlicher als Pferd in sich trägt ist also dann das Teleonom.
00:10:06: Wir hatten die CAT übrigens beim Summichern dabei!
00:10:09: Da hat sie schon vor Publikationen das Teleonom vorgestellt.
00:10:14: Ich fand den Vortrag damals sehr beeindruckend.
00:10:16: wie wichtig das werden würde.
00:10:18: Hab sogar ich beim Summit noch nicht verstanden.
00:10:20: wir waren da ein kleines bisschen zu schnell, kleines bittes bisschen ahead of the front.
00:10:25: bei der Eisestagung wurde es jetzt nochmal vorgestellt.
00:10:28: Kann ich jedem nur empfehlen, sich da mal ein kleines bisschen mitzubeschäftigen?
00:10:33: Und Christina hat dem Ganzen einen ganz schönen Namen gegeben.
00:10:37: Denn sie spricht von The Horstiness of the horse!
00:10:40: Die Fertigkeit des Pferdes – die Pferdheit des Pherdes wenn man es ein bisschen holprig ist.
00:10:46: Eindeutsch und ich mag den Ausdruck so unglaublich gerne weil der das einfach so mega direkt auf den Punkt worum es geht.
00:10:52: Gemeint ist alles, was ein Pferd zum Pferden macht?
00:10:54: Es will keine Currywurst!
00:10:55: Es will Gras!
00:10:56: Es ist ein Fluchttier, das nicht bedeutet.
00:10:58: Das muss den ganzen Tag flüchten, sondern es ist einfach dafür gemacht schnell zu laufen.
00:11:02: Es ist sein Herdentier, es ist ein Familien-Tier und beide Gänger Bewegungstier mit seiner ganz eigenen Art.
00:11:09: die Welt.
00:11:11: war zunehmend nicht vergleichbar mit Menschen, Wölfen oder anderen Tieren sondern eben spezifisch für das Pferd und es verschwindet.
00:11:18: Nicht durch Zucht, nicht durch Domestikation, nicht durche jahrelanges Training, nicht noch so viel Gewöhnung.
00:11:27: Enzo Street ist die evolutionäre Herkunft einer der Bausteine eines Grundbausteines des Thelonoms quasi der biologische Bauplan den jedes Pferde von seinen wild lebenden Vorfahren Egal in welchem Stall, egal in welcher Disziplin, egal unter welchen Sattel.
00:11:46: Und genau hier setzt unser roter Faden an!
00:11:49: Denn ein Pferd, das seit zwölf Jahren zuverlässig im Parkour springt ist trotzdem zu allererst ein Pferd wilde Nummer.
00:11:55: Ein Pferde, das einem Body Conditioning Score von Acht hat, dass seit Jahren kaum noch auf die Weide kommt und vielleicht sogar unter strenger Nähe steht – ist zuallererst ein Ferd!
00:12:05: Und zualler erst dürfen wir dann immer noch darüber nachdenken wie können wir die Art spezifischen Bedürfnisse erfüllen?
00:12:12: Ein Pherd, das sich sein Steilhalfter anziehen lässt ohne mit der Wimper zu zucken oder eben auch nicht, Telenom, das verschwindet nicht mit einem hohen Body Conditioning Score.
00:12:24: Das verschwindelt auch ganz sicher nicht dadurch dass wir es irgendwie aufnennen und dass das alles über sich ergehen lässt oder alles mitmachen ist bleibt bestehen unter der Oberfläche egal wie sehr sich die Oberflächen verändert hat.
00:12:38: aber es kostet eine Anpassungsleistung.
00:12:42: Deshalb heißt die Folge, wie sie heisst.
00:12:43: Jedes Pferd ist zuallererst immer mal ein Pferdd!
00:12:46: Bevor es Sportpartner ist, bevor es Freizeitpartner isst, bevor er es überhaupt trainiert und geritten gehalftert wird... Es ist ein biologischer Organismus mit seiner sehr eigenen spezifischen evolutionär gewachsenen Ausstattung, die in seiner ökologischen Nische unglaublich sinnvoll ist Und die stellt Anforderungen an seine Umwelt Nicht als Wunsch oder als nette Vorliebe, sondern als biologische Notwendigkeit.
00:13:14: und die spannende Frage lautet deshalb nicht.
00:13:18: Stört uns das Verhalten dieses Pferdes?
00:13:20: Sondern kann dieses Pfert in der Welt, wie wir gebaut haben für das Pferd überhaupt noch ausreichend Pferds sein?
00:13:27: Oder kleben wir da immer so ein Pflaster drauf?
00:13:29: ja also wir sehen irgendwie vielleicht einen Pferddass wo sehr viele Grundbedürfnisse nicht erfüllt sind.
00:13:37: Und dann ist das nervös, in der Reitbahn.
00:13:38: und dann fange ich an neben dem Pony zu meditieren und es ruhig zu atmen.
00:13:43: Also das ist natürlich schön wenn wir uns einen nicht-inversiven Weg suchen und versuchen deine Partnerschaft aufzubauen.
00:13:50: Don't get me wrong.
00:13:51: Aber das Problem, dass das Pferd nicht fährt sein kann?
00:13:53: Das haben wir nicht gelöst!
00:13:55: Wenn wir das Pherd mit dem Body Conditioning Score Acht haben, dann muss das natürlich abnehmen.
00:13:59: Das brauchen wir überhaupt gar nichts zu diskutieren.
00:14:01: aber kann ich deswegen rechtfertigen, dass ein Ein-Siebzigerpferd mit einem Idealgewicht sagen wir mal von... dann auf einmal nur noch fünf Kilo Heu am Tag oder fünf Kilos Rauffutter am Tag kriegt, das kann ich nicht.
00:14:16: Das Zelenomen des Pferdes bleibt doch erhalten und bei all diesen Fragen die wir uns im Management stellen müssen wir so ein bisschen aufpassen uns Probleme raus picken die eigentlich menschen gemacht sind und dann sagen du bist aber zu dick geworden mein freund das ist natürlich nicht.
00:14:39: also.
00:14:40: na ja du würdest dir natürlich wenn du in freier wildbahn leben würdest würdest du den ganzen tag unterwegs sein würde es nicht in einer vier mal vier meter box stehen und kuhäu mit viertundzwanzig prozent zucker kriegen Und entsprechend wärst du auch nicht so dick, du hättest auch jeden Winter eine Nahrungsknappheit und würdest ganz automatisch deine Fettpilze hin wieder abbauen.
00:15:01: Aber nun ist das so!
00:15:02: Nun habe ich dich in diese wunderschöne Box gestellt.
00:15:04: Ich hab leider nur vierundzwanzig Prozent Zucker.
00:15:08: heu für Dich.
00:15:09: Ein Witz passiert bei uns in Norwegen ganz regelmäßig.
00:15:12: Ich sehe das auch in den Heueranalysen aus Deutschland Sich ganz, ganz regelmässig und dann werden die Pferde auf drei Kilo Heuer am Tag gesetzt.
00:15:20: Da habe ich ein Problem mit.
00:15:21: Und das ist quasi genau das Thema dieses Teleonoms, nicht einen Pflaster obendrauf kleben sondern angucken.
00:15:31: Was ist eigentlich das echte Problem dahinter?
00:15:33: Was wäre das artspezifische Bedürfnis?
00:15:35: Was ist das eichte Problem da hinter und wie können wir das so lösen dass das Teleonomen des Pferdes quasi erhalten bleibt, respektiert wird?
00:15:46: Ich bin jetzt so ein bisschen carried away, weil ich dieses Thema so unglaublich wichtig finde.
00:15:50: Und seit ich meine Pferde in Norwegen so halte, ich seh halt ich einfach sehe wie viele Probleme sich damit in Luft aufgelöst haben Wo ich vor jahrelang management micromanagement betreiben musste und wie wichtig das ist, wie viel das mit dem charakter der ferde macht.
00:16:09: Wie viel es mit der trainierbarkeit macht.
00:16:11: das ist ja auch nix was irgendwie so dekorationen puderzucker oben drauf ist alles andere was wir wollen alles an leistung alles am training Fällig egal, ob du akademische Reitkunst machst.
00:16:22: Ob du Grand Prix machst oder vielseitigkeit machst.
00:16:25: Jedes Pferd ist ein Pferdd und für jedes Pferrd gilt wenn quasi dieses Grundbedürfnis erfüllt ist.
00:16:31: Wenn der Topf gut gefüllt ist dann schwimmt die Trainierbarkeit hier oben drauf.
00:16:39: Die wird ja besser!
00:16:40: Wir kriegen ja was dafür zurück und dem Pferdt geht es besser uns Menschen geht's besser das Training wird besser alles wird besser.
00:16:47: Das lohnt sich doch Mensch Alles wird besser.
00:16:49: Ist das nicht großartig?
00:16:50: Alles wird einfach besser und auch einfacher im Management.
00:16:56: Lass uns mal ein Schritt weiter reingehen, denn das Teleon besteht nicht nur aus Ancestry über die wir gerade gesprochen haben sondern es geht um mehrere Bausteine.
00:17:04: drei davon nehmen wir uns raus weil sie zusammen eine ziemlich klare Haltung ergeben.
00:17:11: Und das ist Essentience Affordances und Agency.
00:17:15: fangen wir mit Sentence an Das ist die Empfindungsfähigkeit.
00:17:20: Klingt erstmal wie eine Selbstverständlichkeit, natürlich empfindet ein Pferd was das weiß doch jeder der schon mal irgendwie etwas mit Pferden zu tun hatte.
00:17:28: Der eigentliche Clou, der steckt aber in einer winzigen sprachlichen Verschiebung mit einer ziemlich großen Wirkung nämlich es passiert dem Pferde nicht einfach etwas?
00:17:39: Das Pferdel lebt was ihm passiert.
00:17:44: also hör nochmal genau hin Nicht dem Pferd passiert etwas.
00:17:49: Etwas passiert den Pferrd, ja?
00:17:52: Sondern das Pferdd erlebt was ihm passiert.
00:17:55: Das ist ein großer Unterschied!
00:17:57: Es ist kein Bordspiel sondern der Unterschied zwischen einer aktiven und passiven Situationen.
00:18:03: Und der ist ganz bewusst gewählt.
00:18:06: Christina ist sicherlich eine der klügsten Menschen die ich hier getroffen habe.
00:18:11: Da steht da nicht aus Zufall drin.
00:18:14: Sagen wir dem Pferd passiert etwas, machen wir es zum Objekt eines Vorgangs?
00:18:20: So wie Regen auf einem Autodachfeld
00:18:23: z.B.,
00:18:23: sagen wir das Pferde erlebte was ihm passiert erkennen wir an.
00:18:27: Da ist ein fühlendes Subjekt dass in diesem Vorgang für den dieser Vorgangen eine innere Bedeutsamkeit hat jemand der währenddessen etwas fühlt und davon natürlich auch geprägt wird.
00:18:41: Klingt nach Spitzwindigkeit ist aber keine, denn diese Unterscheidung entscheidet wie wir, ob wir im Traininghandling Transport als etwas betrachten das wir dem Pferd antun oder als etwas dass es selbst mit uns durchlebt er lebt gestalten kann.
00:19:01: du spürst den Unterschied wenn ich das erzähl oder?
00:19:06: Zweiter Baustein.
00:19:08: Die Telenomic Affordances, sperriger Begriff einfache Ideen.
00:19:13: Affordance heißt so viel wie Angebot.
00:19:16: Bietet die Umwelt eines Pferdes tatsächlich das was sein Teleonom braucht?
00:19:24: Kann es sich mit seinen Artgenossen abstimmen?
00:19:26: hat es überhaupt konstante Art genossen?
00:19:29: wir haben gerade hier bei uns am Hof einen neuen Einsteller bekommen.
00:19:34: Das passiert hier nicht so oft, nur wenn Todesfälle quasi den Hof verlassen.
00:19:41: Dann kommt ein neues Pferd von außen dazu eine Hude.
00:19:43: Es hatten wir relativ viele Todesquelle.
00:19:45: da ist jetzt ein bisschen Wechsel dran aber die drei Jungs die vorher zusammen standen die Einsteller die bei meinen stehen.
00:19:52: die stehen hier schon seit quasi seit wir den Hof gekauft haben, da passiert also nicht viel.
00:19:57: Wir haben eine sehr homogene Gruppe.
00:19:59: jetzt kommt ein Pferd von draußen rein und alles ist in Aufruhe.
00:20:02: Jetzt stellen wir mal vor, da ist ständig Wechsel drin!
00:20:05: Meine Erfahrung ist, dauert ein halbes Jahr idealerweise ein ganzes Jahr bis es wieder wirklich Ruhe in der Gruppe ist?
00:20:12: Keine Wissenschaftlererfahrung... Aber jetzt stellen immer vor, das passiert ständig fast alle zwei drei Wochen und kommt dann neues Pferde in die Gruppe rein.
00:20:19: Also wie sicher fühlt sich das Pferdsich wohl in dieser Situation?
00:20:24: Kann es sich mit seinen Artgenossen abstimmen und gibt's da überhaupt Artgenossen, mit denen es sich abzustimmen gilt?
00:20:29: oder gehts hier nur ums Überleben?
00:20:31: Wir erinnern uns an die Situation im Zoo.
00:20:33: Sich bewegen wenn ihm danach ist der Pädagog groß genug hat der überhaupt Struktur Oder stehen nach zehn Pferde auf zehn Quadratmetern Grasen statt drei Portionen am Tag serviert zu bekommen.
00:20:47: eine Box mit zwei freien Ecken zum Rumstehen ist jetzt nicht so eine richtige Fordens für ein Tier, das eigentlich auf knapp zwanzig Kilometer Wegstrecke am Tag ausgelegt ist.
00:21:01: Zum Überleben bietet aber nicht das was das biologische Programm eigentlich vorsieht.
00:21:06: Das heißt dass kostet etwas, das kostet wieder was an Anfassungsleistung.
00:21:11: Baustein drei und vermutlich der im Training am häufigsten unter den Tisch fällt die Agency, Telenomic Agency.
00:21:20: Mein Verhalten hat für mich relevante Konsequenzen.
00:21:24: Das ist eigentlich die Kurzformel dabei.
00:21:26: Es geht dabei nicht darum, dass ein Pferd frei entscheiden kann ob es heute überhaupt trainiert wird, ob es Lust hat das grüne oder das rote Hälfte anzuziehen oder ob es lustet vom Tierarzt untersucht zu werden.
00:21:38: Das ist nicht der Punkt.
00:21:39: Wir brauchen nicht diskutieren, dass wenn wir Pferde haben die in einer domestizierten Umgebung leben und das ist nun mal bei unseren Pferden so, dass wir denen eine Art Grunderziehung zuteil kommen lassen dürfen, lassen müssen.
00:21:53: ich finde es ist ein großer Teil unserer Verantwortung auch als Pferdemensch, als Pherdeliebhaber Dass wir dieser Verantwortung gerecht werden dem Pferd auch ne Grundausstattung gut durch ein domestiziertes Leben zu gehen, mitgeben.
00:22:08: Und ganz ehrlich wenn es um so Fragen geht wie heute müssen wir leider in die Tierklinik fahren dann frage ich meinen Pferd nicht ob es jetzt eventuell Lust hätte verladen zu werden sondern dann gehe ich davon aus dass sich genug Vorbereitungszeiter rein investiert hat das die Idee auf den Hänger zu gehen jetzt keine Lebenskrise auslöcht.
00:22:26: also ich finde das darf man das darf mal einordnen.
00:22:29: aber überall da wo's irgendwie geht baue ich meinem Pferden Entscheidungsspielräumer.
00:22:34: Was ich zum Beispiel mache, ist das immer dann.
00:22:37: Wenn wir gerade nicht in die Tierklinik fahren müssen auch relativ oft, ne?
00:22:40: Ich behalfe dahin halt und frag!
00:22:41: Hast du Lust mit mir zu arbeiten?
00:22:43: und glückliche Eise?
00:22:44: Ist die Antwort in neunundneinzig Prozent aller Fälle.
00:22:47: Ja, werde ich jetzt in neuneinundneinsicht Prozent allerfälle?
00:22:49: nein.
00:22:50: Dann dürften wir diskutieren ob das Pferd keine Entscheidungsfreiheit mehr hätte.
00:22:54: Hände ich jetzt ein bisschen schade oder ob wir vielleicht an unserem Training mal so ein kleines bisschen arbeiten müssten.
00:23:00: Das wäre dann direkt der Weg in den Equidemia Campus.
00:23:03: Da kann man jetzt besser nicht sagen dass kein Grund für Reitunterricht ist.
00:23:07: Du dann haben keinen mehr.
00:23:08: also das heißt also Es geht darum, ob das Pferd innerhalb einer Situation spürt.
00:23:16: Mein Verhalten bewirkt etwas ganz, ganz simpel ist.
00:23:20: zum Beispiel merke ich als Pferg dass man zurückweichen den Druck tatsächlich reduziert habe ich agency in genau diesen Moment zwar noch relativ begrenzte aber ich hab eine.
00:23:32: das heißt also kommt ein Schenkeldruck Das Pferddraht an hat das fährt Agency da setzt dann aber voraus dass der Schenkeldruck auch aussetzt, da sind wir wieder angewandte.
00:23:41: Lerntyp ist also völlig... Ist das aber völlig egal was ich tue?
00:23:45: und der aversive Reiz?
00:23:47: Der bleibt trotzdem.
00:23:48: dann habe ich keine.
00:23:50: Deswegen sind diese drei Bausteine ein gemeinsamer Nenner Sentence Affordances Agency Was es für dieses konkrete fährt in dieser konkreten Situation erfahrbar?
00:24:03: Nicht!
00:24:04: Was wünschen wir uns dass es erlebt?
00:24:06: nicht was es äußerlich zeigt, sondern was kann dieses Pferd hier wirklich fühlen?
00:24:11: Nutzen und bewirken.
00:24:13: Genau diese Frage – Was kann das Pferde damit tatsächlich tun?
00:24:17: Begleitet uns gleich wieder wenn's nämlich darum geht, was ein Organismus kostet sich an eine Umwelt anzupassen die genau das nicht ausreichend bietet.
00:24:29: Jetzt kommen wir zu einem anderen Thema Das in diesen Gedankenkreis rein gehört Und dass ist der Preis Der Preis der Anpassung.
00:24:38: Nicht Anpassungen, Entschuldigung!
00:24:40: Ach genau...der Preis der anpassung.
00:24:43: Es geht nämlich hier um ein Begriffspaar.
00:24:45: Da kommt das Paar ins Spiel Das in der Stressphysiologie seit den späten neunzigern eigentlich zum Standard gehört.
00:24:52: In der Pferdewelt aber ehrlich gesagt steht das noch ziemlich am Anfang ist ein wichtiger Bestandteil in dem Buch an dem ich gerade arbeite und zwar das Thema Homostaso Alostase.
00:25:05: Kennst du vermutlich noch aus dem Biounterricht?
00:25:07: Das ist die Fähigkeit des Organismus, ihre Zustände wie Körpertemperatur oder Blutzucker eng und stabil zu halten.
00:25:14: Alostaze ist was anderes.
00:25:16: Alastaze, die Begrifflichkeit geht so ein bisschen auf die Physiologen McEven and Stella zurück in... ...in-auchtenneunzig glaube ich, also irgendwann Ende der Neunziger war das.
00:25:25: Sie haben ziemlich viel zitierte Arbeit publiziert und klargemacht darin, worin der unterschiedlich.
00:25:35: Allostase heißt Stabilität durch Veränderung.
00:25:37: des Organismus hält sich nicht star im Gleichgewicht sondern passt seine physiologischen Systeme aktiv an das an was von außen auf ihn einwirkt.
00:25:49: Da geht es dann um so Sachen wie Immunantworten, Cortison, Sohlspiegel.
00:25:54: auch die Herzfrequenz verhalten Erst mal völlig normal und gesund, wohlgemerkt.
00:26:00: Anpassung ist keine Störung, sondern Anpassungen leben.
00:26:05: Jetzt kommt aber der Teil auf den das ankommt, denn diese Anpassungsfähigkeit hat natürlich eine Bedenken an die Herzfrequenz.
00:26:12: Wenn die Herzfrakenz jetzt immer ganz weit oben ist dann ist es auf Dauer ein Problem.
00:26:18: Diese Grenze nennt man Adaptive Capacity und das ist mir wichtig, sie ziemlich klar von der Anpassung selber zu trennen.
00:26:26: Die Adaptive capacity ist nämlich nicht der Anpassungsprozess sondern die Kappung – die Obergrenze dessen was ein Organismus überhaupt an Anpassungsleistungen erbringen kann.
00:26:38: Bevor die Systeme selbst Schaden nehmen wird diese KappUNG wiederholt oder dauerhaft erreicht oder gesprengt.
00:26:46: dann ist das die allostatische Ladung, die Allostatic Load.
00:26:53: Im Grunde der kommunierte Verschleiß, der entsteht wenn ein Organismus über längere Zeit mehr leisten muss als eigentlich gesundhöhen werden.
00:27:03: Gibt eine Übersichtsarbeit von Zweiundzwanzig.
00:27:07: da gibt es einen großen Überblick über verschiedene Tierarten und Seeley Kollegen haben da gezeigt, wie zentral dieses Konzept mittlerweile fürs Tierwohl geworden ist und wie unterschiedlich schwer es je nach Spezies zu messen ist.
00:27:24: Manchmal fehlen einem die richtigen Marker Und hier steckt finde ich eine der wichtigsten Erkenntnisse des ganzen Themas drin Denn die allostatische Ladung, die Allostatic Load entsteht selten durch das eine oder andere dramatischer Ereignis.
00:27:39: Viel öfter entsteht die durch diese Summe vieler kleiner Dinge, die für sich genommen völlig harmlos sind.
00:27:45: Bisschen zu wenig sozial kontaktieren, ein bisschen zu viel Wechsel in der Gruppe da, bis hin zur viel Boxenzeit dort vielleicht Stress mit dem Händler also Stress mit den Menschen, der dazugehört oder dem Stallburschen oder wem auch immer.
00:28:00: Training dass ein bisschen mehr Druck als nötig macht, Handling.
00:28:05: Dass nicht richtig vorhersehbar ist in Umfeld das insgesamt ein bisschen zu wenig von dem bietet was das Teleonomen des Pferdes eigentlich bräuchte.
00:28:15: für sich genommen würde keine einziger dieser Punkte einen Tierarzt alarmieren oder irgendwas mit dem Pferd machen.
00:28:22: in der Summe und vor allem wenn die nicht aufhören ja also wenn ein Pferde jetzt in eine neue Situation kommt.
00:28:31: Das steht ansonsten aber gut da, der Very Cup is Leer.
00:28:35: Steht stabil auf den Füßen und hat noch hohe Resilienzfähigkeit.
00:28:39: Dann fährt man mit dem zum Wochenendkurs oder auch zu einer Messe oder so... Da haut er ihn doch nicht um!
00:28:44: Was schafft der?
00:28:45: Die Situation hat in dem Moment eine hohe Ladung.
00:28:48: Die Situation hatten Anfangs, die hatten Ende das geht wieder nach Hause.
00:28:52: Da ist alles schön fein haben wir schon wieder was gelernt.
00:28:56: und tatsächlich durch diese Bewältigung, auch ich habe etwas erlebt.
00:29:00: Ich habe das bewältigt!
00:29:03: Es ist mir nicht passiert sondern ich habe es erlebt.
00:29:07: gestalten, kriegen wir ja auch eine Vergrößerung der Resilienzfähigkeit.
00:29:12: Ich finde es immer ganz wichtig zu sagen, denn wir wollen ja Blasen vergrößern!
00:29:15: Wir wollen nicht immer kleiner, kleiner und kleiner werden so dass wir irgendwann das Haus nicht mehr verlassen können sondern wir wollen resilienter werden, wir wollen groß werden, die Dinge erleben können, die Welt erleben kann, das Leben genießen können.
00:29:29: Haben wir jetzt aber diese Situation von der ich gerade erzählt habe?
00:29:32: Immer ein kleines bisschen zu wenig.
00:29:34: Dann haben keine Resilienzfähigkeit mehr haben, wo es immer weniger wird.
00:29:39: Wo für's fährt?
00:29:40: immer am oberen Limit seine Anpassungsfähigkeit lebt und dann fällt ein Blasch vom Baum und dann explodiert's irgendwie.
00:29:49: Also in der Summe können diese ganzen kleinen Dinge dazu führen dass das Pferd eben in diesem dauerhaften Alarmzustand lebt.
00:29:58: Dann wären wir im Bereich von chronischen Stress ohne dass wir direkt von außen viel davon mitbekommen weil es eigentlich kein nicht diesen ein richtigen Grund gibt, der so richtig blöd ist.
00:30:10: Sondern das ist die ganze Ladung zusammen.
00:30:13: und damit kommen wir zu einem Satz, der mir wirklich wirklich am Herzen liegt denn den Compliance also dieses Mitmachen ist wahrscheinlich die beste Übersetzung dass es kein Weltverparameter Brav sein Brav ist keine physiologische Diagnose und fährt es ruhig steht, dass sich anfassen lässt, das keine sichtbare Abwehr zeigt.
00:30:36: Hat damit noch längst nicht bewiesen, dass seine allustatische Last niedrig ist?
00:30:41: Pferde sind People-Pleser.
00:30:43: müssen wir immer daran denken haben immer im Hinterkopf haben.
00:30:46: da gehört viel mehr zu als ich einfach der Situation hinzugeben zu ergeben.
00:30:52: Bewiesen hat das dann nämlich höchstens wenn's brav ist, dieser Situation vielleicht nicht mehr sichtbar zu protestieren.
00:31:01: Wie erkennt man denn dann eine allustatische Ladung, eine hohe allustratische Last wenn äußere Ruhe alleine nicht reicht?
00:31:10: Und da ist er wieder mein Lieblingspunkt der mir wirklich wichtig ist!
00:31:17: Das wäre die Wesenheit von atypischem Normalverhalten.
00:31:24: Dafür müsste man jetzt wissen, was ist Normalverhalten?
00:31:27: Die Abwesenheit auf der anderen Seite von antypischen Normalfahrheiten.
00:31:31: Das ist der allerstärkste Marker für Schmerz, für Stress zum Teil auch für erlernte Hilflosigkeit.
00:31:42: Kortisol ist schwer zu messen noch schwieriger zu interpretieren.
00:31:46: Man machen muss man aber nicht.
00:31:47: es sind relativ meine Lieblingsreferenten seit immer das ist ein unzuverlässiger Messwert.
00:31:52: haltet euch damit nicht haltet euch damit nicht auf.
00:31:56: Also das Normalverhalten, dass ist tatsächlich das woran wir uns orientieren möchten.
00:32:05: Denn Verhalten lässt sich immer gut von außen beobachten ohne dass man eingreift nur und das ist die Voraussetzung, ohne die dieser Marker eben gar nicht funktioniert.
00:32:16: Dafür muss man eben wissen... wie normal Verhalten wirklich aussieht.
00:32:19: Man muss wissen, wie sich ein Pferd mit geringer allostatischer Last tatsächlich verhält – etwa bei Freilebenen oder naturnah gehaltenen Populationen.
00:32:28: und das ist das was die Leute immer mitnehmen.
00:32:30: wenn sie uns mal hier in Norwegen auch eine Retreate da so besuchen und sich mal angucken, Mensch wie verhalten sich die Pferde einfach hier?
00:32:37: Und das können sie immer gar nicht glauben.
00:32:40: Wie wenig Schmerzgesicht da ist, wie gut die auf den Füßen stehen obwohl die alle ihre Geschichte haben und wie die so im Umgang mit uns Menschen und vor allem auch miteinander sind.
00:32:50: Dann ist es natürlich interessant in dem Kontext eben auch die feine Mimikörpersprache von Pferden lesen zu können, sich selber rausnehmen zu können still sein zu können Hingucken zu können, Pferde anzugucken die eben nicht unter chronischer Anpassungslast stehen.
00:33:07: Ohne diese Referenznahmen sehen wir nur die Abwesenheit von offensichtlichen Protest und verwechseln das ziemlich leicht mit dem Wort wohlbefinden ist aber überhaupt nicht das gleiche haben gerade schön rausgearbeitet ist mir total wichtig.
00:33:22: kleine Gedankenpause einmal tief durchatmen Vor ich dir jetzt eine Geschichte erzähle, die mir hier nämlich wirklich wichtig ist.
00:33:30: Weil sie ziemlich eindrücklich zeigt wie gefährlich das sein kann.
00:33:34: halten ohne diesen Referenzrahmen zu interpretieren und wir hartnäckig sich an einmal etablierter Mythos halten kann vor allem wenn er gut mit unserer menschlichen Idee, mit unserem menschliche Weltbild auch zusammenfasst.
00:33:48: da ist es wieder Dominanztheorie die ihr zehntelang auch das Pferdetraining geprägt hat.
00:33:55: Ja, wir haben ganz viele interessante Trainingsarten zu verdanken.
00:34:03: Ich habe es am Anfang schon mal kurz erzählt, die wissenschaftliche Grundlage geht auf eine Verhaltenstudie des Zoologen Rudolfschenkel aus dem Jahr siebendvierzig, nineteenhundertzehn-viertzig zurück Und zwar an Wölfen, die einander fremd waren und in einem Zugehege zusammengesperrt wurden.
00:34:21: Und sich dort Notgedrungen arrangieren mussten.
00:34:24: Aus diesem Setting entstand das Bild vom Alfa Wolf der sich seine Position in ständigen Rangkämpfen erkämpft.
00:34:31: Das Bild wurde auf so ziemlich jede Spezies übertragen, die nicht schnell genug weg konnte von Kaninchen bis zum Pferd.
00:34:39: Und erst neun Neunzig wurde das eben von David Mack enden... neu interpretiert, neu klargestellt und der hat ganz klar gesagt das Verhalten fremder in Gefangenschaft zusammengezwungen.
00:34:51: Er hat mit dem Verhalten von wilden, wild lebenden Wolfsfamilien also ziemlich genau gar nichts zu tun.
00:34:59: In Freier Wildbahn sind sogenannte Alphatiere eben Eltern Tiere eines Rudels kein Sieger eines Rangkampfs und die ganze Dämonansteorie beruhte auf Beobachtung von Tieren unter enorm völlig unnatürlichen oder aber trotzdem jahrzehntelang als blau Pause für normale sozial verhalten verkauft.
00:35:19: ziemlich verrückt wenn man sich das so vor Augen führt.
00:35:22: und wenn wir jetzt noch übertragen dass mal kurz auf unsere ferde wenn mir da also in dem paddock auf der wiese sehr starke rankämpfe seht dann muss man ganz klar sagen.
00:35:33: Naja, vielleicht ist da nicht genug Platz.
00:35:35: Vielleicht sind nicht genügend Ressourcen da?
00:35:37: Vielleicht hat einer der beiden Beteiligten sehr viel Schmerz oder die allestatische Ladung es eben sehr hoch.
00:35:43: normal ist das aber nicht.
00:35:46: und dann liegt es an uns zu überlegen warum haben wir... was ist die Situation in die wir dieses Tier gebracht haben und wie können wir diese Situation wieder auflösen so dass keiner sein Gesicht verliert?
00:36:02: gut daraus kommen.
00:36:03: Also bei uns zum Beispiel funktioniert es ganz gut, ich habe mir erzählt wir haben gerade ein neues Pferd bekommen.
00:36:09: Einer unserer Jungen nicht mehr hängste jetzt, Wallache.
00:36:13: Hat da auch den Willen Max gemacht?
00:36:15: Mensch, da haben wir doch einfach mal einen Tag ein Zaun zugemacht und haben gesagt, Schätzchen, guck du dir doch mal das Leben auf der anderen Seite des Zauns an entspann dich mal wieder schön!
00:36:24: Und wenn alles wieder gut ist könnt ihr wieder zusammen gehen.
00:36:26: zwei Tage später sieht die Welt ganz anders aus.
00:36:29: alle Hormone wieder da wo sie hingewahren.
00:36:31: Hierhin ist es wieder da und jetzt geht das auch wieder in der Gruppe.
00:36:34: ich warte doch nicht darauf dass ein Pferd verletzt wird.
00:36:37: Ich warte doch nicht darauf, dass irgendjemand sich umbringt und ich warte noch nicht drauf, dass die Situation sich immer höher schaukelt.
00:36:45: Wir leben in einer demostizierten, wenn meine Pferde auch Haltbild leben aber trotzdem sind sie mir ausgeliefert zum Beispiel bei der Herdenzusammenstellung.
00:36:54: Wir müssen hier mit verschiedenen Pferden arbeiten, auch wenn nicht das weitestgehend.
00:36:58: Vermeide – da haben wir eine allostatische Ladung und dann liegt es doch an mir, dass so zu gestalten, dass alle Leben daraus kommen, dass keiner sein Gesicht verliert und dass der Stress möglichst gering gehalten
00:37:13: wird.".
00:37:13: Ich erzähle die Geschichte ganz bewusst weil sie die Bedeutung von echten Normalverhalten als Referenz ziemlich genau auf den Punkt bringt.
00:37:21: Wir haben das Thema Mythos hier wieder, der kommt schnell in die Welt und bleibt lange bestehen auch wenn er schon mehrfach widerlegt worden ist.
00:37:30: Tja!
00:37:31: Lange Rede gar keinen Sinn.
00:37:34: Lasst uns mehr Zeit – das ist glaube ich das was ich euch mit auf den Weg geben möchte, lasst uns mehr Zeit mit normal Verhalten verbringen.
00:37:43: Wenn wir das Verhalten von Pferden unter hoher allesstatischer Last als normal missverstehen weil es schlicht das echte Referenzbild von entspannten artgerecht lebenden Pferde fehlt dann laufen wir Gefahr genau denselben Fehler der da vor hundert Jahren quasi schon mal passiert ist immer wieder neu zu wiederholen.
00:38:05: Das ist sicherlich ein großer, großer Baustein den ich euch mit ans Pferd geben möchte.
00:38:16: Was bedeutet das jetzt?
00:38:17: Was bedeutet es für gutes Training?
00:38:21: Wir können noch den ganz großen Bogen schlagen über das Thema Schmerz.
00:38:25: Das halte ich mir aber mal für eine separate Folge offen.
00:38:28: Das wird sonst ein kleines bisschen lang heute.
00:38:33: Wir machen mal kurz nochmal ein Summ-up, was das für gutes Training bedeutet.
00:38:37: Denn wir haben jetzt verschiedene Bausteine zusammen.
00:38:40: Wir haben das Telenom, dass jedes Pferd unveränderlich zu einem Pferд macht.
00:38:46: Wir habe die Allostase und die Allosteric Load, die zeigt, was Anpassung an eine unpassende Umwelt wirklich kostet und bedeutet.
00:38:55: Und wir haben das große Thema Gefühl Und das große Thema auch Agency, Agency über meine Umwelt.
00:39:05: Über mein eigenes Erleben.
00:39:09: Die Frage die das alles zusammenhält, die habe ich dir gleich zu Beginn mitgegeben und die stelle ich hier nochmal ganz bewusst in den Raum weil sie eigentlich die einzige Frage ist die für gutes Training wirklich zählt nämlich what does the horse experience?
00:39:26: What is the horse experience really?
00:39:28: Was erlebt das Pferd also wirklich.
00:39:31: Und die Frage lässt sich in ein paar ziemlich konkreten Kriterien übersetzen, die du bei jeder Trainingseinheit, bei jedem Händenling oder jede Übung einfach immer mal wieder am Kopf behalten kannst – nämlich erstens versteht das Pherd was von ihm verlangt wird!
00:39:46: klare konsistente Signale, der Aufbau einer Sprache die es tatsächlich unterscheiden kann.
00:39:52: Das sind die Grundvoraussetzungen dafür das überhaupt Lernen stattfinden kann und nicht bloß!
00:39:58: Verwirrung.
00:39:59: Zweitens kann das Pferd die Situation vorhersehen, Vorhersehbarkeit, Vorhersagbarkeit senkt nachweislich den Stress, senkt Nachweislich die Anforderungen ans Anpassungssystem.
00:40:12: Ein Pferdd was weiß, was als nächstes kommt braucht weniger allostatische Ressourcen als eines das ständig überrascht das stendig überfordert wird.
00:40:21: und drittens hat Daspferd Kontrolle über die Konsequenzen seines eigenen Verhaltens seines eigenes Handelns, also Agency.
00:40:29: Wie wir es im Kapitel zwei genannt haben führt sein Zurückweichen tatsächlich zum Nachlassenverdruck, führt seinen Antreiben tatsächlich zum nachlassen von Druck, führt sein Anhalten, führt seine Stehenbläbenleiben tatsächlich zu einem Nachgeben der Hand oder bleibt der Druck einfach immer derselbe?
00:40:48: Viertens, wie hoch ist der Anteil aversiver Erfahrung an der Gesamtsituation?
00:40:53: und bekommt das Pferd genug Gelegenheit sich davon zu erholen körperlich?
00:40:58: Wie im Verhalten.
00:41:00: Und fünftens bleibt ihm innerhalb von Trainingssituation aber innerhalb von Umwelt auch ein gewisses Maß an Explorationsspielraum?
00:41:08: Ja wenn wir sehr geringes Spielraum haben dann wäre gelb es ja zum Beispiel die Möglichkeit, sich mal eine Pause zu machen am langen Zügel.
00:41:15: Der kann sich mal umschauen und er kann mal schnauben kurz den Kopf senken.
00:41:20: oder wird das sofort als Fehler korrigiert?
00:41:22: Gehe ich mit dem Pferd ausreiten könnte ich mal stehen bleiben auch da im langen zügel?
00:41:27: lasse ihn mal am Baumten aber nur ein Stück Erde lecken?
00:41:32: habe ich ganz viele Möglichkeiten nicht.
00:41:34: ist die minimale Möglichkeit dich immer gerne empfehle zumindest Mal in die Center reinzuschnuppern.
00:41:41: Ganz schönes Werkzeug, mit dem ich sehr gerne arbeite.
00:41:44: Weil die Pferde dann einfach sehr viel explorieren können!
00:41:48: Du siehst also es geht nicht darum dass du ab sofort mit deinem Pferd ohne Halfter und nur noch am Halsring im Bikini-Oberteil auf der A einspazierendes sondern es geht darum gute Entscheidungen zu treffen das fährt als Partner wahrzunehmen Möglichkeiten zu schaffen.
00:42:06: und auch wenn wir nun ganz, ganz kleinen Spielraum haben.
00:42:10: Haben wir immer irgendwo gibt es immer kleine aber feine Möglichkeiten die dem Pferd sofort mehr anlassen, die den Pferde sofort alles tatische Last wegnehmen.
00:42:26: Schöne an diesen fünf Kriterien ist, die gelten also nicht nur für die Reitstunde sondern die gelden für den kompletten fertigen Alltag.
00:42:34: Und da liegt oft sogar das viel größere Potenzial weil wir übers Handling meistens noch viel weniger nachdenken als übers Training im engeren Sinne.
00:42:44: beim Putzen zum Beispiel könnte man das einbauen bei der Hufbearbeitung kann es das Bein gelegentlich zurücknehmen kann das freiwillig stehen versteht es was da passiert?
00:42:55: oder dieses fürchterliche Beispiel von Ferd in Cross-Ties irgendwie mit Nasenbremse und drei Leute drücken es gegen die Wand.
00:43:01: Also ihr seht, was ist der Unterschied da?
00:43:03: Wie ist das mit Anwinden?
00:43:05: ja auch da.
00:43:06: ich möchte mal gerne dass mein ferd angebunden werden kann aber wie bringe ich ihm das bei?
00:43:11: Man kann ja nur in Cross-Ties bestehen, hat ja überall Wände um sich herum.
00:43:16: Oder hat er vielleicht freies Stehen gelernt und daraus dann eine Anbindersituation entwickelt?
00:43:22: Oder musste der da so lange stehen bleiben bis der aufgegeben hat was anderes zu sagen?
00:43:26: Also ihr seht es gibt überall Möglichkeiten Es gibt überall Chancen beim Verladetraining Beim Tierarzt.
00:43:32: haben wir vorher vielleicht Medical Training gemacht Hat das Pferd ne Vorbereitung bekommen und so weiter So weiter.
00:43:40: Und nochmal, keines dieser Beispiele heißt das wir auf... Handling verzichten sollen, dass wir auf Erziehung verzichten soll oder müssen.
00:43:49: Rufen müssen bearbeitet werden, Pferde müssen manchmal angebunden verladen vor allem medizinisch versorgt werden.
00:43:54: es geht nicht darum Notwendigkeiten abzuschaffen sondern es geht darum in jeder Situation so viel Vorhersehbarkeit, soviel Agency wie möglich zu erhalten weil genau das der Hebel ist mit dem wir die allostatische Ladung aus Kapitel drei tatsächlich beeinflussen können.
00:44:11: nicht indem wir das Thelonomen des Pferdes verändern, sondern indem wir andere Bedingungen, indem die Umwelt so gestalten dass wir eine Umwelt haben in der dieses Thelonym leben darf.
00:44:26: In dem diese Umwelt möglichst viel von dem bietet was das Pferd wirklich braucht.
00:44:31: da ist es wieder das Vierundzwanzigprozent Zuckerhäu.
00:44:34: oder können wir vielleicht auch zu einem anderen in einem anderen Erntefänze?
00:44:38: Ich weiß, manchmal geht das nicht.
00:44:39: Aber oft geht es.
00:44:41: In einem anderen Erntefenster arbeiten?
00:44:44: kann das heullänger dastehen.
00:44:45: Können wir vielleicht eine andere Grasorte anbieten?
00:44:48: Können die anders schneiden?
00:44:49: Könn' wir früher oder später im Schatten?
00:44:52: Ihr wisst schon, worauf ich hinaus werde!
00:44:55: Also wenn ich die Folge auf den einzigen Gedanken runterbrechen möchte – es waren viele Gedanken und ich gebe zu – dann wäre es genau der Satz mit dem wir eben auch gestartet sind.
00:45:05: Jedes Pferd ist so allererst immer ... ein Pferd.
00:45:09: Nicht Sportpartner, nicht Springpferd, Ressour fährt vielseitigkeitspferddt noch nichtmals Familienmitglied ganz sicher nicht Statussymbol und überhaupt kein Problemfall.
00:45:19: All das kommt erst viel später und das sagt eigentlich viel mehr über unsere Beziehung zum Pferdaus als über das Pferdzelber.
00:45:28: Zuallererst ist es dann Organismus mit einer sehr spezifischen evolutionär gewachsenen Ausstattung die durch nichts verschwindet Nichts, was es mit uns tun muss.
00:45:41: Was wir mit ihm und die Ausstattung, die stellt.
00:45:44: Anforderungen werden die nicht ausreichend erfüllt.
00:45:48: dann zahlt das Pferd einen Preis dafür.
00:45:52: Manchmal auch nur sehr still!
00:45:56: Das heißt die einzige Frage die uns wirklich weiterbringt ist immer wieder, was erlebt dieses Pferb gerade?
00:46:02: Und kann es in der Welt, die wir für's gebaut haben noch ausreichende?
00:46:10: Ich glaube nicht, dass die Frage uns ein schlechtes Gewissen machen sollte.
00:46:13: Sondern ich glaube sie sollte uns neugierig machen und es sollte unserem Blickwinkel... Es sollte unseren Bedürfen neugirig sein auf das was die Pferde uns die ganze Zeit mitteilen mit ihrem Verhalten, mit Körpersprache, mit Physiologie.
00:46:28: Die kommen neugierig kombiniert mit dem, was uns die Wissenschaft inzwischen schon an Werkzeugen in ihr Hand geben kann.
00:46:35: Ich glaube das ist für mich der eigentliche Kern von evidenzbasierten Pferdetraining, dass wir nicht immer ein Pflaster obendrauf kleben sondern als wir sagen, oh Mensch du, der läuft ja immer mit der Nase im Sand rum!
00:46:45: Dann entleht er wohl die Hinterhand.
00:46:47: und dann ist eben ich mal die Frage wie kriege ich den Kopf?
00:46:49: Sondern ... der profitiert auch.
00:46:51: Das war's heute bei Equidemia Insight.
00:46:54: es war sehr fertig Überraschung.
00:46:57: Wenn dich diese Folge zum Nachdenken gebracht hat, wenn du jemanden kennst, der davon profitieren könnte, teils sie gerne auf deinem Instagram-Profil mit Social Media privat.
00:47:10: empfiehle uns weiter!
00:47:12: Lass uns ein Herzchen da, lass uns einen Abonnement da auf Spotify und YouTube oder wo auch immer du uns hörst.
00:47:24: Ich hab's ja nicht so doll mit Social Media.
00:47:25: Ich geb mir ja Mühe, aber ich habe es einfach nicht so toll!
00:47:29: Mit Social Media und du würdest uns sehr, sehr helfen wenn du dafür sorgst dass viele Leute die Folge zu sehen.
00:47:39: Danke das Du uns zugehört hast.
00:47:41: bei Fragen Gedanken oder eigenen Beobachtungen zu dem Thema wie immer schreib mir, schreib uns gerne.
00:47:49: wir lesen immer alles durch und oft schicken wir auch Antworten oder wir nehmen das mit direkt in den Campus, in die Competence Calls.
00:48:00: Alle Quellen findest du wie immer in den Shownauts und auf equidemia.com Podcast.
00:48:05: und bleibt mir nur noch zu sagen bis zum nächsten Mal!
00:48:09: Bleibt neugierig, bleibt ehrlich und hör deinem Pferd wirklich gut zu.
00:48:14: Das erzählt uns nämlich die ganze Zeit etwas.
00:48:18: In diesem Sinne ich wünsche euch einen wunderschönen Tag.
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